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„Die Feier der Heiligen Messe nach Missale Pius V. bzw. Pauls VI. ist zum Politikum verkommen“

15. November 2021 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
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„Es gab und gibt immer nur die EINE Heilige Messe und es wäre zu wünschen, dass diese Tatsache die „Lager“ nicht nur miteinander versöhnt, sondern sie miteinander existieren lässt.“ Gastkommentar zu „Traditionis custodes“ von Joachim Heimerl


Wien (kath.net) Als Papst Pius V. am 14. Juli 1570 auf Anregung des Konzils von Trient das „Missale Romanum“ mit der Bulle „Quo primum“ in Kraft setzte, tat er dies nicht nur mit sehr feierlichen, sondern auch für seine Zeit mit ungewöhnlich scharfen Worten. Was Pius V. freilich nicht geahnt haben wird, ist sicher, dass nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil und jüngst in unseren Tagen ein Streit um die Feier dieser Messe entbrennen würde, die er selbst als die einzige Form „für alle kommenden Zeiten“  und auf dem „gesamten christlichen Erdkreis“ festgelegt hat.

Alle anderen Messbücher wurden von Pius „von Grund auf verworfen“ und es wurde festgesetzt, dass von „diesem Unseren gerade herausgegebenen Missale niemals etwas hinzugefügt, weggenommen oder an ihm verändert werden dürfe.“ – Mit anderen Worten: Pius V. hat sein Missale mit nicht weniger ausgestattet als mit dem Charakter unaufhebbarer Fortgeltung. Nach einer Reihe ziemlich harsch formulierter Anordnungen konkludiert der Papst am Ende, dass niemand dieser Bulle zuwiderhandeln dürfe: „Wenn aber jemand sich herausnehmen sollte, dies anzutasten, so soll er wissen, dass er den Zorn des Allmächtigen Gottes und Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird.“


So wenig Pius V. den späteren Streit um sein Messbuch vorausahnen konnte, so wenig wird es in der Absicht des gegenwärtigen Papstes gelegen haben, mit den ebenfalls sehr rigiden Bestimmungen des Motu proprio „Traditionis custodes“ an den eher apodiktischen Ton Pius V. anzuknüpfen.
Was beide Päpste darüber hinaus verbindet, ist freilich die berechtigte Sorge um die einheitliche Feier der Heiligen Messe in der gesamten Kirche.

Die Kenntnis der sogenannten „alten Liturgie“ nach dem Missale Pius V., das von Johannes XXIII. erneuert worden ist, ist vielen heute kaum noch geläufig, während andere sich stark zu dieser Liturgie hingezogen fühlen.

Wer beide Formen der Heiligen Messe kennt, der wird jedoch feststellen, dass die Riten zwar unterschiedlich, aber im Grunde sehr eng auf einander bezogen sind. Von einer uneinheitlichen Feier der Heiligen Messe kann also keine Rede sein und die Sorge, es könnten zwei divergente Riten nebeneinander bestehen, erweist sich insofern als unbegründet.

Es gab und gibt immer nur die e i n e Heilige Messe und es wäre zu wünschen, dass diese Tatsache die „Lager“ nicht nur miteinander versöhnt, sondern sie miteinander existieren lässt.

Mit den Begriff der „Lager“ aber wird zugleich sichtbar, worum es seit dem Ende des Zweiten Vaticanums geht: Die Feier der Heiligen Messe nach dem Missale Pius V. bzw. nach dem neuen Missale Pauls VI. ist zum Politikum verkommen.

Dass „Traditionis custodes“ hier einen endgültigen Schlusspunkt gesetzt hat, ist unter Berücksichtigung der Kirchengeschichte allerdings wohl nicht anzunehmen und die weitere Entwicklung wird interessant zu beobachten sein. Dies vor allem in einer Zeit, in welcher die Kirchen im Allgemeinen immer leerer werden, wogegen die Besucher der „alten“ Messe beständig zunehmen.

Während der Glaube in der Kirche selbst schwindet – dies zeigt erschreckend der sogenannte „Synodale Weg“ in Deutschland –,muss man kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass die „alte“ Liturgie zum Sammlungspunkt all derer werden wird, die am Glauben der Kirche im Wortsinne „felsenfest“ festhalten.

Dass sich all jene von „Traditionis custodes“ nun umso bitterer enttäuscht zeigen, ist mehr als bedauerlich. Bedauerlich ist auch, dass ihr Anliegen von vielen ungehört bleibt. Dieses Anliegen gilt nicht allein der Messe Pius' V., sondern es gilt der Begegnung mit dem Heiligen schlechthin.

In vielen Messen, wie wir sie im Alltag oder auch im Fernsehen erleben, ist der Blick auf das Heilige häufig durch äußeren Aktionismus und manch Geplapper außerhalb der liturgischen Texte verstellt.

Wie könnte man Gott aber anders begegnen als in der Stille, etwa in der „Kanonstille“ der „alte“ Messe, in der sich der Einzelne von Gott ergreifen und berühren lassen kann! All jenen, die sich durch „Traditionis custodes“ enttäuscht zeigen, möge die Bulle „Quo primum“ so zum Trost gereichen:

Die Feier der Messe nach dem Missale Pius V. kann nie aufgehoben werden, dafür hat Pius – und der Heilige Geist selbst – gesorgt. Insofern ist sie in der Tat „die Messe aller Zeiten“, deren Renaissance im Rahmen der Erneuerung der Kirche ganz sicher nicht ausbleiben wird.

Der Autor Dr. Joachim Heimerl ist Priester der Erzdiözese Wien und Oberstudienrat.
Archivfoto Heimerl (c) Privat


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Lesermeinungen

 Waldi 16. November 2021 
 

In den meisten Diözesen empfinden die Gläubigen

den novus ordo nur noch als Kinderhgarten für Erwachsene, in dem sie sich peinlich frendschämen. Wie oft habe ich das schon in vielen Pfarrgemeinden erlebt und wäre am liebsten davon gelaufen.


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 Chris2 15. November 2021 
 

Angenommen, Gott ist der Herr der Kirche

(immer mehr Katholiken sehen das ja bekanntlich anders): Kann es dann sein, dass jene Form der Hl. Messe der Kirche, die 1900 Jahre lang organisch gewachsen ist und all diese Zeit den Kern des Glaubenslebens bildete, plötzlich quasi für "häretisch" und sogar für verboten erklärt werden kann? Das wäre absurd und stellt entweder die Kirche an sich in Frage - oder diejenigen, die diese Liturgie aufs verbissenste bekämpfen...


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 hape 15. November 2021 

@Dr Feingold

Nö.


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 claude 15. November 2021 
 

@Dr Feingold

auch Sie sollten sich die Ausführungen des Hl. Paptses Pius V. einmal näher ansehen.
Der heute sog. usus antiquior KANN nicht außer Kraft gesetzt werden - steht unter Anathema.

Sollte es der aktuelle Papst dennoch versuchen, wird er einen deutlichen Aderlass spüren. Die Katholiken, die die "Alte Messe" besuchen, werden ganz sicher nicht einfach auf NOM umschwenken.

Ich habe in meinem Leben schon viele Kirchen besucht, nirgendwo wird der Glaube so getreu gelebt als in Gemeinden mit der originalen Messe Pius V. un auch ich werde sicher nicht in so einen Hopse-Tanze-Trallala Novus Ordo gehen.


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 Dr Feingold 15. November 2021 
 

historische Tatsache ist

es ging keiner der beiden Seiten um eine Koexistenz

die Verteidiger der alten Liturgie der ersten Stunde
sahen in der Liturgiereform nur das Sichtbarste Zeichen der Irrtümer des II Vatikanums
schon 1988 n zeigte sich daß die Idee den Konflikt mit der Erlaubnis der alten Messe zu lösen
nicht funktioniert es verließ eine Minderheit Mgr Lefebvre und 2012 zeigte sich die Differenzen sind nicht zu bereinigen
Papst Franziskus zieht daraus jetzt einfach die Konsequenz es muß der Zweck von 1988 endlich erfüllt werden die Liturgiereform ist für alle verpflichtend die alte Messse ist die Ausnahme aber nicht auf Dauer am Schluß muß klar sein der römische Ritus ist die Liturgiereform der Siebziger Jahre
er verwirft die Konstruktion von Benedikt XVI so wie 1984 Johannes Paul II die Konstruktion Paul VI verworfen hat
also eine Koexistenz liegt nicht in der Institution der Kirche (wenn der aktuelle Papst das ordentliche Lehramt ausübt)


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 anjali 15. November 2021 
 

Papst Pius V

Kennt Papst Franziskus diesen Text von Papst Pius V eigentlich? Es scheint nicht so zu sein....


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 Corinquietum 15. November 2021 
 

Mit der wichtigste Satz:

"in vielen Messen, wie wir sie im Alltag oder auch Fernsehen erleben,ist der Blick auf das Heilige häufig durch äußeren Aktionismus und manch Geplapper außerhalb der liturgischen Texte verstellt."


bene loquasti! Confrater


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