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„Wer kann sich eine Gesinnungsänderung bei Bischof Bätzing und seinen Gefolgsleuten noch vorstellen?

15. November 2022 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
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„Wenn der im Schreiben von Papst Franziskus an das „Pilgernde Volk in Deutschland“ geforderte Primat der Evangelisierung… vom Synodalen Prozess missachtet wird?“ Gastbeitrag von Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken


Bonn (kath.net) Am Anfang steht der Geist. Nicht der Heilige Geist, sondern die Thesen des Theologen Magnus Striet. Professor Karl-Heinz Menke hat sie unter die Lupe genommen:

„Die Wurzel der Spaltung“ ist für Striet laut Menke „die Abschottung angeblich verbindlicher Wahrheit gegen die Ergebnisse der historischen und empirischen Wissenschaften und gegen den argumentativen Diskurs einer demokratisch-organisierten Gesellschaft“. Striet sei überzeugt: „Solange das Lehramt den Anspruch erhebt, bestimmte Entscheidungen als unfehlbar und irreversibel zu bezeichnen, ist die katholische Kirche noch immer nicht in der Moderne angekommen“.

„Katholizismus im Umbruch“ wollen die Papiere des „Synodalen Prozesses“. Sie verwenden den „libertarischen Freiheitsbegriff“. Er bestimmt seine Inhalte selbst. Das sei, so Striet, kein Relativismus „denn wer frei sein will, gewährt auch jedem anderen die Freiheit, die er von ihm erwartet“. Das wird aber von „keiner Instanz, wie Natur, heilige Schrift oder Lehramt bestimmt“, sondern es handelt sich laut Striet um Argumente, „die eine demokratisch ermittelte Mehrheit überzeugen … Dogmen und Normen sind historisch bedingt und also revidierbar, das konfessionelle Zeitalter ist zu Ende“. Dieser libertarische Freiheitsbegriff hat, lt. Menke „viele Theologen, kirchlich bezahlte Funktionsträger und nicht zuletzt die deutschen Bischöfe eingefangen, die päpstliche Weisungen und Verlautbarungen in Frage stellen oder praktisch unterlaufen … aber die katholische Kirche ist keine Demokratie, ihr Fundament ist Jesus Christus“, so der Artikel „Der theologische Graben der Reformdebatte“ in Vatican Magazin, Juni 2022.

Bischof Voderholzer sagt: „Menke hat … zurecht darauf hingewiesen, dass sich in der theologischen Landschaft Deutschlands zwei Richtungen mehr und mehr unversöhnt gegenüberstehen,“ das „libertarische Freiheits- und das kompatibilistische (kompatibel-vereinbar) Freiheits- und Wahrheitsverständnis. Der kompatibilistische Ansatz geht davon aus, dass der menschlichen Vernunft eine Wirklichkeit, und im Falle des christlichen Glaubens, eine göttliche Offenbarung gegenübersteht, der zu entsprechen, der zu antworten die menschliche Freiheit nicht aufhebt, sondern erst zu sich bringt“ …

Voderholzer weiter: „Die Vertreter der kompatibilistischen Richtung waren von Anfang an in den Foren (des Synodalen Prozesses) in der verschwindenden Minderheit. Es war höchstens möglich, noch kosmetische Verbesserungen einzutragen, aber die Grundrichtung stand fest“, so Die Tagespost, (22.9.22, S. 9). Bischof Voderholzer sieht das besondere theologische Problem darin, dass „Die ersten Bezugsgrößen für die Erschließung des Glaubens – heilige Schrift und Apostolische Tradition – nicht zu ersetzen sind durch die »Zeichen der Zeit« und durch eine »Lebenswirklichkeit«, um Lehrentwicklung bzw. sogar Brüche zu begründen“. Voderholzer: … „viel grundlegender ist folgendes Problem: das unterschiedliche Wahrheitsverständnis. Wenn man sich nicht auf dieser Ebene verständigt, wird man kein vernünftiges theologisches Gespräch mehr zustande bringen“ (Die Tagespost, 6.10.22, S. 12).

Wer kann sich eine Gesinnungsänderung bei Bischof Bätzing und seinen Gefolgsleuten noch vorstellen?

-    Wenn der im Schreiben von Papst Franziskus an das „Pilgernde Volk in Deutschland“ geforderte Primat der Evangelisierung, der sensus ecclesiasticus und die Einheit mit der universalen Kirche, vom „Synodalen Prozess“ missachtet wird?

- Wenn die Einwände von Bischöfen aus Polen, Skandinavien, USA, Kanada, Australien, Japan und weiteren asiatischen Ländern als inkompetent weggeschoben werden?

- Wenn das Schreiben des Hl. Stuhls: „Der Synodale Weg in Deutschland ist nicht befugt, die Bischöfe und die Gläubigen zur Annahme neuer Formen der Leitung und neuer Ausrichtung der Lehre und Moral zu verpflichten“ ignoriert wird und bereits die Synodalräte für die Diözesen vorbereitet werden?

- Wenn die Synodenmehrheit die endgültige Lehre, dass „die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“, nicht akzeptiert und die Endgültigkeit dieser Lehre bestritten wird?
- Wenn das Grußwort des Apostolischen Nuntius zur Herbstversammlung 2022 der Bischöfe, das den Inhalt einer Synode und die Gefahren, die durch Parlamentarismus, medialen Druck, sowie durch namentliche Abstimmung davon ausgehen, klarlegt und die Mehrheit der Bischöfe das nicht zum Thema macht?

- Wenn die Synodenmehrheit ein „Wahrheits- und Freiheitsverständnis“ zeigt, das einer Diktatur des Relativismus gleicht. Dann werden wir George Weigel zustimmen müssen, „Was sich in Deutschland abspielt, ist weniger ein »Schisma« als ein Glaubensabfall: Eine Weigerung an die Autorität und bindende Kraft der göttlichen Offenbarung zu glauben … Der einzige »Fortschritt«, den dieser Glaubensabfall ermöglicht, ist jedoch der Fortschritt in Richtung kirchliches Nichts“ – so die Tagespost vom 6.10.2022 auf S. 17.

Auf die Frage von Regina Einig: „Im November reisen Sie zum Adlimina-Besuch nach Rom … was erwarten Sie?“ Voderholzer: „Die Frage wird sein, wie Rom sich zu den Inhalten verhält. Der Papst selbst hat sich mehrfach eindeutig zu den Inhalten geäußert. In seinem Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland hat er … die Punkte »Primat der Evangelisierung«, »sensus ecclesiae« und »Einheit mit der universalen Kirche« unterstrichen … der Nuntius in Deutschland (hat) in seinem Grußwort (zur Herbstkonferenz der Bischöfe 2022) wesentliche Punkte bzgl. der Frage, was Synodalität gefährdet, benannt: Methoden des Parlamentarismus, medialer öffentlicher Druck, namentliche Abstimmungen“ (Die Tagespost, 6.10.22, S. 12).

Clemens Neck berichtet nach drei Tagen „Synodaler Weg“ in Frankfurt: „Zur Endgültigkeitsprüfungsbitte an Rom, wurde der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing in der Abschlusspressekonferenz befragt. Werde er die Frage der Frauenordination als endgültig entschieden betrachten, wenn eine entsprechende römische Antwort vorliege? Der Bischof schüttelte mit nachdenklicher Miene den Kopf. Nein, das könne er nicht, antwortete er. Denn dem Wirken des Heiligen Geistes dürfe man keine Grenzen setzen“.

Bischof Georg Bätzing akzeptiert demnach nicht mehr eine endgültige Entscheidung zu einer endgültigen Lehre der Kirche.

Prof. em. Dr. Hubert Gindert ist der Erste Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken


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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 16. November 2022 
 

Im Link ein weiterer moralischer Tiefpunkt auf der von der DBK finanzierten

Seite "katholisch".de; jetzt wird auch noch der

objektiv schwer sündhafte Konsum von Pornographie

mit den subjektiven "Lebensumständen" gerecht-

fertigt.

So tief kann man sinken, wenn man die bereits

1957 vom Vatikan verurteilte sogenannte

"Situationsethik" praktiziert, die aber durch

und durch unkatholisch ist!

Die ganze Website ist ein Spiegelbild der

pseudokatolischen Menschenmachwerkkirche

unter der Verantwortung der Mehrheit der

deutschen Bischöfe, welche bekanntlich

bereits mit der Königsteiner Erklärung 1968

die falsche "Situationsethik" propagierten -

ohne vom Vatikan dafür sanktioniert zu werden....!

www.katholisch.de/artikel/41904-psychologe-ueber-porno-konsum-auch-priester-haben-sexuelle-wuensche


4
 
 Adamo 15. November 2022 
 

@SalvatoreMio, Der Theologe Striet Freiburg,

ich kann überhaupt nicht verstehen, dass der Erzbischof Burger, Freiburg, diesen abtrünnigen Theologen noch weiterhin gestattet den Priesterkandidaten Vorlesungen abzuhalten.

Ein mir bekannter ehemaliger Theologiestudent, der jetzt Priester ist, hat sich bei seiner sehr religiösen Mutter darüber beklagt, was er für eine unmögliche Theologie lernen muß.


5
 
 gebsy 15. November 2022 

Logische Früchte

von Jahrzehnten des Ungehorsams.
Wecken wir tiefes Mitleid, um für die Verirrten von Herzen beten zu können.
Der Widersacher freut sich am meisten, wenn PARTEIUNGEN unüberwindliche Gräben aufreißen ...

www.segenskreis.at/index.php/vortraege/132-prof-dr-helmut-renner


3
 
 Adamo 15. November 2022 
 

Wer kann sich eine Gesinnungsänderung

von Bischof Bätzing und seiner Gefolgsleute noch vorstellen?
NIEMAND!

Es sei denn, Gott wirkt ein Wunder.


4
 
 SalvatoreMio 15. November 2022 
 

Zudammengefasst muss ich daraus schließen:

nicht nur Theologe Striet sondern der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz und mit ihm die große Mehrheit der Bischöfe sowie der vielen anderen Synodalen hat den Boden des kath. Glaubens und der Kirche verlassen. Und den Worten von Bischof Bätzing kann ich nur entnehmen, dass er sich selbst über die Weisheit des Hl. Geistes stellt.


6
 
 Mariat 15. November 2022 

"Tut, was ER euch sagt;" sagte die Gottesmutter zu den Jüngern, somit auch zu uns!

Auch Gott Vater sagte: "Auf IHN sollt ihr hören"!

Sehr geehrter @Herr Fleischer, wenn Papst Franziskus vor laufenden Kameras sich so zu Gott bekennen würde, sein Weiheversprechen erneuern würde - und ebenso alle geweihten Kleriker, dann wäre alles VOLLKOMMEN.
Vielleicht geschieht es ja. Wenn wir beten, bitten, durch Jesus Christus, sollten wir es ja tun, als wäre es schon geschehen.
Gelobt sei Jesus Christus.


5
 
 SalvatoreMio 15. November 2022 
 

Der perfekte Vorschlag!

@Lieber Stefan Fleischer! Offen gestanden - in vollem Ernst und ohne Spott: Papst Franziskus hätte Sie als Berater einladen sollen! Danke sehr! - Wir beten weiter!


5
 
 Stefan Fleischer 15. November 2022 

Vielleicht sollte unser Heiliger Vater einfach

von unseren Bischöfen je einzeln, öffentlich, vor Gott, vor ihm und vor der ganzen Kirche (vor laufenden Kameras) die Erneuerung seines Weiheversprechens verlangen, natürlich nachdem er ihnen zuerst erklärt hat, was dieser Text kokret fordert und was nicht.


7
 
 girsberg74 15. November 2022 
 

Die Frage von Hubert Gindert ist gestellt,

meine Frage wie er anderenfalls ohne zu großen Schaden kirchlich entsorgt werden kann.


4
 

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