Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  2. ADIOS!
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  6. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  11. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  12. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck
  15. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen

Slowakischer Metropolit warnt vor Friedenskompromiss mit Moskau

24. Februar 2024 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Griechisch-katholischer Erzbischof von Presov, Maxim: "Die Russen würden sich noch mehr eingraben, ihre Bestände auffüllen und in zwei oder drei Jahren wären sie in Lemberg".


Bratislava/Presov (kath.net/ KAP)
Keine Illusion hinsichtlich eines möglichen Friedensschlusses zwischen Russland und der Ukraine macht sich das neue Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei. "Die Russen würden sich noch mehr eingraben, ihre Bestände auffüllen und in zwei oder drei Jahren wären sie in Lemberg", lehnte der Erzbischof von Presov, Metropolit Jonas Maxim (49), in einem aktuellen Interview für das Internetportal "Postoj.sk" einen diesbezüglichen Kompromiss ab. Würden die Grenzen der Ukraine in Frage gestellt, werde die "gesamte Konzeption Nachkriegseuropas und die Demokratie als solche brüchig", warnte Maxim. Der gebürtige Slowake lebte in den vergangenen 20 Jahren im Studitenkloster Univ bei Lemberg (Lviv), bevor ihn Papst Franziskus im Oktober zum neuen Erzbischof von Presov ernannte.
In dem ausführlichen Interview schilderte Maxim auch seinen Erfahrungen aus der Zeit seit Kriegsbeginn, darunter auch mit den ukrainischen Binnenflüchtlingen. 99 Prozent von ihnen seien auf dem Papier orthodox, konnten aber weder das Vaterunser beten noch hätten sie je die Heilige Schrift gelesen; über die griechisch-katholische Kirche hätten sie nur verzeichnete Vorstellungen. Die Menschen seien aber von selbst in die Kirche gekommen und hätten begonnen, "ihr Leben zu ordnen". Man habe Ehen geschlossen und Kinder getauft und fast alle hätten "gebeichtet und kommuniziert", so der griechisch-katholische Geistliche. Dass ihnen die Sakramente nicht von orthodoxen Priestern gespendet wurden, habe die Menschen dabei nicht gestört. Sie hätten erkannt, "dass sie an einen Ort gelangt sind, wo tief gläubige Menschen sind und Gott gegenwärtig ist".


Auch über seinen Wechsel von Lemberg nach Presov sprach der 27. Jänner zum Bischof Geweihte Maxim mit "postoj". Seine Ernennung zum Bischof habe ihn insofern nicht überrascht, als auch seine beiden Vorgänger als Abt des Studitenklosters Univ Bischöfe geworden seien. Allerdings habe er erwartet, dass der Vatikan seine Funktionsperiode als Igumen (Abt) respektieren würde, doch habe der "Heilige Vater anders entschieden". In der Slowakei müsse er erst wieder Fuß fassen und herausfinden, "wo die Tretminen verborgen sind", so Maxim wörtlich.
Mit seinem Vorgänger in Presov, dem emeritierten Erzbischof Jan Babjak, pflege er in gutes Verhältnis wie auch mit den anderen griechisch-katholischen Bischöfen in der Slowakei. Angesprochen auf die Versetzung von Priestern, deren autoritäre Behandlung zur Abberufung Babjaks beigetragen haben soll, unterstrich Maxim die Rolle der Priesterfrauen für ein gutes Klima in den Gemeinden. Ohne sie wären "viele Priester in den Fünfziger- und Sechzigerjahren, als die Kirche total verboten war, nicht zurechtgekommen".

Für Aufsehen sorgte Maxim auch am vergangenen Wochenende mit einer besonderen Geste. In einer umfassenden Vergebungsbitte forderte er Bischöfe, Priester, deren Familien und alle Gläubigen auf, einander zu verzeihen. Laut Berichten unterbrach der Erzbischof von Presov seine Sonntagspredigt, warf sich auf den roten Teppich im Mittelgang der Kirche und küsste die Erde. Der Kirchenrechtler Jan Duda (64) erklärte in einem Kommentar, eine derartige Geste sei ihm "in der Slowakei noch nie untergekommen".

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. ADIOS!
  8. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  9. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  12. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  13. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  14. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz