Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  3. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  4. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  5. Waffen können Frieden schaffen und viele Menschenleben retten!
  6. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  7. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  8. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  9. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  10. Großes Interesse an Taylor Swift-Gottesdienst in Heidelberg
  11. Deutsche Bischofskonferenz nimmt Bericht zur reproduktiven Selbstbestimmung „mit großer Sorge“ wahr
  12. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  13. Mehrheit der Deutschen fürchtet Islamisierung Europas
  14. Meloni: Leihmutterschaft ist ,unmenschliche Praxis‘
  15. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'

Slowakischer Metropolit warnt vor Friedenskompromiss mit Moskau

24. Februar 2024 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Griechisch-katholischer Erzbischof von Presov, Maxim: "Die Russen würden sich noch mehr eingraben, ihre Bestände auffüllen und in zwei oder drei Jahren wären sie in Lemberg".


Bratislava/Presov (kath.net/ KAP)
Keine Illusion hinsichtlich eines möglichen Friedensschlusses zwischen Russland und der Ukraine macht sich das neue Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei. "Die Russen würden sich noch mehr eingraben, ihre Bestände auffüllen und in zwei oder drei Jahren wären sie in Lemberg", lehnte der Erzbischof von Presov, Metropolit Jonas Maxim (49), in einem aktuellen Interview für das Internetportal "Postoj.sk" einen diesbezüglichen Kompromiss ab. Würden die Grenzen der Ukraine in Frage gestellt, werde die "gesamte Konzeption Nachkriegseuropas und die Demokratie als solche brüchig", warnte Maxim. Der gebürtige Slowake lebte in den vergangenen 20 Jahren im Studitenkloster Univ bei Lemberg (Lviv), bevor ihn Papst Franziskus im Oktober zum neuen Erzbischof von Presov ernannte.
In dem ausführlichen Interview schilderte Maxim auch seinen Erfahrungen aus der Zeit seit Kriegsbeginn, darunter auch mit den ukrainischen Binnenflüchtlingen. 99 Prozent von ihnen seien auf dem Papier orthodox, konnten aber weder das Vaterunser beten noch hätten sie je die Heilige Schrift gelesen; über die griechisch-katholische Kirche hätten sie nur verzeichnete Vorstellungen. Die Menschen seien aber von selbst in die Kirche gekommen und hätten begonnen, "ihr Leben zu ordnen". Man habe Ehen geschlossen und Kinder getauft und fast alle hätten "gebeichtet und kommuniziert", so der griechisch-katholische Geistliche. Dass ihnen die Sakramente nicht von orthodoxen Priestern gespendet wurden, habe die Menschen dabei nicht gestört. Sie hätten erkannt, "dass sie an einen Ort gelangt sind, wo tief gläubige Menschen sind und Gott gegenwärtig ist".


Auch über seinen Wechsel von Lemberg nach Presov sprach der 27. Jänner zum Bischof Geweihte Maxim mit "postoj". Seine Ernennung zum Bischof habe ihn insofern nicht überrascht, als auch seine beiden Vorgänger als Abt des Studitenklosters Univ Bischöfe geworden seien. Allerdings habe er erwartet, dass der Vatikan seine Funktionsperiode als Igumen (Abt) respektieren würde, doch habe der "Heilige Vater anders entschieden". In der Slowakei müsse er erst wieder Fuß fassen und herausfinden, "wo die Tretminen verborgen sind", so Maxim wörtlich.
Mit seinem Vorgänger in Presov, dem emeritierten Erzbischof Jan Babjak, pflege er in gutes Verhältnis wie auch mit den anderen griechisch-katholischen Bischöfen in der Slowakei. Angesprochen auf die Versetzung von Priestern, deren autoritäre Behandlung zur Abberufung Babjaks beigetragen haben soll, unterstrich Maxim die Rolle der Priesterfrauen für ein gutes Klima in den Gemeinden. Ohne sie wären "viele Priester in den Fünfziger- und Sechzigerjahren, als die Kirche total verboten war, nicht zurechtgekommen".

Für Aufsehen sorgte Maxim auch am vergangenen Wochenende mit einer besonderen Geste. In einer umfassenden Vergebungsbitte forderte er Bischöfe, Priester, deren Familien und alle Gläubigen auf, einander zu verzeihen. Laut Berichten unterbrach der Erzbischof von Presov seine Sonntagspredigt, warf sich auf den roten Teppich im Mittelgang der Kirche und küsste die Erde. Der Kirchenrechtler Jan Duda (64) erklärte in einem Kommentar, eine derartige Geste sei ihm "in der Slowakei noch nie untergekommen".

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hängematte 26. Februar 2024 
 

Auch in der orthodoxen Kirche sind der Großteil Taufscheinchristen..............

"99 Prozent von ihnen seien auf dem Papier orthodox, konnten aber weder das Vaterunser beten noch hätten sie je die Heilige Schrift gelesen; über die griechisch-katholische Kirche hätten sie nur verzeichnete Vorstellungen."


1
 
 golden 24. Februar 2024 
 

Lemberg, eine enorm wichtige Stadt

in religiöser Hinsicht und auch, was Nationalitätenvielfalt in der Vergangenheit betraf.Geopolitisch liegt Lemberg, wo diwe Stadt immer lag: zwischen allen Stühlen/Fronten !


1
 
 canis.lupus 24. Februar 2024 
 

wie Recht der slowakische Metropolit hat! Manche Gruppen (hier eine ganze Regierung wollen einfach keinen Kompromiss) und sollten sie sich doch auf einen einlassen, dann nur aus dem Grund, um ihn kurze Zeit später zu unterlaufen!


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  3. Kardinal Müller: "Sie sind wie die SA!"
  4. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  5. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'
  6. Heiligenkreuz: Gänswein und Koch für Wiederentdeckung des Priestertums
  7. Schweiz: Bischof Bonnemain bei Beerdigung von Bischof Huonder
  8. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  9. Eine kleine Nachbetrachtung zu einer Konferenz in Brüssel
  10. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  11. Der Teufel sitzt im Detail
  12. Ablehnung von Fiducia supplicans: Afrikas Bischöfe haben ‚für die ganze Kirche’ gesprochen
  13. Frankreich: „Inzwischen bedeutet Katholizismus, seinen Glauben erklären zu können“
  14. Das Mediennetzwerk Pontifex, gegründet 2005 als "Generation Benedikt", beendet seine Tätigkeit
  15. ,Mach dir keine Sorgen, Mama – Gott wird mich heilen!‘

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz