Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen

Zagreber Erzbischof mahnt zur Besinnung auf christliche Werte

2. Juni 2024 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Kutlesa sieht Werte wie Familie, Glaube und Heimat bedroht - Auch Regierungschef Plenkovic bei Gottesdienst zu Fronleichnamsfest, das heuer mit dem kroatischen Nationalfeiertag zusammenfiel.


Zagreb (kath.net/ KAP)
Zur Besinnung auf christliche Werte als Grundlage der Identität hat der Zagreber Erzbischof Drazen Kutlesa am kroatischen Nationalfeiertag aufgerufen, der heuer mit dem Fronleichnamsfest zusammenfiel. Familie, Glaube und Heimat stünden laut Europäischer Wertestudie in der kroatischen Gesellschaft "trotz zahlreichen Veränderungen" hoch auf der Werteskala, sagte Kutlesa bei der Festmesse am Donnerstag (30. Mai) in der St.-Markus-Kirche in der Altstadt von Zagreb. Im Beisein des Vatikan-Botschafters in Kroatien, Nuntius Erzbischof Giorgio Lingua, machte der Erzbischof deutlich, dass er diese Werte in Kroatien und ganz Europa bedroht sieht. Unter den Gläubigen bei der Feier waren auch Regierungschef Andrej Plenkovic und Parlamentspräsident Gordan Jandrokovic.
In Kroatien wird am 30. Mai der Nationalfeiertag (kroatisch "Dan drzavnosti", Tag der Staatlichkeit) gefeiert. Er erinnert an den Tag im Jahr 1990, an dem das erste demokratisch gewählte kroatische Zweikammern-Parlament, der Sabor, zusammengetreten war, womit damals der Loslösungsprozess vom jugoslawischen Zentralstaat begann. Die vollständige staatliche Unabhängigkeit Kroatiens wurde am 18. November beschlossen und wird jedes Jahr mit dem Unabhängigkeitstag gefeiert.
In seiner Predigt zog Kutlesa Parallelen zwischen Fronleichnam und dem Verständnis der Nation, indem er beides als einen Ausdruck der Freiheit darstellte. Fronleichnam erinnere daran "wovon die Kirche lebt, an das Pessach-Mysterium, das den Übergang aus der Versklavung durch die Sünde in die Freiheit und Ehre der Kinder Gottes darstellt, an die dauerhafte persönliche Anwesenheit Christi unter uns", erklärte der Erzbischof. "Der Tag der Staatlichkeit erinnert uns gleichzeitig an eine andere Freiheit, die wir erlangt haben und die uns verpflichtet", sagte Kutlesa laut kroatischer katholischer Nachrichtenagentur IKA.


"Hinsichtlich des Glaubens an Gott, und noch mehr der Treue zur Katholischen Kirche, fanden wir uns unausweichlich unter dem Einfluss der negativen europäischen Trends. Es wird nicht mehr darüber diskutiert, noch wundert man sich darüber, dass Einzelne und Völker in Europa auf ihre christlichen Wurzeln verzichten, dass die europäische Kultur zunehmend an innerer Frische und Dynamik verliert. Es ist weniger sichtbar und dennoch ist es immer offensichtlicher, dass uns dies nichts Gutes bringt", mahnte der Zagreber Erzbischof.
Konkret geht es dabei laut Kutlesa vor allem um die Achtung der Familie und des ungeborenen Lebens sowie um demografische Herausforderungen, da Kroatien sich schon seit Jahren mit einer sinkenden Einwohnerzahl auseinandersetzen muss. "Die Gleichheit in der katholischen Tradition beruht auf der Würde des Menschen, die jedem Mann und jeder Frau eigen ist, und nicht auf der Aufhebung der Unterschiede", betonte er.
Gerade in einer globalisierten Welt müsse "die christliche Hoffnung stark aufleuchten", forderte Kutlesa. Die Christen rief er auf, "ihr Leben im Einklang mit christlichen Grundsätzen zu gestalten", einschließlich des Einsatzes für Frieden, der Sorge um die Schwachen und die Umwelt. "Es ist unmöglich, eine Verhaltensänderung des Einzelnen zu erwarten ohne die Änderung seines Inneren", betonte der Erzbischof.
Schon am Freitag gibt es in Zagreb ein weiteres Fest - diesmal zu Ehren der Muttergottes vom Steintor, der Schutzpatronin der kroatischen Hauptstadt. Zu diesem Anlas kommt der Außenbeauftragte des Heiligen Stuhls, Erzbischof Paul Richard Gallagher, zu einem mehrtägigen Besuch in die kroatische Hauptstadt. Neben der Teilnahme an den Feierlichkeiten wird Gallagher unter anderem Kroatiens Außenminister Gordan Grlic-Radman treffen und die Katholische Universität Kroatien besuchen. Bereits am Dienstag hatte der Kurienerzbischof im Päpstlichen Kroatischen Kollegium des Heiligen Hieronymus in Rom einen Gottesdienst zum kroatischen Nationalfeiertag (30. Mai) zelebriert.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  15. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz