Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Christbaum für Petersplatz: Proteste gegen Fällung uralter Tanne - "Anachronistisches Massaker"

16. November 2024 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan-Christbaum soll heuer aus Provinz Trentino kommen - Initiative kritisiert Abholzung von 30 Meter hohem Baum als "nutzloses, anachronistisches Massaker" - Örtlicher Bürgermeister hat für Protest kein Verständnis=


Rom (kath.net/KAP) Ärger um den Christbaum für den Petersplatz: Bewohner von Val di Ledro in der Provinz Trentino im Norden Italiens protestieren gegen die Abholzung einer 30 Meter hohen und 200 Jahre alten Tanne als Christbaum für den Papst. Bei einer Petition auf Change.org wurden 50.000 Unterschriften gesammelt, wie die Zeitung "Il Messaggero" am Dienstag berichtete. Der Papst müsse dieses "nutzlose, anachronistische Massaker stoppen", hieß es auch unter Verweis auf die Umwelt- und Sozial-Enzyklika "Laudato si" (2015) von Franziskus.

Der majestätische Baum wurde demnach in den Wäldern am Passo Nota nahe dem Gardasee auf einer Höhe von 1.200 Metern gefunden. "Es macht keinen Sinn, über Schäden durch den Klimawandel zu sprechen, wenn wir dann solche Bräuche aufrechterhalten, die den Tod einer jahrhundertealten Tanne fordern, ein Symbol für die anderen Millionen von Bäumen, die jedes Jahr in Italien und auf der ganzen Welt für ein Fest gefällt werden, für das der Baum nicht einmal das Symbol ist", so die protestierenden Gruppen. Es wäre schön, den Baum geschmückt zu sehen, "aber dort, wo er steht - ohne ihn zu fällen".


Zudem könnten die Kosten von 60.000 Euro an öffentlichen Mitteln für Lieferung und Transport des Baumes besser für wichtige Gesundheits- oder Verkehrsmaßnahmen des 5.000-Einwohnerortes Ledro ausgegeben werden, hieß es. Für den Petersplatz schlagen sie die Kreation eines dauerhaften künstlerischen Baums aus Holz vor, das von Bäumen stammt, die aufgrund des Klimawandels umgestürzt seien.

Kein Verständnis beim Bürgermeister

Kein Verständnis für den Protest hat der Bürgermeister von Ledro, Renato Girardi. Man schlage in der Region jährlich mehr als 5.000 Kubikmeter Holz, "das ist Teil unserer Wirtschaft", zitierten ihn italienische Medien. Girardi verwies zudem auf die nachhaltige Waldbewirtschaftung, die vor Ort praktiziert werde. Die meisten Menschen, die den Protest unterstützen, würden gar nicht aus Val di Ledro stammen, so der Bürgermeister. 600 Menschen aus dem Dorf wollten zur Segnung des Baums nach Rom reisen. "Jeder hier ist glücklich."

Jedes Jahr erhält der Papst für die Krippe auf dem Petersplatz einen besonders schönen Baum. Er stammt aus verschiedenen europäischen Wäldern, Ländern wie Kroatien, Polen, Deutschland, Frankreich, Slowenien oder italienischen Regionen. Ein Christbaum aus Österreich stand das letzte Mal 2008 auf dem Petersplatz. Der geschmückte Christbaum und die riesige Krippe sind in der Weihnachtszeit Ziel von Besuchern aus aller Welt. Der Baum wird per Spezialtransporter zum Petersplatz gebracht, wo ihn die Vatikanische Feuerwehr aufbaut und für die feierliche Beleuchtungszeremonie vorbereitet.

Im vergangenen Jahr stammte der Baum aus dem oberen Maira-Tal im Piemont. Nach den Feiertagen sei er einem Unternehmen übergeben worden, das ihn zu Kinderspielzeug verarbeitet, welches wiederum von der Caritas verteilt werden sollte.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto: Weihnachtsbaum 2023 auf dem Petersplatz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz