Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  8. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Lebensschützer über Trump: Gemischte Bilanz nach dem ersten Jahr der zweiten Amtszeit

30. Jänner 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Während seiner ersten Amtszeit habe der US-Präsident eine konsequente Lebensschutzpolitik verfolgt. Mittlerweile habe er aber einige Positionen geändert, kritisieren Vertreter von Lebensschutzbewegungen.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/jg)
US-Präsident Donald Trump ist seit einem Jahr im Amt. Lebensschützer haben dies zum Anlass genommen, seine bisherige Politik zu bewerten. Die Urteile fallen gemischt aus. Während es in einigen Bereichen Fortschritte gebe, lassen die Maßnahmen in anderen Bereichen aus ihrer Sicht zu wünschen übrig, sagen Vertreter von Lebensschutzorganisationen.

Kelsey Pritchard, Sprecherin der Lebensschutzorganisation Susan B. Anthony Pro-Life America, sagte gegenüber EWTN, dass es zu Beginn der Amtszeit Maßnahmen für den Lebensschutz gegeben habe. Im wichtigsten Bereich habe sich aber nichts getan, nämlich hinsichtlich der Abtreibungspillen. Mehr als 60 Prozent der Abtreibungen in den USA werden mit Abtreibungspillen durchgeführt. Kelsey erinnerte daran, dass die Lebensmittel- und Medikamentenbehörde Food & Drug Administration (FDA) im Oktober 2025 eine generische Abtreibungspille zugelassen habe. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, es habe sich um eine Formalität gehandelt, bei der sie nicht anders hätte entscheiden können. Kritiker meinen hingegen, die Zulassung hätte verweigert werden können – und sollen.


Joseph Meaney vom National Catholic Bioethics Center spricht von einem weit verbreiteten Gefühl, dass Trump in seiner zweiten Amtszeit Themen, die der Lebensschutzbewegung wichtig sind, keine hohe Priorität einräumt. Dennoch sei anzuerkennen, dass die Regierung Trump viele Pro-Abtreibungsmaßnahmen der Regierung Biden wieder aufgehoben habe und die Regierung keine Forschung mit Geweben aus abgetriebenen Föten finanziert, sagt Meaney.

Die schärfste Kritik kommt von Peter Laffin, Herausgeber des Washington Examiner. Er nannte die Regierung Trump-Vance die „lebensfeindlichste Republikanische Regierung der Geschichte“.

Eine positivere Einschätzung kommt von Kristan Hawkins, der Präsidentin von Students for Life. Sie habe viele Anrufe von Medien bekommen, die ständig darüber berichten, wie enttäuscht die Lebensschutzbewegung von der Regierung Trump sei. Ihr Ziel sei es, die Lebensschützer, die ein wichtiger Block an Wählern sei, vor den Wahlen 2026 zu entmutigen. 

Tatsächlich habe es „enorme Fortschritte“ für den Lebensschutz gegeben. Als Beispiel führt sie an, dass Planned Parenthood Mittel gestrichen worden seien. Ein wichtiges Anliegen sei jetzt das Verbot des Versands von Abtreibungspillen. 

Lila Rose, Gründerin von LiveAction, hat Trump vor der Wahl 2024 kritisiert. Sie hat den Präsidenten während seiner Amtszeit für seine Handlungen sowohl kritisiert als auch gelobt. Vor kurzem hat sie sich mit Vertretern der Regierung im Weißen Haus getroffen. Nachher sagte sie, dass sie sich darauf freue, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um Abtreibungen abzuschaffen.

Trump hat während seiner ersten Amtszeit 2017 bis 2021 eine konsequente Lebensschutzpolitik verfolgt. Nach den Wahlen 2022 änderte er seine Linie und vertrat die Ansicht, dass das schlechte Abschneiden von Kandidaten der Republikanischen Partei auf eine zu kompromisslose Linie in der Abtreibungsfrage zurückzuführen sei. Im Wahlkampf 2024 schloss er ein USA-weites Abtreibungsverbot aus und trat für eine Regelung der Abtreibungsfrage auf Ebene der Bundesstaaten ein.

Er hat die Entscheidung von Präsident Biden nicht aufgehoben, der sich geweigert hatte, Gesetze, die den Versand von Abtreibungspillen in andere Bundesstaaten verbieten, durchzusetzen, obwohl damit bestehende Abtreibungsverbote umgangen werden. Lebensschützer hatten gehofft, dass sich diese Position der Regierung ändern werde, nachdem diese versprochen hatte, die Risiken von Abtreibungspillen zu überprüfen. Bis jetzt ist diese Prüfung zum Leidwesen der Lebensschützer noch nicht abgeschlossen. 

Bei der Streichung von Bundesmitteln für Abtreibungen hat Trump die Lebensschutzpolitik seiner ersten Amtszeit am konsequentesten fortgesetzt. Er hat den Hyde-Zusatz und die „Mexico-City-Politik“ wieder eingeführt, die nichtstaatlichen Organisationen die Verwendung von Steuergeld für Abtreibungen außerhalb der USA verbietet. Der Hyde-Zusatz verbietet die Verwendung von Steuergeld für Abtreibungen in den USA.

Eine weitere Änderung nahm Trump in seiner Haltung zur In-Vitro-Fertilisation (IVF) vor. Er positionierte sich ab 2024 als ausdrücklicher Befürworter der IVF und wollte den Zugang dazu erleichtern. Im Oktober 2025 kündigte er an, die Kosten für IVF senken zu wollen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  2. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  3. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  4. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  7. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois

Trump

  1. Jonathan Roumie: „Wir leben in einer Zeit, in der Spaltung nur allzu leicht entsteht“
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. Trump streicht Organisationen das Geld, die DEI-Projekte und LGBTQ-Ideologie verbreiten
  4. ‚Trump hat eine realistische Chance als großer Held aus der Geschichte herauszugehen‘
  5. Trumps Erfolg & Europas Versagen
  6. Trump macht es möglich! Historischer Nahost-Deal zwischen Israel und Hamas!
  7. US-Präsident Donald Trump veröffentlicht Botschaft zum Fest des Hl. Erzengel Michael







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz