Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Der Tod der Theologie in Deutschland
  8. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  9. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Papst Leo XIV. ernennt Lebensschützer zum neuen Erzbischof von Denver
  14. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  15. Vatikan-Segen fürs Börsen-Depot - Warum Sie Meta, Amazon, Tesla oder Apple kaufen dürfen

Ukraine kämpft ums Überleben: Schönborn mit dringlichem Hilfeaufruf

4. Februar 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal bittet angesichts des russischen "Vernichtungskrieges" gegen die Zivilbevölkerung um mehr Hilfe und Spenden - Unterstützung für Notprogramme der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche und der Caritas in der gesamten Ukraine


Wien (kath.net/KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat angesichts der immer dramatischeren Lage in der Ukraine dringend zu mehr Hilfe für die notleidende Bevölkerung aufgerufen. Die Ukraine erlebe den bisher schlimmsten Kriegswinter. Russland zerstöre gezielt zivile Infrastruktur, was erhebliche Probleme bei der Energieversorgung, Wasserversorgung und Heizung verursacht. Viele Städte seien ohne Strom, die Menschen hätten weder Zugang zu Wasser noch Gas oder Heizungen. Schönborn sprach von einem "Vernichtungskrieg" Putins gegen die ukrainische Zivilbevölkerung.

Die Menschen in der Ukraine seien gerade zurückerinnert an die Zeit des "Holodomor" in den 1930er Jahren unter Josef Stalin, als durch eine von den Sowjets künstlich hervorgerufene Hungerkatastrophe viele Millionen Menschen starben, so Schönborn: "Jetzt ist unsere Hilfe noch dringender notwendig als je zuvor."

Wie Ostkirchengeneralvikar Yuriy Kolasa gegenüber Kathpress sagte, seien allein in Kiew aktuell etwa 710.000 Menschen länger als einen Tag ohne Strom. Rund 1.100 Wohngebäude - geschätzt etwa 154.000 Menschen - seien ohne Wasser- und Wärmeversorgung. Laut Regierungsinformationen würden selbst nach einer Stabilisierung der Lage rund 60 Prozent der Haushalte in Kiew und Umgebung weiterhin ohne Heizung bleiben. Die kalten Wetterbedingungen erschwerten die Reparaturen an den Heizsystemen erheblich.


Besonders dramatisch sei die Situation in Hochhäusern: Dort fehlten oft Licht, Heizung und funktionierende Aufzüge, die Wasser- und Abwassersysteme sind ausgefallen. Manche Leitungen seien entweder durch Frost beschädigt oder so stark eingefroren, dass eine Enteisung erst im Sommer möglich sein wird - "in betonierten, unbeheizten Schächten taut das Eis nur sehr langsam". In vielen Wohnungen herrschten Temperaturen von nur sechs bis sieben Grad, so Kolasa: "Menschen mit Behinderungen, alleinstehende Ältere und Familien mit kleinen Kindern sind besonders gefährdet."

Die zerstörte Infrastruktur und die daraus erfolgenden Stromausfälle hätten auch schwerwiegende langfristige Folgen. Wegen des Energiemangels sei der Unterricht für Hunderttausende Kinder weder offline noch online möglich. Banken, Geschäfte, Fabriken und andere wichtige Einrichtungen könnten nicht ordnungsgemäß arbeiten.
Internationale Solidarität gefragt

Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, Oberhaupt der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK), hat alle ukrainischen Kirchengemeinden weltweit dazu aufgerufen, die Hilfsbemühungen nochmals zu intensivieren, da die Lage in der Ukraine so schlimm sei. An der weltweiten Hilfsaktion beteiligen sich etwa auch alle ukrainischen Gemeinden in Österreich. Diese gehören zum sogenannten Ostkirchenordinariat, dem Kardinal Schönborn vorsteht. Schönborn und Generalvikar Kolasa hoffen freilich, dass sich auch viele andere Pfarren oder Diözesen in Österreich der Not der Menschen in der Ukraine nicht verschließen und sich an der Hilfsaktion beteiligen.

Die UGKK helfe in dieser für Millionen Menschen lebensbedrohlichen Lage so gut sie könne, berichtete Kolasa. In Kiew und der umliegenden Region organisiere die UGKK etwa zusammen mit der Caritas die Verteilung von warmen Mahlzeiten an acht Standorten, wobei täglich 1.600 Mahlzeiten ausgegeben werden. Diese Mahlzeiten würden von Priestern direkt zu den Wohnhäusern gebracht, da viele Menschen nicht mobil sind, jedoch dringend Hilfe benötigen.

Die Kirche organisiere zusammen mit der Caritas auch die Ausgabe von Notfall-Lebensmittelpaketen und habe schon 5.000 Pakete verteilt. In Kiew und der umliegenden Region seien zudem fünf Zelte als Wärmestuben und Nahrungsverteilpunkte errichtet worden. In der Patriarchalkathedrale in Kiew wurde zudem ein temporäres Unterkunftszentrum eröffnet, das rund um die Uhr in Betrieb ist. Kolasa: "Zahlreiche Menschen kommen, um sich aufzuwärmen oder wichtige Geräte aufzuladen, und einige bleiben über Nacht."

Viele ältere Menschen sowie Personen mit Einschränkungen seien gezwungen, über längere Zeit in ihren Wohnungen ohne Wärme und Strom auszukommen. Daher würden immer häufiger Freiwillige aus den örtlichen Pfarreien die Verantwortung übernehmen, diese Menschen zu Hause zu besuchen und ihnen Nahrung, Medizin und warme Kleidung zu bringen, berichtete Kolasa.

Spendenkonto Ukraine Hilfe. Kontoinhaber: Ordinariat für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen, IBAN: AT78 1919 0001 3602 6950, Zahlungsreferenz: 3722401205 Ukraine Hilfe

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Der Tod der Theologie in Deutschland
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  14. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz