Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  6. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  13. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  14. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  15. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten

"Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"

10. April 2026 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine grüne "Theologin" wettert gegen Papst Leo, weil er beim Kreuzweg am Karfreitag das Kreuz trägt - "Das Kreuz wird zur Bühne für Männlichkeit", behauptet die "Ethikerin" - Ein Kommentar von Roland Noé


Innsbruck (kath.net/rn)
Soll man sich ernsthaft mit so einem Unsinn befassen? Theologe oder "Theolunke"?  Manchmal kommt man nicht umhin, wenn der intellektuelle Tiefgang einer Analyse die Qualität einer Pfütze erreicht. „Endlich wieder ein starker Papst. Allein der Gestus entfaltet sich nicht so sehr als Ausdruck von Glauben und Hingabe, sondern als Machtsymbolik. Das Kreuz wird zur Bühne für Männlichkeit.“ Mit diesen abfälligen Worten wetterte die österreichische „Theologin“ Claudia Paganini jüngst in der linken Wochenzeitung „Die Furche“ gegen Papst Leo XIV.

Paganini unterrichtet Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München und betätigt sich nebenher als Politikerin für die „Grünen“. Jene Partei also, die bekanntlich Schnappatmung bekommt, wenn irgendwo ein seltener Frosch seinen Teich verliert, aber beim Thema „Recht auf Leben“ ganz entspannt wegsieht, obwohl ungeborene Kinder im Mutterleib zerfetzt werden.


Doch zurück zu den Ergüssen in der „Furche“. Die „Theologin“ schreibt sich dort in einen regelrechten Rausch und versucht, Papst Leo in eine Reihe mit den derzeitigen „Bösewichten“ der westlichen Welt zu stellen: „Donald Trump, Wladimir Putin, Benjamin Netanjahu: Männer, die sich in ihrer vermeintlichen Grandiosität als letzte Instanz inszenieren, als Leib gewordene Entschlossenheit, als Führer, die mit Härte Ordnung schaffen. Wer in einer solchen Zeit religiöse Autorität über den Topos des starken Mannes auflädt, liefert kein Gegengewicht, sondern wiederholt eine gefährliche politische Semantik“, behauptet sie.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Papst, der für die Unverfügbarkeit des Lebens eintritt, der die sakramentale Ordnung der Kirche hütet und das Kreuz Christi hochhält, wird hier zum toxischen „Macho-Führer“ umgedeutet. Für die grüne Medienethikerin ist Klarheit offenbar bereits eine Form von Gewalt. Wer nicht im grünen Nebel der Beliebigkeit herumtanzt, sondern Führung übernimmt, betreibt laut Paganini „gefährliche Semantik“. Wahrscheinlich wäre ihr ein Papst lieber, der seine Enzykliken im Stuhlkreis auswürfelt und das Kreuz gegen eine Windkraft-Anstecknadel oder eine gegen Atomkraft tauscht.

Sogar die Reisepolitik des Heiligen Vaters muss als Zielscheibe herhalten. Dass Papst Leo ausgerechnet Monaco als Reiseziel in den Vordergrund gerückt habe, zeuge laut Paganini von mangelndem „theologischem Feingefühl“ und sei reine Machtpolitik. Man fragt sich: Darf ein Papst jetzt nur noch dorthin reisen, wo die Grünen die Mehrheit haben? Oder ist Monaco einfach zu wenig „ökologisch-asketisch“ für das Weltbild einer Frau, die Ethik lehrt, aber das Herz der Kirche – die Nachfolge Petri – offensichtlich missversteht?

Dass Leo XIV. mit seiner Entschlossenheit Millionen Gläubigen weltweit Hoffnung gibt, die des postmodernen Relativismus überdrüssig sind, scheint in der grünen Blase der Münchner Hochschule nicht anzukommen. Dort wird das Kreuz nicht mehr als Zeichen der Erlösung, sondern als „Bühne für Männlichkeit“ analysiert.

Eine Frage hätte ich an die Grün-Politikerin zum Schluss noch: Welcher Teufel reitet Sie eigentlich, um so einen hanebüchenen Unsinn zu verbreiten?

Weiterführender Hinweis: Simone Paganini ist der Ehemann von Claudia Paganini und ist Co-Autor eines beim Herder Verlag herausgekommenen Buches mit dem Titel "Wer zur Hölle ist der Teufel? Die Faszination des Bösen in Bibel und Geschichte". Dieses Buch hat der Pfr. Dr. Jürgen Henkel kritisch unter die Lupe genommen, siehe Link zum kath.net-Artikel.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eine Frage hätte ich da noch

  1. „SpielerInnen“ - Der österreichische „Witze“-Kanzler und Merz-Geschwätz
  2. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  3. Quod erat demonstrandum
  4. So nicht, Mr. Präsident!
  5. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Die Stunde der Heuchler
  8. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  9. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  10. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  6. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  7. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  8. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  12. Mullah-Gegnerin Masih Alinejad warnt vor Islamismus: „Allahu Akbar klingt für mich nach Hinrichtung“
  13. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. Verklärung des Herrn auf dem Berg Tabor

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz