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Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

5. Februar 2026 in Österreich, 5 Lesermeinungen
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59-jähriger Priester und langjähriger Legion-Mariens-Leiter Raimund Beisteiner brach nach Kommunionspendung tot zusammen


Wien (kath.net/KAP) In Niederösterreich ist am Sonntag ein katholischer Pfarrer während eines Gottesdienstes plötzlich verstorben. Wie die Erzdiözese Wien mitteilte, brach der 59-jährige Pfarrmoderator Raimund Beisteiner während der Feier der Sonntagsmesse in seiner Pfarre Wiesmath (Bezirk Wiener Neustadt) kurz nach der Kommunionspendung zusammen und verstarb trotz sofort eingeleiteter professioneller Hilfe noch in der Kirche.

Raimund Beisteiner wurde 1966 im Burgenland geboren. Er trat in das Oratorium des hl. Philipp Neri in Maria Lanzendorf ein, wurde 1999 zum Priester geweiht. 2006 wechselte er in den Klerus der Erzdiözese Wien, wo er 2011 endgültig inkardiniert wurde. In der Folge leitete er über viele Jahre die Pfarre Wiesmath in Niederösterreich und prägte dort das kirchliche Leben durch kontinuierliche seelsorgliche Arbeit.


Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge übernahm Beisteiner zahlreiche überregionale Aufgaben. Seit 2007 war er geistlicher Leiter der Legion Mariens in Österreich (Senatus von Österreich) und begleitete deren Mitglieder in spirituellen Fragen und in der Gestaltung ihres Apostolats. Zudem war er in der Männerseelsorge im Dekanat Kirchschlag tätig und engagierte sich im Katholischen Bildungswerk sowie in verschiedenen kirchlichen Gremien.

Mit der Bildung des Seelsorgeraums Bucklige Welt Süd wirkte Beisteiner zusätzlich in den Pfarren Hochwolkersdorf, Schwarzenbach und Wiesmath mit und unterstützte die Zusammenarbeit in pastoralen Teams. In kirchlichen Kreisen galt er als sachlich, verlässlich und pflichtbewusst. Sein plötzlicher Tod löste innerhalb der Erzdiözese Wien und darüber hinaus große Betroffenheit aus. "Mit seinem plötzlichen Tod verliert die Kirche in Wien einen Priester, der seine Aufgaben mit Ernsthaftigkeit, Pflichtbewusstsein und seelsorglicher Umsicht erfüllte und bei vielen Menschen großes Vertrauen und Wertschätzung genoss", heißt es in einem Nachruf der Erzdiözese.

An einer noch am Sonntagabend kurzfristig organisierten Gebetsstunde nahmen zahlreiche Gläubige und Priester teil, auch Erzbischof Josef Grünwidl erwies dem verstorbenen Seelsorger die letzte Ehre. Das Requiem für Raimund Beisteiner wird am Samstag um 10 Uhr in der Pfarrkirche Wiesmath gefeiert, die Beisetzung erfolgt anschließend in seiner Heimatgemeinde Lackendorf im Burgenland.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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