Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  15. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich

„Allein Gott hat die Macht über den Tod und kann den Tod in Leben wandeln“

26. März 2026 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nuntius Eterović: „Die Tränen Jesu zeigen seine menschliche Natur. In der Auferweckung des Lazarus scheint seine göttliche Natur auf.“


Berlin (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Predigt S.E. Apostolischer Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterović in Berlin am 22. März 2026 (5. Fastensonntag/Passionssonntag) in voller Länge und dankt S.E. für die freundliche Erlaubnis zur Weiterveröffentlichung – Ex 37,12-14; Ps 130; Röm 8,8-11; Joh 11,1-45

„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh 11,25).

Liebe Brüder und Schwestern! 
    Auf unserem Weg durch die Fastenzeit ermuntert uns das Wort Gottes an diesem fünften Fastensonntag, die Geschichte von der Auferweckung des Lazarus erneut zu bedenken. Dieses Wunder diente Jesus dazu, sich selbst als „die Auferstehung und das Leben“ zu präsentieren. Die Auferweckung des Lazarus ist eines der zentralen Themen auf der fastenzeitlichen Reise. Nach den Versuchungen Jesu, der Verklärung, dem Lehrgespräch über das lebendige Wasser und der Heilung des Blindgeborenen sind wir bei der Auferweckung des Lazarus angekommen, welche einen Höhepunkt der Themen in der Fastenzeit darstellt und zu den Taufkatechesen gehört, womit die Katechumenen auf die Taufe im Hohen Osterfest vorbereitet werden. Öffnen wir uns dem Heiligen Geist, der uns immer tiefer in das Verstehen des Wortes Gottes führt, damit wir unsere Betrachtung auf die Worte des Herrn Jesus konzentrieren: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“. Sodann möge er uns die Bedeutung für jeden von uns erfassen lassen, dass die Kirche „die Versammlung derer (ist), die zu Christus als dem Urheber des Heils und dem Ursprung der Einheit und des Friedens glaubend aufschauen“ (Lumen gentium, Nr. 9; Papst Leo XIV., Generalaudienz, 11. März 2026). 


„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh 11,25). 

Der lange Abschnitt aus dem Johannesevangelium beschreibt treffend die menschliche und göttliche Natur Jesu. Als Mensch war Jesus der Freund von Larzarus uns seinen Schwestern Marta und Maria. Das ergibt sich aus der biblischen Erzählung, wo es heißt, die Schwestern schickten Jesus die Nachricht: „Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank“ (Joh 11,3), womit sie ihn unausgesprochen baten zu kommen und ihn zu heilen. Jesus selbst nennt Lazarus seinen Freund (vgl. Joh 11,11). Und in den Tränen über den Tod des Freundes zeigt sich die Menschheit des Herrn Jesus deutlich. Er weinte, nachdem er die Tränen von Maria sah und jener, die sie begleiteten, um Jesus zu begegnen, den ein starkes Mitgefühl erfasst hatte (vgl. Joh 11,38), so dass er weinte (vgl. Joh 11,35). Diese Tränen sind der Aufweis der menschlichen Natur des Herrn Jesus und seiner Liebe zu Larzarus. Denn die Juden, die ihn weinen sahen, „sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte“ (Joh 11,36). 

Einige aber, die dabei waren, sagten: „Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?“ (Joh 11,37). Diese Aussage kann als Übergang von der menschlichen zur göttlichen Natur des Herrn Jesus gesehen werden. Den Höhepunkt wird dieser Übergang im Wunder der Auferweckung des Lazarus finden, was aber schon früher in der biblischen Erzählung angedeutet wird. Obwohl Jesus von der schweren Krankheit des Lazarus erfahren hatte, blieb er noch zwei weitere Tage an dem Ort, wo er sich befand, und sagte zu den Zwölf: „Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden“ (Joh 11,4). Diese Worte legen nahe, dass Jesus aufgrund seiner innigen Beziehung mit dem Vater verstanden hatte, nicht sogleich nach Bethanien aufbrechen zu müssen, um Larzarus zu heilen, was möglicherweise sein spontaner Entschluss gewesen mag. Aus seinen Worten: „Lazarus ist gestorben. Und ich freue mich für euch, dass ich nicht dort war; denn ich will, dass ihr glaubt“ (Joh 11,15) können wir schließen, dass der himmlische Vater nicht die Heilung des Lazarus wollte, denn Jesus hatte schon viele Heilungswunder von verschiedenen Krankheiten vollbracht, sondern dass vielmehr dessen Auferweckung von den Toten ein starkes Zeichen des Sieges über den Tod sein sollte. Aus den Worten Martas an Jesus, als er den Befehl gab, den Stein vom Grab des Lazarus wegzunehmen, lässt die grausame Wirklichkeit des Todes erfassen: „Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag“ (Joh 11,39). Davon aber ließ Jesus sich nicht aufhalten. Er war vielmehr sicher, dass sein Vater wollte, dass er ein Wunder vollbringt. Also dankte er ihm mit den Worten: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast“ (Joh 11,41), bevor er die Worte des Lebens ausrief: „Lazarus, komm heraus!“ (Joh 11,43). Auf dieses kraftvolle Wort des Herrn Jesus hin kehrte Lazarus zurück ins Leben. Die Wirklichkeit des Todes ergibt sich aus der detailreichen Beschreibung: „Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen“ (Joh 11,44). Die Tränen Jesu zeigen seine menschliche Natur. In der Auferweckung des Lazarus scheint seine göttliche Natur auf, denn allein Gott kann Toten das Leben wiedergeben; allein Gott hat die Macht über den Tod und kann den Tod in Leben wandeln. 

Viele „kamen zum Glauben an ihn“ (Joh 11,45).

Archivfoto Nuntius Eterović (c) Apostolische Nuntiatur


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Predigt

  1. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  2. Nuntius Eterović: „So werden wir bekennen können: ‚Ich glaube, Herr‘“
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Hören Sie dieses Evangelium persönlich: Er kennt Ihre Geschichte. Er verurteilt Sie nicht“
  5. Bistum Würzburg lädt zu Wallfahrtsmessen mit Laienpredigt
  6. Bischof Krautwaschl stellt klar: Keine Laienpredigt bei Jubiläumsfeier der Katholischen Aktion
  7. „Sein Angesicht wurde leuchtend wie die Sonne“
  8. Die Geburt des Johannes erfüllt viele mit Freude
  9. Hartl „etwas zweigeteilt“ über Hochzeitspredigt von Bischof Curry
  10. "Liebt einander, wie ich euch geliebt habe"







Top-15

meist-gelesen

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  3. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  4. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  5. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  6. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  9. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  10. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  11. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  12. Tantum ergo Sacramentum
  13. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  14. '40 Tage für das Leben' in Wien
  15. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz