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Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen

17. April 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Die Verfolgung von Christen stellt eine der größten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit dar. Wer Freiheit und Menschenwürde ernst nimmt, darf dazu nicht länger schweigen.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Das Christentum ist bei weitem die am stärksten verfolgte Religion der Welt, schreibt Bischof Robert Barron in einem Gastbeitrag für Fox News. Zwischen 360 und 380 Millionen Christen sind mit einem hohen Maß an Feindseligkeit konfrontiert. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass jedes Jahr zehntausende Christen allein wegen ihres Glaubens getötet werden – vor allem in Ländern wie Nigeria, Burkina Faso, Nordkorea und China. Mord, Folter und Gefangenschaft finden jedoch weltweit statt.

In westlichen Ländern äußert sich die Verfolgung eher durch einen ideologischen Säkularismus, der das Christentum als Hauptgegner betrachtet. Die heutigen Angriffe stehen in Kontinuität zu der anti-christlichen Gewalt des 20. Jahrhunderts, die mehr Märtyrer hervorbrachte als alle vorherigen Jahrhunderte zusammen. Heute geht die größte Bedrohung jedoch von militanten Formen des Islam aus, insbesondere im Nahen Osten, in Asien und vor allem in Afrika.


Der eigentliche Grund für diese Verfolgung liegt in der Person Jesu selbst, dem Gründer des Christentums. Jesus starb mit nur 30 Jahren am Kreuz – mit einem Schrei der Verlassenheit. Das unterscheidet ihn grundlegend von den Stiftern anderer Weltreligionen: Buddha starb im hohen Alter, umgeben von seinen Jüngern. Mohammed verschied nach einer Krankheit im Bett, überzeugt vom Siegeszug seiner Religion. Konfuzius und Moses starben ebenfalls friedlich in hohem Alter.

Jesus hingegen erhob einen radikalen Anspruch auf Göttlichkeit. Er sagte: „Ich und der Vater sind eins“, „Wer mich sieht, sieht den Vater“, „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig“ und „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ Seine Jünger verließen oder verrieten ihn, doch die ersten Verkündiger – wie der heilige Paulus mit dem Satz „Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten!“ – predigten gerade das Kreuz. Denn Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. Das zwingt zu einer klaren Entscheidung: „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich.“

Diese radikale Botschaft erregt seit zweitausend Jahren Widerspruch und Feindschaft.

Bischof Barron ruft zu konkreten Schritten auf:

  1. Beten: Echtes Gebet ist das Erheben des Geistes und Herzens zu Gott. In der Bibel geschieht nichts Bedeutendes ohne Gebet. Es verbindet uns mit der Quelle allen Seins.
  2. Informiert bleiben: Viele kennen die dramatischen Berichte von Christenverfolgung nicht. Organisationen wie Kirche in Not bieten zuverlässige Informationen. Man kann Betroffene einladen, ihre Geschichten zu erzählen, oder regelmäßig Berichte lesen.
  3. Hilfe leisten: Christliche Hilfswerke bauen Kirchen und Schulen wieder auf, versorgen Menschen mit Nahrung und Medizin und finanzieren die Ausbildung von Seminaristen in bedrohten Regionen.
  4. Religionsfreiheit im eigenen Land verteidigen: Verfolgte Christen sehen in Ländern wie den USA ein Vorbild für Religionsfreiheit. Wer diese Freiheit hier untergräbt, nimmt den Bedrängten in anderen Ländern die Hoffnung.

Die Verfolgung von Christen stellt eine der größten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit dar. Wer Freiheit und Menschenwürde ernst nimmt, darf dazu nicht länger schweigen. Die Welt muss endlich hinsehen und handeln.

Robert Barron ist Gründer des Medienapostolats „Word on Fire“ und Bischof von Winona-Rochester. Sein neuestes Buch „What Do Their Deaths Demand?“ befasst sich mit der Christenverfolgung heute.

 


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