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Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf

31. März 2026 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Aufruf an Merz: Er soll von der syrischen Führung klare und verbindliche Zusagen zur Religionsfreiheit und zum Schutz von Christen und anderen Minderheiten einzufordern - In der Bevölkerung ist die Angst vor einer Islamisierung groß


München (kath.net/KIN) Anlässlich des Besuchs des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin ruft das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ Bundeskanzler Friedrich Merz dazu auf, von der syrischen Führung klare und verbindliche Zusagen zur Religionsfreiheit und zum Schutz von Christen und anderen Minderheiten einzufordern. Projektpartner von „Kirche in Not“ berichten, dass die Angst vor einer Islamisierung in der Bevölkerung groß sei. 

Nach Informationen von „Kirche in Not“ ist die Lage für Christen in Syrien weiterhin von Unsicherheit geprägt. Jüngst seien in mehreren Regionen, darunter Damaskus und Aleppo, Palmsonntagsprozessionen aus „Sicherheitsgründen und aus Solidarität“ abgesagt worden, sagte der maronitische Erzbischof von Aleppo, Joseph Tobji, am Sonntag in einer Predigt. Hintergrund ist unter anderem ein Angriff auf ein christliches Dorf wenige Tage zuvor. „Solche Vorfälle zeigen, dass viele Gläubige ihren Glauben nicht frei und öffentlich leben können“, betont der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka.


„Kirche in Not“ fordert die Bundesregierung daher auf, den Schutz von Christen, Jesiden und anderen bedrohten Gruppen zu einer zentralen Bedingung der Gespräche mit dem syrischen Präsidenten zu machen. Dazu gehören die uneingeschränkte Gewährleistung der Religionsfreiheit, wirksamer Schutz vor Gewalt sowie die gleichberechtigte Teilhabe aller religiösen Gemeinschaften.

„Religionsfreiheit darf nicht eingeschränkt oder aus Sicherheitsgründen dauerhaft verdrängt werden. Bundeskanzler Merz muss diese Fragen klar und unmissverständlich gegenüber dem syrischen Übergangspräsidenten ansprechen“, erklärt Ripka weiter.

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Über „Kirche in Not“:

„Kirche in Not“, 1947 gegründet, unterstützt verfolgte und bedrängte Christen in über 130 Ländern mit jährlich etwa 5000 Projekten. Syrien ist ein wichtiges Förderland für das Hilfswerk. Im Jahr 2024 hat „Kirche in Not“ in Syrien Projekte mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert. Das Hilfswerk erhält keine öffentlichen Gelder oder Kirchensteuermittel, sondern finanziert sich allein durch Spenden.

Foto: Im Juni 2025 gab es einen Anschlag auf die griechisch-orthodoxe Mar-Elias-Kirche in Damaskus. © Griechisch-orthodoxes Patriarchat von Antiochia.


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