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Neues christliches Mobilfunknetz will Pornographie und LGBT-Inhalte blockieren

9. Mai 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
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Chris Klimis, Chief Operating Officer des Unternehmens und Pastor in Orlando, begründete das Projekt mit der Sorge um eine „Pornografie-Krise“ innerhalb der christlichen Gemeinden.


Washington D.C. (kath.net/jg)
In den USA hat am 5. Mai ein neues Mobilfunknetz seinen Betrieb aufgenommen, das sich gezielt an christliche Familien richtet. Das Unternehmen Radiant Mobile verspricht seinen Kunden eine „glaubensorientierte“ digitale Umgebung, in der potenziell schädliche Inhalte bereits auf Netzwerkebene gefiltert werden. Das erklärte Ziel des Gründers: Ein technisches Ökosystem zu schaffen, das frei von Inhalten ist, die den traditionellen christlichen Werten widersprechen, berichtet die New York Post.

Hinter dem Projekt steht Paul Fisher, ein ehemaliger Agent für Supermodels. Radiant Mobile nutzt die Infrastruktur von T-Mobile, schaltet jedoch einen Filter vor den Internetzugang. Wir werden eine Umgebung schaffen – und wir glauben, dass wir jedes Recht dazu haben –, die Jesus-zentriert ist, frei von Pornografie, frei von LGBT, frei von Trans“, sagte er gegenüber der MIT Technology Review.


Laut Fisher soll das Netzwerk eine Umgebung bieten, die frei von Pornographie ist, Inhalte zu LGBT- und Transgender-Themen blockiert und Internetseiten zu Drogen und Selbstverletzung filtert.

Radiant Mobile hat keine eigene Mobilfunkinfrastruktur, sondern kauft von Bandbreite T-Mobile. Für die Filterung verwendet das Netzwerk Dienste des israelischen Technologieunternehmens Allot. Dieses ordnet Inhalte in mehr als 100 Kategorien und blockiert alle pornographischen Inhalte.

Zusätzlich ist ein Filter für „Sexualität“-Inhalte standardmäßig aktiviert, der genderbezogene und LGBT-Materialien auf allen angeschlossenen Geräten entfernen soll. Die Technologie erlaubt es, spezifische Inhalte von Internetseiten zu blockieren. Als Beispiel führt Fisher die Internetpräsenz der Universität Yale an. Die Seite www.yale.edu ist abrufbar, die Seite lgbtq.yale.edu, die ausschließlich LGBT-Themen enthält, ist hingegen blockiert. 

Paul Fisher, der früher als Agent für Supermodels wie Naomi Campbell arbeitete und eine Reality-Show moderierte, distanziert sich von seiner früheren Karriere. Er betonte, er sei nicht stolz auf die 35 Jahre in der Model-Branche. Chris Klimis, Chief Operating Officer des Unternehmens und Pastor in Orlando, begründete das Projekt mit der Sorge um eine „Pornografie-Krise“ innerhalb der christlichen Gemeinden. Eine Umfrage habe ergeben, dass zwei Drittel der Pastoren eine persönliche Pornografie-Vergangenheit hätten. Klimis fürchtet zudem um seine sechs Kinder.

Das Abo soll 29,99 Dollar pro Monat kosten. Langfristig plant Fisher, einen Teil der Einnahmen an christliche Gemeinden zu spenden, die sich für den Tarif anmelden. Das Unternehmen wirbt mit christlichen Influencern und strebt eine internationale Expansion in mehrheitlich christliche Länder wie Mexiko und Südkorea an.

 

Foto: Symbolbild

 


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