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Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen21. Juni 2026 in Österreich, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Diözese hat kirchliche Verfahrensschritte zur Klärung von Vorwürfen eingeleitet, die bei diözesaner Ombudsstelle eingebracht wurden - Buemberger weist in Schreiben an Mitarbeiter Vorwürfe zurück.
Innsbruck (kath.net/ KAP)
Der Generalvikar der Diözese Innsbruck, Roland Buemberger, hat Bischof Hermann Glettler ersucht, seine Ämter und Funktionen in der Diözese vorübergehend ruhen zu lassen und der Bischof hat diesem Ansuchen entsprochen. Das hat die Diözese am Samstag mitgeteilt. Mit dieser Vorgangsweise wolle man kirchlicherseits einen weiteren Schritt zur Klärung der Situation setzen, die durch eine Meldung an die diözesane Ombudsstelle ausgelöst worden war. Dabei gehe es um Vorwürfe, die Buemberger betreffen und zeitlich vor seiner Tätigkeit als Generalvikar und Regens liegen. Sie stehen in keinem Zusammenhang mit seiner aktuellen Amtsführung, wurde betont.
"Die vorgesehenen kirchlichen Verfahrensschritte wurden eingeleitet, eine abschließende Klärung steht jedoch noch aus. Zudem hat Bischof Glettler eine kirchenrechtliche Voruntersuchung veranlasst", teilte die Diözese und verwies darauf, dass weitere inhaltliche Angaben aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht möglich seien. 
"Kein Schuldeingeständnis"
Die Diözese erwähnte zudem, dass Buemberger in einem Schreiben an die Mitarbeitenden der Diözese seinerseits betont habe, dass das Ruhen seiner Funktionen dazu dienen solle, die laufende Klärung unbeeinflusst zu ermöglichen. Buemberger stellte überdies klar, dass dieser Schritt "kein Schuldeingeständnis" sei und er wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.
Für die Diözese habe "ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Situation oberste Priorität. Der Schutz aller Beteiligten steht im Mittelpunkt. Es gilt die Unschuldsvermutung", hieß es in der Pressemitteilung. Die Diözese werde über weitere Entwicklungen zu gegebener Zeit informieren.
Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass die Aufgaben des Generalvikars stellvertretend vom diözesanen Offizial, Norbert Zur, übernommen werden. Die interimistische Leitung des Priesterseminars wurde P. Markus Schmidt SJ übertragen.
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Lesermeinungen| | chorbisch 22. Juni 2026 | | | | @ Versusdeum Aber Innsbruck ist seit 1945 wieder österreichisch, mögliche Regelungen aus Deutschland gelten da nicht.
Bei dem Thema begibt man sich in ein Minenfeld, man kann als übergeordnete Instanz eigentlich nichts richtig machen. Aber nachdem diese Instanzen über Jahrzehnte beim Schutz der Hilflosesten vor Mißbrauch so jämmerlich versagt haben, ist nachvollziehbar, dass nun überreagiert wird.
Eine "vorbeugende Suspendierung" kommt natürlich einer Vorverurteilung gleich, aber ein Gemeindepriester, der weiter vor Ort bleibt, aber plötzlich einen großen Bogen um Messdiener, Konfirmanden etc. machen müsste, würde genauso zu Getuschel führen.
Und ganz nebenbei: Betreiben wir zwei nicht gerade auch eine Art "Vorverurteilung", wenn wir dem Generalvikar sexuelle Übergriffe unterstellen, obwohl über die Art der Vorwürfe nichts bekannt ist? |  0
| | | | | Versusdeum 22. Juni 2026 | | | | @chorbisch Irgendwann hieß es, die Kirche in D (oder war es nur ein einzelnes Bistum?) habe beschlossen, die Beschuldigten bei Missbrauchsvorwürfen sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Wohlgemerkt nicht, bis zur Klärung der Vorwürfe zu unterbinden, dass sie "missbrauchsfähigen" Kontakt zu Kindern haben, sondern "ganz weg vom Fenster" (auch nicht z.B. Hl. Messe etc.). Das kommt einer Vorverurteilung gleich, denn die ganze Gemeinde bekommt mit, dass irgendetwas los ist. |  0
| | | | | chorbisch 21. Juni 2026 | | | | @ Freude an der Kirche Ja, so etwas gibt es. Erlebe ich auch gerade bei einer lieben Freundin und Kollegin. Allerdings geht es da nicht um "links-woke", sondern, dass einige Kolleginnen sie wegbeißen wollen, weil sie auf ihre Stelle schaft sind. Es gibt auch andere Themen, wo sich die menschliche Schlechtigkeit zeigt, und vor Jahrzehnten dürfte die eine oder andere Karriere daran gescheitert sein, das jemand als "Linker" verleumdet worden ist.
Ich kenne die Situation in Innsbruck nicht, aber ich will doch hoffen, dass es nicht genügt, einmal zu "petzen", und, zack, ist der General-Vikar beurlaubt, sondern dass die Vorwürfe vor so einem Schritt gründlich geprüft werden. |  0
| | | | | Paddel 21. Juni 2026 | |  | Verleumdung? Die heutige Lesung von Jeremia möge den Generalvikar stärken. |  1
| | | | | Freude an der Kirche 21. Juni 2026 | | | | Jeder kann eingeben, was er will Diese anonymem Hinweisgeberstellen dienen oft nur zur Denunziation ungeliebter - von den Bürgern als rechts angesehene - Personen. Einem Freund passierte 2020 genau dies am Arbeitsplatz. Wer nicht linkswoke (grün) ist, wird von diesen dort gerne gemeldet und hat meist keinerlei Möglichkeit, seine Unschuld zu beweisen, weil deren Kriterien sind: Wer nicht grünwoke ist, kann sich verteidigen, wie er will. Wir bekommen ihn immer schuldig gesprochen.
Merke aber: Die Wahrheit liegt nicht auf der Seite derer, die linkswoke die Gesetze usw. bewusst verdrehen für ihre satanischen Lügen! |  2
| | | | | Versusdeum 21. Juni 2026 | | | | Möge die Wahrheit ans Licht kommen, damit keine Opfer still leiden müssen oder gar selbst der Lüge beschuldigt werden, aber auch nicht Unschuldige zu Unrecht unter die Räder der kommen.
Ansonsten gilt: Innsbruck kommt einfach nicht zur Ruhe, auch, wenn dieses Mal nicht der Bischof selbst der Grund ist. |  0
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