SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
- Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
- 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
- Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
- Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
- Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
- Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
- Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
- Der Bischof und der Denunziant
- Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
- Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
- Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
- SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
- Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
- Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
| 
Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein1. August 2026 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Das erste Bistum in Spanien reagiert auf die steigende Zahl von Anfragen Ungetaufter zur Erwachsenentaufe – Die Katechumenatsausbildung orientiert sich am offiziellen Katechismus der Spanischen Bischofskonferenz
Huelva (kath.net/pl) „Die wachsende Zahl von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, die in unserer Diözese um die Taufe bitten, erfordert eine geordnete, einheitliche pastorale Antwort, die der kirchlichen Disziplin entspricht.“ Das erläutert das Bistum Huelva in seinem hinführenden Text zum von Bischof Santiago Gómez Sierra erlassene Dokument. Einerseits sei zwar die Kandidatenzahl „noch nicht sehr hoch“ sei, dennoch sei aber der Trend ausreichend stark, um die Schaffung einer festen Struktur zu rechtfertigen, die einen einheitlichen Prozess der Evangelisierung und Glaubensunterweisung ermöglicht. Deshalb hat die Diözese Huelva hat den bedeutenden Schritt zur Neuordnung der christlichen Initiation vollzogen und hat diözesane Regelungen für das Katechumenat zur Erwachsenentaufe verabschiedet. Das Dokument umfasst dreizehn Seiten und legt erstmals ein einheitliches und verbindliches Verfahren für alle Pfarreien der Diözese fest. Es ist auf der Website des Bistums veröffentlicht.
Nach Einschätzung von „Religión Digital“ liegt die wesentliche Neuerung nicht allein in der Verabschiedung neuer Regeln, sondern in dem von der Diözese angestrebten Paradigmenwechsel. Denn bislang konnten einzelne Pfarreien erwachsene Taufbewerber individuell auf die Taufe vorbereiten. Künftig aber müssen sich alle Erwachsenen dem einheitlichen diözesanen Katechumenat anschließen, das von der Diözesanabteilung für Katechese zur christlichen Initiation und zum Katechumenat organisiert und beaufsichtigt wird. Das Dokument betont, dass keinem Kandidaten der Zugang zu diesem Standardweg verwehrt werden darf. Pfarrer sind verpflichtet, die Diözesanabteilung über Taufanfragen von Personen zu informieren, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben; Die zuständige diözesane Stelle entscheidet anschließend, welcher Katechumenatsgruppe der jeweilige Kandidat zugeteilt wird, und koordiniert den gesamten Ablauf mit der jeweiligen Pfarrei. Für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren sind eigene altersmäßig geeignete Veranstaltungen und Gruppen vorgesehen. 
Die Diözese legt fest, dass das Katechumenat im Regelfall zwei volle liturgische Jahre umfasst – ein Zeitraum, der als notwendig erachtet wird, um ein authentisches Reifen im Glauben zu gewährleisten und eine ernsthafte Prüfung der Berufung vor dem Empfang der Sakramente zu ermöglichen, berichtet „Religión digital“ weiter.
Die Katechumenatsausbildung orientiert sich am offiziellen Katechismus der Spanischen Bischofskonferenz, „Buscad al Señor“ („Suchet den Herrn“), ergänzt durch die dazugehörigen liturgischen Feiern und einen speziellen Leitfaden für Katecheten.
Das Dokument betont, dass der Katechumene schrittweise in das Leben der Kirche integriert werden muss – durch Gebet, Teilnahme an der Liturgie, Gemeinschaftsleben und die Ausübung der Nächstenliebe.
Die Bestimmungen geben einem diözesanweiten Modell klar den Vorzug gegenüber isolierten Einzelinitiativen. Ziel ist es, Unterschiede zwischen den Pfarreien zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Kandidaten die gleiche Ausbildung erhalten und dieselben Phasen durchlaufen, bevor sie zu den Sakramenten zugelassen werden. Die Taufe findet regulär in der Osternacht statt.
Das Dokument stellt, so schildert „Religión Digital“ weiter, zudem die klassische liturgische Dimension des Katechumenats wieder her. Nach der Aufnahme in das Katechumenat feiern die Kandidaten zu Beginn der Fastenzeit den Ritus der Zulassung, bevorzugt in der Kathedrale und unter dem Vorsitz des Bischofs. Während dieser Zeit durchlaufen sie die sogenannten Skrutinien sowie weitere Riten, die im Ritus der christlichen Initiation Erwachsener vorgesehen sind. Der Empfang von Taufe, Firmung und Eucharistie erfolgt im Regelfall in der Osternacht.
Es sind begründete Ausnahmen vom regulären zweijährigen Weg möglich, etwa, damit eine bislang nichtgetaufte Person eine gültige Ehe eingehen kann, oder auch in Lebensgefahr.
Foto: Bischof Santiago Gómez Sierra während der Taufe einer jungen Frau (c) Bistum Huelva
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | SarahK 2. August 2026 | | | | Beim Frühstück musste ich nochmal an den Artikel denken weil ich meinem Mann mit etwas was ich ihm sagte eine Vorlage gegen mich gegeben hatte, die er in einem nicht ganz höf(l)ischen Jargon ausnutzte und anschließend mussten wir beide über meine Dummheit lachen und ich fragte laut „wie es kommt, dass Gott gerade uns bekehrt hat“. Mich von Kultur-katholisch zu ich würde mein Leben für Christus geben und mein Mann von evangel ausgetreten. Mein Mann hatte vor seiner Aufnahme in die kath Kirche viele Gespräche mit einem Priester auch bei uns zuhause, vielleicht wäre er bei 2 Jahren abgesprungen (er hatte außer durch mich vorher wirklich keine Ahnung was die Kirche lehrt) vielleicht sind es nicht die 2 Jahre sondern dass wenn man strauchelt einen Guten Priester ansprechen kann und das ist ja das was heutzutage fehlt. Gestern bin ich 50 min gefahren um zu Beichten weil ich mich nicht „traue“ bei uns zu fragen. Ist man katholisch ist man den meisten suspekt. Strauchelt man selbst kommt dann so in etwa „Ha! Die Scheinheilige“ |  0
| | | | | Couperin 1. August 2026 | | | | @Harvester Es geht nicht nur um Unterricht und Sozialisation, sondern dass die Leute eine Lebensentscheidung treffen. |  0
| | | | | SarahK 1. August 2026 | | | | Wat nix koss, es och nix Ich finde es gut. Was bringt es en mass zu taufen und dann wieder zu verlieren. Wobei ich für D Ihre Sorge Teile Wirt1929. |  1
| | | | | SarahK 1. August 2026 | | | | Was |  0
| | | | | Wirt1929 1. August 2026 | | | | Bei aller Ernsthaftigkeit: Die guten angedachten Ausbildungstheorien in den Kommentaren in allen Ehren. Sollten unsere Bischöfe den spanischen Vorstellungen zugeneigt sein, bleibt zu befürchten, das wohl nur die Schaffung neuer Stuhlkreise, geleitet von „berufenen" Laienseelsorgerinnen mit Regenbogenhauch in Frage kommt. |  1
| | | | | harvester 1. August 2026 | | | | Zweischneidige Sache! Einerseits: Man kann gar nicht genug über den christlichen Glauben lernen. Da sind zwei Jahre Unterricht sicher nicht zuviel.
Andererseits: Im Neuen Testament erhalten Menschen sofort nach ihrer Bekehrung die Heilige Taufe. Gelernt wurde dann ein Leben lang. |  1
| | | | | Stefan Fleischer 1. August 2026 | |  | Ja, die Firmung Aus meiner Sicht wäre es das Einfachste, um das Glaubenswissens von uns Katholiken wieder auf einen genügenden Stand zu bringen, wenn analog zu einer solchen Taufvorbereitung der Besuch (und eine erfolgreiche Abschlussprüfung) ein einheitlicher ebenfalls 2-jähriger Vorbereitungskurs für den Empfang der heiligen Firmung zwingend vorgeschrieben würde. Ein solcher könnte auch zweistufig geführt werden, der erste Teil zur Vermittlung der elementarsten Wissens- und Glaubenspraktiken, der zweite zur Vertiefung und zur direkten Vorbereitung auf die Firmung. Eine Zwischenprüfung zwischen den beiden könne es ermöglichen, nur Kandidaten zum zweiten Teil zuzulassen, welchen diesem auch zu folgen vermögen. In wie weit es möglich wäre, so jenen den ersten Teil zu erlassen, welche, z.B. von Haus genügend vorbereitet sind. Ebeno wäre die Möglichkeit zu prüfe, bereits gefirmten Gläubigen eine freiwillige Teilnahme zu ermöglichen, wäre ebenfalls zu prüfen. |  1
| | | | | Fragender087 1. August 2026 | | | | man kann sich nicht helfen aber es scheint, als wolle die Kirche in Europa mit aller Macht untergehen. Prinzipiell ist eine ausführliche Taufvorbereitung nicht schlecht. Aber es ist mittlerweile so, dass überall, alles zur Kommunion rennt, egal ob sie es dürften oder nicht. Und jedem der das kritisiert wird Lieblosigkeit vorgeworfen. Nur bei denen die es offiziell tun wollen, da leg ich plötzlcizh hohe Hürden an. Es ist auch die Frage was der Katechumenenunterricht so inhaltlich rüberbringt. Die Signale die die offizielle Kirche aussendet sind eben hochgradig widersprüchlich. Einerseits todos, todos, seid pastoral, andererseits wird auf den alten Formen rumgeritten. Es scheint mir fast als wolle man die Taufbewerber vertreiben, und das mit frommer Rhetorik, wie wir es auch in anderen Fällen gewohnt sind, |  0
| | | | | Couperin 1. August 2026 | | | | Katechumenat nachholen! Der (2025 verstorbene) Wiener Pfarrer und Pastoraltheologe Paul Weß ist dafür eingetreten, für als Säuglinge Getaufte einen nachgeholten Katechumenat einzuführen, der auch die bewusste Entscheidung für den Glauben ermöglicht. So könnte man die Nachteile der Säuglingstaufe ausgleichen, und es gäbe nicht zwei Kategorien von Katholiken: solche, die sich als Erwachsene für das Christentum entschieden haben, und solche, die als Kinder getauft wurden und, solange sie nicht ausgetreten sind, als vollwertige Gläubige gelten. |  1
| | | | | Fink 1. August 2026 | | | | Die Sakramente sollen nicht zum Billigpreis verschleudert werden ! Die Diskussion um die Taufe von unmündigen Kleinkindern hatten wir hier schon. Ein ewiges Thema.
"Wer aber glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden" - sagt der Herr Jesus im Evangelium.
Es braucht also Taufe UND Glaube als Voraussetzung für das ewige Heil. Die Hürden für eine Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen sollen durchaus hoch sein, was Glaubenswissen und Glauben betrifft. |  2
| | | | | Jothekieker 1. August 2026 | | | | Eine große Hürde Der typische Katholik wird als Kleinkind getauft und hat dann in der Familie nur wenig Berührungspunkte zum Glauben.
Dann erhält er einen Religionsunterricht, der alles mögliche leistet, nur keine Vermittlung von Glaubenswissen. Zwischendurch erzählt ihm eine Gemeindereferentin etwas von geweihtem Brot und er empfängt den Leib des Herrn, ohne zu wissen, was das bedeutet.
Im Firmunterricht darf er dann unter Anleitung einer weiteren Gemeindereferentin irgendwelche Dönekes machen und sieht danach den Innenraum einer Kirche nur noch bei touristischen Gelegenheiten.
Wenn er nicht auf das Erbe der katholischen Großmutter scharf ist, verläßt er die Kirche nach seiner erstem Lohnabrechnung wegen des Kirchensteuerabzuges.
Da finde ich die zwei Jahre Vorbereitungszeit schon etwas lang. |  1
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 





Top-15meist-gelesen- EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
- Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
- Der Bischof und der Denunziant
- Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
- Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
- Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
- 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
- Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
- Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
- Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
- Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
- Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
- Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
- 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
- Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes
|