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Oligarch lässt in Armenien riesige Jesus-Statue errichten

vor 4 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung
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101 Meter hohes Monument auf einem Berg unweit von Jerewan soll 2027 fertiggestellt werden - Bedenken von Umweltschützern und Armenischen Apostolischer Kirche ignoriert.


Zürich/Jerewan (kath.net/ KAP) 
Ein bekannter und umstrittener armenischer Oligarch und Politiker lässt in der Nähe von Jerewan eine riesige Jesus-Statue errichten. Mit der geplanten Höhe von 101 Metern wird das Bauwerk künftig nicht nur alle bekannten Christus-Stauen weltweit, sondern beispielsweise auch die 93 Meter hohe Freiheitsstatue in New York deutlich überragen. Der Standort auf dem 2.500 Meter hohen Berg Hatis, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Jerewan, ermöglicht eine Sichtbarkeit der Statue von fast überall in der Hauptstadt Armeniens, wie der "Nachrichtendienst Östliche Kirchen" (NÖK) am Freitag berichtete. Die Fertigstellung des Monuments ist für 2027 geplant.


Bedenken von Umweltschützern, aber auch seitens der Armenischen Apostolischen Kirche haben "Bauherr" Gagik Tsarukian nicht von dem Projekt abgebracht. Der frühere Armdrücken-Champion baute sein Vermögen in der Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit Glücksspiel, Alkohol und Bergbau auf. Tsarukian ist auch politisch aktiv und steht dem früheren armenischen Präsidenten Robert Kotscharjan nahe. Seine Partei Blühendes Armenien scheiterte jedoch bei den Parlamentswahlen im Juni an der Vier-Prozent-Hürde.
Das Projekt zur Errichtung der Jesus-Statue sieht Tsarukian laut NÖK im Zusammenhang mit einer wachsenden internationalen Bewegung, die religiösen Glauben mit Nationalismus und Kulturkonservatismus verbindet. Als älteste christliche Nation der Welt sollte Armenien die größte Jesus-Statue der Welt haben, so Tsarukian. Die Statue werde zudem ein Touristenmagnet sein.

Für Kirchenleitung inakzeptabel
Die Armenische Apostolische Kirche protestierte schon kurz nachdem das Vorhaben Anfang 2022 bekannt geworden war, gegen den Bau. Die Kirchenleitung kritisierte die Errichtung als inakzeptabel, weil es den armenischen religiösen Traditionen widerspreche. Religiöse Monumente in Armenien haben oft die Form von Kreuzsteinen (Chatschkar), während Jesus-Statuen unüblich sind.
Die armenische Regierung unterstützte das Projekt zunächst. Bei der Grundsteinlegung im Sommer 2022 wurden jedoch Teile einer antiken Festung beschädigt, was zu einer vorübergehenden Einstellung des Projekts führte. 2025 wurden die Arbeiten am Sockel einige hundert Meter vom ursprünglichen Standort entfernt wieder aufgenommen.

Auch Bau einer "Arche Noah" geplant
Während die Einzelteile der Jesus-Statue auf den Transport und die Montage warten, hat Tsarukian den Bau einer weiteren Stätte begonnen. In der Nähe plant er eine gigantische "Arche Noah", die ein Museum, ein Hotel und ein Café beherbergen soll.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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