Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Björn Lomborg: Mehr Energie macht das Leben besser – und rettet den Planeten

14. Juli 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Klimawandel verursache Probleme, die aktuelle Klimapanik sei aber übertrieben. Lösungen würden am besten durch wirtschaftliches Wachstum und technologische Innovationen erreicht, sagte Lomborg auf der ARC-Konferenz.


London (kath.net/jg)
Der dänische Wissenschaftler und Autor Björn Lomborg hat in seiner Rede bei der ARC (Alliance for Responsible Citizenship) -Konferenz in London für eine Änderung der herrschenden Klimapolitik plädiert. Durch die derzeit umgesetzten Maßnahmen werde Energie verteuert und weniger verfügbar, was die betroffenen Staaten viel Geld koste, das Klima aber kaum beeinflusse.

Er ruft zu einem neuen Zugang auf, in dem Energie reichlich und kostengünstig vorhanden ist, was wirtschaftliches Wachstum und technologische Innovationen ermöglicht. Auf diesem Weg werden die Mittel vorhanden, mit deren Hilfe das Problem des Klimawandels gelöst werden kann.

Energie sei die Grundlage unseres Wohlstandes, argumentiert Lomborg. Über die längste Zeit der Menschheitsgeschichte sei Energie knapp und nur in Form von Muskelkraft, Holz, Tieren, Wind und Wasser vorhanden gewesen. Das habe zu Stagnation und extremer Armut führte. Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung hätten in Armut gelebt.

Fossile Brennstoffe hätten einen Übergang zu einer „Mineral-Energie-Wirtschaft“ ermöglicht. Dadurch sei die Armutsquote dramatisch auf unter 8 Prozent gesunken. In reichen Ländern verfüge jeder Mensch heute über circa 160 kWh/Tag an mechanischer Energie, was einem Äquivalent von ca. 500 „stillen Dienern“ entspreche. Das tägliche Leben sei dadurch enorm erleichtert worden, Transport, Heizung, Kühlung, Produktion und vieles mehr sei auf dem heutigen Niveau möglich geworden. Es gebe eine starke Korrelation zwischen mehr Energie und mehr Reichtum. Kein energiearmes Land sei hochentwickelt.


Die aktuelle Klimapanik sei übertrieben und schade den Menschen. Lomborg räumt ein, dass der Klimawandel ein reales Problem sei, der Weltuntergang aber nicht drohe. Medien und Politiker würden mit Formulierungen wie „die Welt steht in Flammen“ häufig übertreiben.

Die Daten würden vielmehr zeigen, dass die Todesfälle durch Klimakatastrophen wie Fluten, Dürre, Stürme und Brände in den letzten 150 Jahren um den Faktor 500 gesunken seien, von ungefähr 5 Millionen auf unter 10.000. Grund dafür seien Wohlstand, der Resilienz und bessere Vorhersagen ermöglicht habe.

Dank der Satellitendaten der NASA können wir feststellen, dass die durch Brände beschädigte Fläche auf der Erde in den letzten 25 Jahren um 25 Prozent zurückgegangen ist. Die weltweite Eisbärenpopulation habe sich in den letzten 50 Jahren hingegen ungefähr verdoppelt. Das habe aber nichts mit dem Klima zu tun, sondern damit, dass die Menschen aufgehört hätten, Eisbären zu jagen.

Die Sorge um das Klima und den Klimawandel sei in den letzten Jahren in der EU gesunken. 2019 hätten noch 35 Prozent der Bevölkerung das Thema als wichtigste Aufgabe der EU betrachtet. Heute seien es nur mehr 8 Prozent. 

Die derzeit von vielen Staaten verfolgte „Net-Zero-Politik“ habe viele Probleme. Seit 2004 seien 16 Billionen US-Dollar (16.000 Milliarden US-Dollar) dafür ausgegeben worden. Trotzdem sei eine echte Energiewende nicht in Sicht. So genannte erneuerbare Energie mache den Strom teurer. Die „Net-Zero-Politik“ führe zu Energiearmut, höheren Preisen und geringerem Verbrauch, besonders in Europa. Das bremse das Wachstum, die Innovation und die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen. Reiche Länder mit hohem Energieverbrauch schützen die Umwelt besser, sagt Lomborg.

Sein Lösungsvorschlag setzt daher darauf, Energie reichlich verfügbar zu machen. Das schließt die Nutzung fossiler Energieträger und der Kernenergie ein. Auf diese Weise sollten Wachstum und technologische Innovationen ermöglicht werden. Staaten und Gesellschaften würden auf diese Weise reicher und resilienter sowie langfristig besser in der Lage, Probleme des Klimawandels zu lösen. Die Prioritäten sollten realistisch und pragmatisch gesetzt werden, nicht ideologisch, sagt Lomborg.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Klima

  1. Fehlerhafte Studie über Kosten des Klimawandels zeigt Verbindungen zwischen Forschung und Wirtschaft
  2. Aktuelle Daten zeigen: Keine Übersterblichkeit in Europa während der Hitzewelle
  3. "Winter mit starkem Frost und viel Schnee .. wird es in unseren Breiten nicht mehr geben"
  4. IA-IA - Mehr ESEL für die BISCHÖFE
  5. WDR-Magazin Monitor: ‚Klimawandel’ ist ‚verharmlosende Klimasprache’
  6. Alexander Kissler: ‚Als Klimasekte haben die Kirchen keine Zukunft’
  7. Der Populismus des Wiener Kardinals
  8. Als uns vor knapp 50 Jahren die "Klima-Experten" und Medien eine neue Eiszeit prophezeiten
  9. Die Gretchenfrage: Wie hoch ist der natürliche Anteil an der modernen Klimaerwärmung?
  10. Das Klimamärchen von Greta Thunberg: Auslöschung in fünf Jahren, wenn...







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz