
Umfrage: Papstbesuch in Spanien stärkte Glauben und Hoffnungvor 5 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Bischofskonferenz des Landes ließ Resonanz unter Teilnehmenden von Meinungsforschern erheben - Insgesamt hatten 2,5 Millionen Spanier den Papst in ihrer Heimat gesehen.
Madrid (kath.net/ KAP)
Äußerst positive Rückmeldungen gibt es über den Papstbesuch von Leo XIV. in Spanien von dessen Teilnehmern. Das geht aus einer von der Spanischen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GAD3 hervor, an der sich mehr als 5.000 Besucher der Papstveranstaltungen beteiligten. Laut den am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen bewerteten 98 Prozent den Besuch positiv oder sehr positiv. Das Ansehen des Papstes unter den Befragten stieg von 90 auf 98 Prozent. Vor der Reise gaben noch 57 Prozent an, Leo XIV. kaum zu kennen, nach dem Besuch waren es nur noch 14 Prozent.
Besonders stark war laut Umfrage der persönliche und spirituelle Eindruck: 92 Prozent erklärten, sich künftig stärker für eine bessere Welt einsetzen zu wollen, 91 Prozent möchten ihre Beziehung zu Gott vertiefen und 87 Prozent ihr kirchliches Engagement verstärken. Als vorherrschende Gefühle nannten die Befragten Freude (99 Prozent), Begeisterung und Hoffnung (je 97 Prozent), Frieden (95 Prozent) sowie Verbundenheit mit anderen Menschen (95 Prozent). 
Am stärksten beeindruckten die Teilnehmer die Aussagen des Papstes über das Gebet und die persönliche Beziehung zu Gott (19 Prozent) sowie über einen glaubwürdigen und hoffnungsvollen Glauben (17 Prozent). Deutlich seltener wurden seine Botschaften zu Migration, gesellschaftlicher Polarisierung oder freiwilligem Engagement als wichtigste Impulse genannt. Die Befragten waren im Durchschnitt 36 Jahre alt; 61 Prozent waren Frauen.
Am Dienstag hat die Erzdiözese Madrid für das kommende Pastoraljahr das Projekt "Alcemos juntos la mirada" ("Lasst uns gemeinsam den Blick erheben") vorgestellt, das die Begegnung mit dem Papst in einen längerfristigen kirchlichen Weg überführen soll. "Diese Tage dürfen nicht auf eine dankbare Erinnerung oder ein außergewöhnliches Ereignis reduziert werden", heißt es in dem Dokument. Ziel sei es, die Impulse von Leo XIV. in den Gemeinden weiterzutragen, die Gemeinschaft zu stärken und den Blick besonders auf Menschen in Armut, Einsamkeit und Ausgrenzung zu richten. Die Papst-Reise wird von der Diözese als "Zeit der Gnade" bezeichnet, aus der ein neuer missionarischer Aufbruch entstehen soll.
Vierte Auslandsreise von Leo XIV. als Papst
Der Papstbesuch in Spanien vom 6. bis 12. Juni 2026 war die vierte Auslandsreise von Leo XIV. seit seiner Wahl, mit Stationen in Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Teneriffa. Im Mittelpunkt der sechstägigen Apostolischen Reise standen Begegnungen mit Jugendlichen, Glaubens- und Gebetsmomente, soziale Fragen wie Migration und Unterstützung benachteiligter Menschen sowie Gespräche mit Politik, Kirche und Gesellschaft.
Zu den Höhepunkten gehörten die Fronleichnamsmesse in Madrid, die Begegnung mit Jugendlichen, der Besuch der Benediktinerabtei Montserrat und die Weihe des Turms Jesu Christi der Basilika Sagrada Família in Barcelona sowie Begegnungen mit Migranten auf den Kanaren. Insgesamt nahmen nach Angaben der Organisatoren mehr als 2,5 Millionen Menschen an den öffentlichen Veranstaltungen der Reise teil.
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Foto: Papst Leo XIV. (C) Vatican Media
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