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Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

24. Juli 2026 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Der junge Römer starb wie Carlo Acutis im Ruf der Heiligkeit – Vielen Jugendlichen spendet er vom Sterbebett aus noch Trost und Zuversicht: Hunderte von Jugendlichen dürfen nacheinander das Zimmer von David aufsuchen. Von Elmar Lübbers-Paal


Rom (kath.net) In Italien gibt es etliche Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Lebenshingabe verehrt werden. Nur selten werden sie auch bei uns im deutschsprachigen Raum bekannt, wie der 15-jährig verstorbene Carlo Acutis. Für uns ist heute schwer vorstellbar, dass ein junger Mensch, der an einer unheilbaren Krankheit schmerzhaft leidet, letztlich sein Leben für die Kirche und das Wohlergehen der Jugend aufopfert. Auch wenn bei uns der Opfergedanke fast vollständig ausradiert zu sein scheint, möchte ich Ihnen einen Jungen vorstellen, der mit 17 Jahren frühvollendet starb und von viele Menschen um Fürsprache angerufen wird.

David Buggi wird am 6. November 1999, als erstes von drei Kindern des Ehepaares Marco und Diana Buggi, die beide in der Krankenpflege tätig sind, in Rom geboren. Er wächst als ganz normaler, jedoch etwas rebellischer Junge heran. David ist für sein Alter sehr klug und findet Gefallen am Sport. Radfahren und Schwimmen sind seine große Leidenschaft. Dass er regelmäßig die Gottesdienste besucht und aktiv am Leben der Pfarrei teilnimmt, ist in seiner Umgebung auch nicht aufsehenerregend. Er nimmt an Veranstaltungen der geistlichen Gemeinschaft des Neokatechumenalen Wegs teil. Hierdurch verstärkt sich sein Ringen um die Verwirklichung einer geistlich geprägten Welt, in der man voll Gottvertrauen leben kann. 

Als Heranwachsender hat er viele Fragen. Was ihn besonders beschäftigt ist, wie man das wahre Glück finden kann. Er ist ein Suchender, der stets bemüht ist Herz und Geist in Einklang zu bringen. Er möchte im Alltäglichen missionarisch sein und die absoluten Wahrheiten, gegen alle Angriffe des Zeitgeistes, verteidigen. 


Voller Freude ist er dabei, wenn er in der Heiligen Schrift liest. Sie ist für ihn das Werkzeug, um die Unterscheidung der Dinge vornehmen zu können. Im Gebet erkennt David die Wahrheiten, die er der Bibel entnehmen kann. 

Von seinen Bekannten sind einige auf die schiefe Bahn geraten und er fragt sich ob sie das Glück finden werden. Die Verlockungen sind groß. David weiß sich jedoch richtig zu entscheiden, wenn er zu Partys eingeladen wird, auf der auch Jugendliche sind, die bereits mit Drogen oder Pornosucht zu tun haben. Er geht getreu seinen Weg, auch wenn dieser mit so manchen inneren Kampf verbunden ist.

David ist 16 Jahre alt, als er von schrecklichen Schmerzen im Bein spricht. Zunächst gehen er und seine Eltern davon aus, dass seine vielen sportlichen Aktivitäten dafür die Ursache sind. Doch die Schmerzen verschlimmern sich so sehr, dass er trotz der Einnahme von Schmerzmitteln nur sehr schlecht und wenig schlafen kann. Das MRT im Krankenhaus bringt schließlich Gewissheit. Es handelt sich nicht, wie die Familie gehofft hatte, nur um ein Hämatom. 

Obwohl die örtliche Kirchengemeinschaft mit der Familie dafür betet, dass es nur ein harmloses Hämatom ist, lautet die Diagnose Tumor. Alle sind angesichts des Untersuchungsergebnisses geschockt, beten nun jedoch, dass es ein gutartiger Tumor ist, der gut operiert werden kann. Doch es kommt schon wieder anders. Es ist ein bösartiger Tumor. Die Gebetsgemeinschaft spricht nun ihre Fürbitten dahingehend, dass der Tumor nicht gestreut haben möge. Doch die Ärzte bestätigen die Streuung. David hat ein aggressives Osteosarkom mit einer maximalen Schmerzbelastung. 

David ist mental am Boden zerstört. „Ich komme fast mit Zorn zu Gott und frage ihn, warum man für etwas betet und er dann aber genau das Gegenteil zulässt. Warum willst Du mir nicht helfen? Warum all das? Was hilft es zu beten, wenn genau das Gegenteil von dem eintrifft, wofür man gebetet hat?“ 

Trotz der Negativmeldungen mit dem damit verbundenen Todesurteil, fühlt er sich doch der Kirche und dem Glauben verbunden. Sein Seelenführer ist nun Don Pierangelo Pedretti. Dieser Priester ist es, der David den Ratschlag gibt, er möge seine ganze Krankheit Gott anvertrauen. Der Geistliche macht deutlich, dass selbst Jesus im Garten Gethsemane Angst hatte und um Verschonung bat. Letztlich sagte Jesus gegenüber Gottvater dann aber: „Nicht mein Wille geschehe, sondern der deine“. 

Als David allein ist, findet er in seinem Nachtschrank einen Rosenkranz. Er nimmt ihn und beginnt, so gut er es kann, ihn zu beten. David war bisher das Rosenkranzgebet nicht gewohnt. Doch während des Betens ergreift ihn plötzlich eine Angstfreiheit und eine friedliche Zuversicht. 

Seine Sichtweise wird völlig verändert. Von nun an opfert er seine Schmerzen auf, um vom Weg abgekommene Jugendliche wieder mit Gott versöhnt zu wissen. Davids Gebetsleben ist nun aktiver denn je. Ein Jahr leidet er mit dem Krebs, ein langer Kalvarienbergsgang. Inzwischen hat sich der Tumor auf fast alle lebenswichtigen Organe ausgebreitet. Das Atmen wird zu einem Kampf. 

Doch Beschwerden vernimmt man nicht von dem Todkranken. Vielen Jugendlichen spendet er vom Sterbebett aus noch Trost und Zuversicht. Hunderte von Jugendlichen dürfen nacheinander das Zimmer von David aufsuchen. Er spricht und betet mit ihnen. Als seine Stimme versagt, spricht Don Pierangelo für ihn. Nachdem alle hilfesuchende Jugendliche bei David waren, spricht er gegenüber Gott einen einzigen Wunsch noch aus: „Gott, nur um eines bitte ich dich: tröste meine Mutter! Sie soll nicht viel zu leiden haben!“ 

Der 17-jährige bekennt, dass das letzte Jahr das schönste war, das er je hatte. Er begründet dies damit, dass er mit der Annahme des Leidens, so sehr die Nähe Gottes gespürt habe, wie nie zuvor in seinem Leben. 

Allen Leidenden erklärt David: „Der Herr bittet dich nie um ein Opfer, ohne sich hundertfach zurückzugeben.“ 

Und auf die Frage, wie er sich Gott denn vorstelle, gibt er zur Antwort: „Wie ein Vater, der will, dass ich ganz und gar glücklich bin und er wird auch alles tun, um mich vollends glücklich zu machen.“ 

Zu Davids letzten Worten gehört: „Ich bin bereit, ich habe die Hand Jesu gespürt, ich weiß, dass er kommt, um mich zu holen!“.

Am hohen Fronleichnamstag, am 18. Juni 2017, wird David Buggi im Himmel geboren.

Archivfoto: David Buggi

In diesem Video kommt David, bereits schwer erkrankt, selbst zur Wort (italienisch):


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Lesermeinungen

 Dolomiti 26. Juli 2026 
 

Die Frucht der Glaubensübergabe in der christlichen Familie

Ja, wo gläubige Eltern sich um ihre Kinder kümmern, kann es zu viel Leid kommen, wie in diesem Fall oder im Fall des Heiligen Carlo Acutis, jedoch der Glaube an den Auferstandenen Jesus Christus gibt Trost und Kraft im durchleben des eigenen Kreuzweges.
Siehe auch Zeugnis der Eltern im YouTube-link

youtu.be/GcuDvxJM0j0


0
 
 Paddel 24. Juli 2026 

Gott sei Dank!

Dieses Zeugnis macht sprachlos, demütig und dankbar.

An einem anderen hohen Fronleichnamstag durften wir ein Heilungswunder erfahren.


3
 

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