
Nicaragua: Regime veröffentlicht Propaganda-Video von festgenommenem Bischof Matavor 7 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Im Interview, geführt von einem regime-nahen Abgeordneten, erscheint Bischof Mata ruhig und sagt, er werde gut versorgt, habe Besuch von Verwandten erhalten - Kritiker werten das Video als reine Propaganda
Managua (kath.net/gro/red) Das sandinistische Regime in Nicaragua hat über den staatlich kontrollierten Sender Canal 6 ein Video des 80-jährigen Bischofs Abelardo Mata veröffentlicht. Der emeritierte Bischof von Estelí war am 29. Juni 2026 nach einer Predigt über die Verfolgung der Kirche von der Polizei in einem Krankenhaus festgenommen worden, wo er sich wegen einer Kontrolle seines Herzschrittmachers aufhielt. Darüber berichten die "Christian Post" und weitere internationale Medien.
Im Interview, geführt von einem regimenahen Abgeordneten, erscheint Bischof Mata ruhig und sagt, er werde gut versorgt, habe Besuch von Verwandten erhalten und führe ein Leben aus Gebet und Studium. Das Regime behauptet, er befinde sich seit dem 4. Juli auf einem Anwesen in Tisma.
Kritiker werten das Video als reine Propaganda. Der in Miami lebende Priester Edwing Román erklärte, es verschweige die Umstände der Festnahme, die wochenlange Isolation und die anhaltende Polizeibewachung. Der Bischof stehe unter Hausarrest und könne das Grundstück nicht verlassen. Die Veröffentlichung diene offenbar dazu, internationalen Druck – auch aus den USA – abzufedern.
Der Fall reiht sich in die systematische Unterdrückung der katholischen Kirche unter dem Regime von Daniel Ortega und Rosario Murillo ein. Nicaragua gehört zu den Ländern, in denen Christen besonders stark verfolgt werden. Bischof Mata gilt als kritische Stimme, die sich immer wieder für die leidende Bevölkerung eingesetzt hat.
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Archivfoto Bischof Mata © Nicaraguanische Bischofskonferenz 
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