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| ![]() Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüstvor 1 Stunden in Kommentar, keine Lesermeinung Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“? Ein Kommentar von Roland Noé Linz (kath.net/rn) Zu Hause werde gebetet, wenn er abends da sei. Er möchte seinen Töchtern ein „Wertegerüst“ anbieten. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gab vor einigen Tagen im Funke-Podcast tiefere Einblicke in sein Privatleben. Was er dort präsentiert, ist das Lehrbuchbeispiel eines modernen Wohlfühl-Katholizismus: unverbindlich, konsumorientiert und frei von Pflichten. Wüst betont, seine Familie sei „nicht frömmelnd“ und der sonntägliche Kirchgang gehöre schlicht nicht zu seiner Praxis. Interessant: Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“? Dass Glauben jedoch kein reines Buffet ist, aus dem man sich bequem nur die wohlschmeckenden Rosinen herauspickt, blendet der Christdemokrat offensichtlich aus. Wer den christlichen Glauben nicht nur als kulturelles Accessoire vor sich hertragen, sondern tatsächlich leben will, für den ist die Praxis eben kein vernachlässigbares Beiwerk. Ein gelebter Glaube erschöpft sich nicht in heimischer Wohlfühlatmosphäre nach Feierabend. Er sucht die Gemeinschaft, das Sakrament und das Bekenntnis – und dazu gehört ganz zentral die Teilnahme an der Sonntagsmesse. Wer sich hier ausklinkt, degradiert den Glauben zu einer rein individuellen Befindlichkeit. Dass Wüst seinen Töchtern das Christentum lediglich als „Angebot“ hinterlassen will, wirkt wie die konsequente Fortsetzung dieser Haltung von de facto Unverbindlichkeit. Eine Spiritualität ohne sonntägliche Praxis und eine Tradition ohne sichtbaren Vollzug bieten Kindern kein echtes Fundament, sondern nur ein unverbindliches Orientierungsangebot im Supermarkt der Möglichkeiten. Eine Frage hätte ich noch an Herrn Wüst: Denken Sie, dass Ihre Kinder den Glauben später wirklich ernst nehmen? Und was denken die vielen gläubigen Muslime in Deutschland darüber, über Katholiken, die den eigenen Glauben so wenig ernst nehmen? Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuEine Frage hätte ich da noch
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