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Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst

18. August 2026 in Kommentar, 33 Lesermeinungen
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Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“? Ein Kommentar von Roland Noé


Linz (kath.net/rn)

Zu Hause werde gebetet, wenn er abends da sei. Er möchte seinen Töchtern ein „Wertegerüst“ anbieten. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gab vor einigen Tagen im Funke-Podcast tiefere Einblicke in sein Privatleben. Was er dort präsentiert, ist das Lehrbuchbeispiel eines modernen Wohlfühl-Katholizismus: unverbindlich, konsumorientiert und frei von Pflichten.

Wüst betont, seine Familie sei „nicht frömmelnd“ und der sonntägliche Kirchgang gehöre schlicht nicht zu seiner Praxis. Interessant: Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“?


Dass Glauben jedoch kein reines Buffet ist, aus dem man sich bequem nur die wohlschmeckenden Rosinen herauspickt, blendet der Christdemokrat offensichtlich aus. Wer den christlichen Glauben nicht nur als kulturelles Accessoire vor sich hertragen, sondern tatsächlich leben will, für den ist die Praxis eben kein vernachlässigbares Beiwerk.

Ein gelebter Glaube erschöpft sich nicht in heimischer Wohlfühlatmosphäre nach Feierabend. Er sucht die Gemeinschaft, das Sakrament und das Bekenntnis – und dazu gehört ganz zentral die Teilnahme an der Sonntagsmesse. Wer sich hier ausklinkt, degradiert den Glauben zu einer rein individuellen Befindlichkeit.

Dass Wüst seinen Töchtern das Christentum lediglich als „Angebot“ hinterlassen will, wirkt wie die konsequente Fortsetzung dieser Haltung von de facto Unverbindlichkeit. Eine Spiritualität ohne sonntägliche Praxis und eine Tradition ohne sichtbaren Vollzug bieten Kindern kein echtes Fundament, sondern nur ein unverbindliches Orientierungsangebot im Supermarkt der Möglichkeiten.

Eine Frage hätte ich noch an Herrn Wüst: Denken Sie, dass Ihre Kinder den Glauben später wirklich ernst nehmen? Und was denken die vielen gläubigen Muslime in Deutschland darüber, über Katholiken, die den eigenen Glauben so wenig ernst nehmen?


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Lesermeinungen

 SarahK 22. August 2026 
 

@Lakota ja genau das meine ich

man kann einfach nicht 2 Herren dienen. Ich habe es ebenso erlebt, ich musste sehr viele Sachen abstellen als ich von Kulturkatholik zu „ich möchte Christus kennen lernen“ katholisch konvertierte. Am Anfang dachte ich sogar noch ich könnte über das ein oder andere was mich aus meiner gewohnten Welt „herausriss“ in der Beichte verhandeln. Aber „Nein!“ das geht eben nicht. Mt 5,37


1
 
 lakota 22. August 2026 
 

@Liebe SarahK

Ich hatte mal ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich sonntags manchmal nicht in der Hl. Messe war. (Selten). Ich fragte unseren Priester, ob das eine schwere Sünde sei, die ich beichten müsste.
Er sagte, wenn es nur selten vorkäme, müsste ich es nicht beichten - aber wenn es ein Dauerzustand wäre, sei es eine schwere Sünde, weil das bedeuten würde, daß mir Jesus Christus gleichgültig ist.

Ein Mensch, dem Jesus gleichgültig ist, ist der ein Katholik? Wie sagte Jesus: Wer mich liebt, hält meine Gebote.


1
 
 SarahK 21. August 2026 
 

@discipulus, ja!

Eins und zwei hören sich doch viel differenzierter an als ihre ursprüngliche Wortmeldung und das Recht evtl. sogar nicht immer richtig ist, weiß ich nicht ob man das auf die Kirche beziehen kann im weltlichen ist es so habe ich gelernt als ich mit meinem Italiener an einem städtischen Fahrzeug hängen blieb und schuld sein sollte und mein Italiener Schrott.
Zum Beispiel: ich glaube es ist eine Form der Unehrlichkeit katholisch zu sein ohne katholisch sein zu wollen (also die Gebote zu halten) was Ehrlichkeit angeht bin ich extrem sensibilisiert, jeder kann mir alles sagen solange es wahr ist. Hier denke ich wenn man nicht bereit ist die Kirchengebote zu halten, wie sehr kann man dann behaupten Christus zu lieben? (And again we are sinners, that‘s not meant). Ich denke hier an Lk 16,10–12 oder Petrus zu Hananiss in der Apostelgeschichte. Warum sollte jemand der unehrlich im Bekenntnis ist die Liebe aufbringen?


1
 
 discipulus 21. August 2026 
 

@SarahK: Taufe

Ja, durch die Taufe wird man Christ. Weil es Christsein aber nicht ohne Konfessionalität gibt, wird man mit der Taufe auch automatisch Katholik, Orthodoxer Christ, Protestant, Kopte, etc. Insofern ist die Festlegung des Kirchenrechts, auf die ich verwiesen habe, konsequent und klar.

Streiten kann man darüber, ob nicht jeder Christ automatisch auch Katholik ist - und eben Schismatiker oder Häretiker, wenn er nicht in Gemeinschaft mit dem Papst steht. So sah es noch das Kirchenrecht von 1917. Der CIC/1983 ist da weniger klar, ich habe einst länger mit meinem Kirchenrechtsprofessor darüber diskutiert... Den CIC/1983 kann man so lesen, daß er ein genuines Christsein außerhalb der katholischen Kirche anerkennt, muß man m.E. aber nicht...

Inwiefern Ihr Erlebnis Ihre Aussage verdeutlichen soll, ist mir unklar. Klar ist aber natürlich, daß staubige und schmutzige Kirchen ein Unding sind.


0
 
 SarahK 20. August 2026 
 

PS: außerdem

wird man durch die Taufe ja Christ und nicht Katholik oder? Katholik ist ein Bekenntnis.
Und habe ein gutes Beispiel zu meiner These. Eben in der Kirche habe ich gesehen, dass unter den Bänken reihenweise Staub, Spinnengewebe und sogar Dreck war. Das schmerzt mein katholisches Herz, nicht weil ich sündenfrei bin, würde sonst wohl nicht regelmäßig Beichten, sondern weil ich Christus Liebe, ich darf es aber nicht weg machen, weil ich mich angeboten hatte die Kirche zu putzen, der Pfarrer mich aber nicht für ein Ehrenamt wollte (sw zu katholisch), nun wir haben gerade in der Gemeinde sehr viele Kulturkatholiken, wieso ist also die Kirche dreckig?


1
 
 SarahK 20. August 2026 
 

Lieber Discipulus

Tse zu dem was Sie nur an mich adressierten, dann formulieren sie es halt besser, dann gibt es auch keine Missverständnisse und natürlich befolge ich alle die von Ihnen im anderen Post genannten Regeln, nur das mit den vielen Kindern habe ich leider nicht geschafft aber dafür habe ich 10 Rosenkränze, vielleicht zählt das auch. Aber tatsächlich haben Sie sich trotzdem vertan, Der Katechismus selbst bezeichnet die Kirchengebote als ein „unerlässliches Minimum“ und nennt beispielsweise Sonntagsmesse, jährliche Beichte, Osterkommunion sowie Fasten und Abstinenz – nicht aber täglichen Rosenkranz, tägliche Messe, tägliches Stundengebet oder mehrere Stunden wöchentliche Caritas als allgemeine Pflichten jedes Katholiken. Ich beobachte halt Oft dass Menschen die sich an diese Gebote halten ehrlich lieben und Kulturkatholiken ihre „Caritativität“ zur schau stellen und wäre es dann nicht gut wenn man alle in den Regeln hätte? Also zumindest dass die Menschen verstehen die Regeln existieren?


1
 
 discipulus 20. August 2026 
 

@Stefan Fleischer, @SarahK et alii: Vorbildich katholisch

Also, versuchen wir es mal, ohne Anspruch auf Vollständigkeit... Ein vorbildlicher Katholik sollte täglich die hl. Messe mitfeiern, das Stundengebet und den Rosenkranz beten, einmal wöchentlich beichten, den Sonntag dem Studium der Bibel und der Theologie widmen, sich mehrere Stunden pro Woche karitativ engagieren, wenn er verheiratet ist: nach Möglichkeit zehn Kinder bekommen und im Glauben großziehen, sich in allem an die Morallehre der Kirche halten und sie allen beruflichen und privaten Entscheidungen zugrundelegen, stets fröhlich Zeugnis vom Glauben geben, stets offen für die Sorgen anderer, vieleeinladen, an seinem Leben teilzunehmen.

Das wären m.E. mal so die Grundzüge. Schaffe ich das? Nicht im mindesten. Versuche ich, diesem Idealbild nahezukommen? Ja, so gut es geht. Kenne ich Brüder und Schwester, die diesem Idealbild näher kommen als ich? Einige. Bin ich deshalb kein guter Katholik? Ich hoffe, mein Richter wird einmal gnädiger urteilen als die Foristen hier im Forum.


1
 
 discipulus 20. August 2026 
 

@SarahK: Widerspruch?

Und wo genau sehen Sie nun einen Widerspruch zwischen dem, was Sie schreiben, und meinem Hinweis, daß man den Begriff "Katholik" so verstehen sollte, wie er definiert ist durch Ekklesiologie und Kirchenrecht, nämlich durch die Zugehörigkeit zu einer Kirche, die in Gemeinschaft mit dem Papst steht?

Ich habe doch nirgends geschrieben, daß es gut sei, wenn ein Katholik seinen Glauben lau lebt, gegen die Regeln der Kirche verstößt, dumm daherredet und dabei Gläubige beleidigt, die ihren Glauben ernst nehmen, etc. etc. Aber bei alldem bleibt er bis zum Jüngsten Gericht Katholik, sogar wenn er sich einem Schisma anschließt, aus der Kirche austritt oder vom Glauben abfällt. So ist der katholische Glaube und so ist das Kirchenrecht. Semel catholicus, semper catholicus. Von der persönlichen pietas ist dabei nicht die Rede.


0
 
 SarahK 19. August 2026 
 

@discipulus, ihre Aussage ist mir nicht schlüssig

(Ich hatte schon was geantwortet aber das ist wohl im VPN hängen geblieben. )Die kath. Kirche hat soweit ich weiß Regeln und dann gehen wir zurück zu C.S. Lewis:
“Obedience is the first thing in the Christian life.”
Und jetzt gucke ich mir so manchen Wüst, nennen wir ihn Haupt- oder Ehrenamtlichen Laien der nicht nur gegen die Regeln verstößt sondern dem auch egal ist ob er im Stand der Gnade ist. Ich glaube das ist ein Krankheitsymptom der kath Kirche, wie können fernstehende Menschen etwas lieben lernen, wenn gar nicht mehr „gezeigt“ wird was. Und das bedeutet nicht, dass man sich selbst für sündenlos hält, im Gegenteil, aber es heißt man will sicher sein dass men ums Ringen nach Heiligkeit nicht allein ist, sondern communio hat.


2
 
 discipulus 19. August 2026 
 

@sdamon: genau lesen

Das habe ich an keiner Stelle geschrieben, nahegelegt oder auch nur gedacht. Insofern bitte ich Sie, derartige Unterstellungen zu unterlassen.

Natürlich gibt es auch unzüchtige, irrige, wie man sieht: auch verleumderische Katholiken. Nur hören die deshalb jeweils nicht auf, Katholiken zu sein. Auch ein Dieb oder Mörder hört ja nicht deshalb auf Katholik zu sein, weil er etwas tut, was dem katholischen Glauben widerspricht.

@SarahK: Ja, Sie haben recht, auch durch Minimalismus kann ein Begriff beliebig werden. Aber das geschieht hier ja nicht. Vielmehr wird er beliebig, wenn wir den Begriff "Katholik" mit "guter Katholik" gleichsetzen, denn dann können wir endlos diskutieren, was "gut" heißt. Es sei denn, wie meinen gleich "vorbildlicher, sündloser Katholik, der in allen Punkten mit der kirchlichen Lehre übereinstimmt". Dann gibt es davon nämlich nur noch genau zwei. Ansonsten will ich mich nicht zum Richter darüber aufspielen, wer jetzt noch "gut genug" Katholik ist.


0
 
 Versusdeum 19. August 2026 
 

@ggk

Wollte Ihnen schon aus ganzem Herzen zustimmen. Aber leider erklären Sie die einzige Alternative für keine Alternative. Wen also soll man kurz- bis mittelfristig wählen? Die nächsten Landtagswahlen stehen ja an!


0
 
 SarahK 19. August 2026 
 

@discipulus: Veto

Ich bin ein Lewis Fan und es ist aus dem genannten Buch (Original „Mere Christianity“)ABER Lewis' Warnung vor der Bedeutungsverwässerung rechtfertigt nicht automatisch eine möglichst minimale Definition. Er warnt vor Beliebigkeit, nicht vor begrifflicher Differenzierung. Man kann einen Begriff genauso durch Reduktion seines Inhalts verfehlen wie durch Überladung. Also wäre er definitiv auf der anderen Argumentationsseite.


0
 
 serafina 19. August 2026 
 

Wüst betont, seine Familie sei „nicht frömmelnd“

...und der sonntägliche Kirchgang gehöre schlicht nicht zu seiner Praxis.
Nun, dann sollte er vielleicht mal in der Offenbarung 3,16 nachlesen, was Jesus über die Lauheit (Halbliebe) sagt.


2
 
 sdamon 19. August 2026 
 

@ discipulus

„Aber wenn wir anfangen, nur jene Katholiken zu nennen, die (uns - wem?) fromm genug erscheinen, entwerten wir den Begriff "Katholik" und letztlich auch das Kirchenverständnis.“

Und wenn wir den Begriff „Katholik“ auf alle und alles anwenden – egal wie abwegig und schwul er/es ist - entwerten wir ihn nicht, sondern bereichern dann die Vielfalt des katholischen Glaubens und der Kirche.
Ist es das, was Sie sagen wollten?


1
 
 discipulus 19. August 2026 
 

@Stefan Fleischer, @gebsby: Katholisch sein

Im Sinne von C.S. Lewis, der (ich glaube, es war in "Pardon, ich bin Christ) davor warnt, Begriffe zu entwerten, in dem man sie mit immer mehr auflädt, würde ich mich an die alte Definition halten: Katholisch ist, wer in eine Kirche, die in Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom steht, hineingetauft wird oder in sie hinein konvertiert. Schlicht und ergreifend.

Darunter gibt es laue Katholiken, auch schismatische, häretische und apostatische Katholiken, natürlich auch ernsthafte, praktizierende, fromme Katholiken etc. etc.

Aber wenn wir anfangen, nur jene Katholiken zu nennen, die (uns - wem?) fromm genug erscheinen, entwerten wir den Begriff "Katholik" und letztlich auch das Kirchenverständnis.


0
 
 gebsy 19. August 2026 

@Josefus - Vergelt's Gott!

KLAR - NÜCHTERN - EINLADEND

Was kann ich hier und jetzt tun, um dem Nächsten Gottes helfende Liebe erfahrbar zu machen?


0
 
 sdamon 19. August 2026 
 

@ Stefan Fleischer

„Gibt es irgendwo eine "Auslegeordnung" dessen, was ein römisch-katholischer Christ glauben und welche anderen Voraussetzungen er (mindestens) erfüllen muss, um rechtmässig als solcher auftreten zu können?“

Nichts für ungut, aber das sollten Sie doch wissen.
Und wenn Ihre Frage rein rhetorisch war, dann ist die Antwort um so einfacher:
Bibel + KKK + CIC

Und wer simpel und infantil haben will, muss bei den Hagarenen um Aufnahme bitten.


0
 
 Stefan Fleischer 19. August 2026 

@ gebsy

Mir schwebt eine kurze Zusammenfassung vor, welche z.B. sagt: «Katholisch ist, wer an Gott, den Dreifaltig Einen glaubt, so wie ihn die Kirche in ihren beiden Glaubensbekenntnissen darlegt.» oder einfacher: «Katholisch ist, wer die ganze, allumfassende Lehre der Kirche akzeptiert und sich der Führung durch den Stellvertreter Christi auf Erden, den Papst, unterwirft.» Das müsste natürlich noch sauber ausgearbeitet und ergänzt und so formuliert werden, dass es als besonders verbindlich für jeden ist, welcher in der Öffentlichkeit als Katholik präsentiert. Das sich als Katholik zu verkaufen, wenn es nur darum geht, nur Stimmer zu gewinnen oder anderweitig davon zu profitieren, müsste darin klar abgelehnt werden.


1
 
 Josefus 18. August 2026 
 

Aus die Maus

Bin dann raus!


0
 
 Josefus 18. August 2026 
 

Aufwachen!

Christen sind am Ausssterben, die Gebote Dekalog und Kirchengebote sind obsolet.

Josefus


0
 
 Josefus 18. August 2026 
 

Realität

Sieht man die Realität bei Christen, muss man ernüchtert wahrnehmen, dass die Glaubenswahrheiten verdunstet sind


2
 
 naiverkatholik 18. August 2026 
 

explizite Mahnung zum sonntäglichen Kirchgang in 5 NRW-Bistümern unterschiedlich

Hab mal KI gefragt, was die NRW-Bischöfe in ihren Hirtenbriefefen dazu sagen. KI macht Fehler, Richtung stimmt aber meist. Es heißt, Dieser von Aachen und Woelki von Köln, würden Thema am explizitesten ansprechen.Bei Overbeck sei es weniger markant, ein Hirtenbrief von 2011 wird erwähnt. In Paderborn und Münster sei eher die grundsätzliche theologische Wertschätzung betont, weniger die konkrete pastorale Aufforderung.
Ihr Katholiken, kommt sonntags zur Messe, das sagen Bischöfe nicht gerne so deutlich und schlicht.


1
 
 SarahK 18. August 2026 
 

@Lupivius

so ist es wohl. Ich war zuerst von Frau Merkel begeistert, aber sie hat im Grunde den Rest des C‘s ausgehaucht,
Wüst ist wohl weder katholisch noch im Grunde ein Christ. Ich weiß nicht ob der Begriff Moralistic therapeutic deism (MTD) in Europa so bekennt ist wie in den USA, aber er ist zutreffend, nicht nur hier in dem Fall sondern auf die meisten Kirchensteuerzahler. Und ich finde die Kirche würde langsam gut daran tun Dinge so benennen wie sie sind, vielleicht wird der ein oder andere dann doch wach. Denn wie sagte mein Kind eben als wir uns über unsere Gemeinde unterhielten „Denk daran Mama, wir können nur das Wasser einschenken, nur Christus kann es in Wein verwandeln und wir können nur säen aber auf die Qualität des Bodens haben wir keinen Einfluss.“


2
 
 kant 18. August 2026 
 

Bitte nicht naiv sein! (2)

3. Ich kann verstehen, daß Christen, die ihren Glauben Ernst nehmen, sich von einer Partei mit „christlich“ im Namen mehr „Christ-Sein“ wünschen, aber sie sollten bei aller Kritik nicht vergessen, daß die CDU sicherlich mehr davon hat als so manche andere Partei.
4. Und denen, die hier offensichtlich kein Problem damit haben, daß statt der CDU die AfD in Deutschland regiert. Mag sein, daß die Angst vor den rechtsextremen Kräften in der AfD übertrieben ist, aber zu meinen, die Politik in Deutschland durch die AfD christlicher wird, ist einfach nur naiv.


2
 
 kant 18. August 2026 
 

Bitte nicht naiv sein! (1)

Die Artikel und die Kommentare hier finde ich ein bißchen schräg:
1. Da bekennt sich ein Politiker, ein Ministerpräsident, zum Christentum und zum regelmäßigen Gebet mit seinen Kindern und erntet dann von anderen Christen Kritik, weil er den regelmäßigen Sonntagskirchgänger „fömmelnd“ empfindet. Das finde ich kontraproduktiv! Da hätte ich von Sonntagskirchgängern ein bißchen mehr Demut erwartet.
2. Wenn der Ministerpräsident am Sonntag nicht zu Kirche geht, daß „frömmelnd“ findet und nicht weiß, daß die Eucharistiefeier am Sonntag ein ausdrücklicher Wunsch unseres Herrn Jesus Christus ist, dann ist das zuerst einmal nicht sein Problem, sondern daß der Kirche, die ihn getauft, zur Erstkommuion geführt und gefirmt hat. Was für ein defizitärer Sakramenten-Unterricht! Was für Bischöfe, die nicht den Mut haben, ihn in aller Liebe zu korrigieren!


1
 
 gebsy 18. August 2026 

Kompendium

@Stefan Fleischer - ist das Kompendium handlich und ausreichend?

www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html


2
 
 ggk 18. August 2026 
 

Wüst & Co

Was erwartet ihr eigentlich von einem C-Politiker?
Die Politik ist, wie die deutsche kath. Amtskirche, vom Zeitgeist zersetzt. Ein Christ der seinen Glauben ernst nimmt kommt als Politiker z. Zt. nicht über die Kommunalebene hinaus. Die gibt es auch noch in der CDU. Vom Volk werden Politiker gewünscht und gewählt die dem Zeitgeist entsprechen, z.B. Wüst auf dem CSD Wagen u.ä. Es gibt auch noch ein paar einsame Leuchtfeuer wie unsere Bundestagspräsidentin die die Regenbogenfahne nicht zugelassen hat. Diese Leuchtfeuer werden bald als Rechtsextremisten eingeordnet. Wer die Politik christlicher gestaltet haben will muss sich Mitstreiter suchen und aktiv werden. Meckern und die AfD wählen ist kein Ausweg.


5
 
 Stefan Fleischer 18. August 2026 

Gibt es irgendwo

eine "Auslegeordnung" dessen, was ein römisch-katholischer Christ glauben und welche anderen Voraussetzungen er (mindestens) erfüllen muss, um rechtmässig als solcher auftreten zu können? Das würde in solchen und ähnlichen Fällen schnell und einfach Klarheit schaffen.


5
 
 Lupivius 18. August 2026 
 

Die Union

Ich habe wenige Tage der Abstimmung über die Ehe für Alle jene Partei verlassen. Das "C" ist dort nur noch nette Tradition, bei dem "D" sehe ich es genauso. Und es ist auch ein bisschen Marketing, damit die Wähler nicht merken, dass es sich nur noch um Einheitsbrei handelt: CDU koaliert mit SPD, alternativ koaliert SPD mit CDU, alternativ...
Ehrlicher wäre es, dies Partei in "Die Union" umzubenennen. Aber was zählt schon Ehrlichkeit nicht nur in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft UnsererDemokratie im besten Deutschland aller Zeiten?
Windhauch, alles Windhauch... was gestern versprochen wurde, ist laut heute nie geschehen. Ich habe damals die CDU verlassen mit dem Versprechen, mich nie mehr vor einen Parteikarren sparren zu lassen. Dem bin ich treu geblieben und dem werde ich treu bleiben. Das einzige Wahre und Beständige ist Jesus Christus. Ob man ihn nun "wählt" oder nicht.

Gelobt sei Jesus Christus


6
 
 ottokar 18. August 2026 
 

Habe Wüst schon immer für einen politischen Opportunisten gehalten.

Hier muss man sich schon fragen, was der Herr( ich meine Wüst) unter Christ sein versteht.Wo hat er seinen Anker? Offensichtlich leben nicht nur er in der CDU nur mehr ein typisches Wischiwaschi-Christentum, um gewählt zu werden.Mit einem solchen Gewissen lässt sich auch für Abtreibung und Ehe für alle stimmen.


10
 
 girsberg74 18. August 2026 
 

Solche muss man wegen des "C" nicht wählen,

die nehmen auch mich als Christ nicht ernst; höchstens als Wahlvieh.


9
 
 Jothekieker 18. August 2026 
 

Nicht täuschen lassen

Das "C" im Namen seiner Partei heißt nur, daß diese Partei gerne von Christen gewählt werden möchte.


10
 
 Stephaninus 18. August 2026 
 

Erwartung

Hat da wirklich jemand noch was anderes erwartet?


7
 

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