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US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘

4. September 2026 in Chronik, keine Lesermeinung
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Grundlage für die Ermittlungen waren voreingenommene und nicht verifizierte Quellen. Analytische Standards wurden verletzt.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Das Bundes-Justizministerium der USA hat einen Bericht über die Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI während der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden gegen Katholiken, welche die tridentinische Messe feiern, erstellt. 

Ein Agent des FBI im Büro Richmond verfasste ein Memo, das Katholiken, welche die Messe im Alten Ritus feiern, als radikale Extremisten verdächtigte. Das Memo konstruierte eine mögliche Verbindung der Katholiken mit rassistisch oder ethnisch motivierten, gewalttätigen Extremisten. Für die Verdächtigen führte das FBI den Begriff der „radikal-traditionalistischen Katholiken“ („radical-traditionalist Catholics“, RTC) ein. 

Diese seien dadurch charakterisiert, dass sie das Zweite Vatikanische Konzil ablehnen und die meisten Päpste, die seither gewählt wurden, ablehnen, insbesondere Papst Franziskus (2013-2025) und Papst Johannes Paul II. (1978-2005). Außerdem würden sie einer antisemitischen, anti-migrantischen, anti-LGBTQ Ideologie anhängen, die eine Vorherrschaft der Weißen unterstützt.


Das FBI räumt in dem Memo ein, dass die „RTC“ eine kleine Minderheit unter den Katholiken sind und von den Katholiken zu unterscheiden sind, welche die Alte Messe feiern, aber keine extremistischen Ideologien vertreten.

Der Bericht zeichnet nach, wie das Memo aus einer einzelnen strafrechtlichen Ermittlung gegen einen gewalttätigen Extremisten entstand, der sich selbst als „radikal traditionalistischer Katholik“ bezeichnete und eine Kapelle der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) besuchte. Aus dieser Einzeluntersuchung entwickelten Analytiker des FBI-Büros in Richmond die These einer breiteren Bedrohung durch traditionalistische Katholiken. 

Eine interne Präsentation mit dem Titel „Traditionalist Catholicism Overview“ listete unter „Kernideologie und Überzeugungen“ unter anderem die traditionelle lateinische Messe, konservative Familienwerte, die Ablehnung der Moderne und eine Neigung zum Isolationismus auf. Weitere Folien der Präsentation verglichen die Ideen der „radikal-traditionalistischen Katholiken“ sogar mit islamistischer Ideologie und behaupteten, die Katholiken hätten einen „totalitären, anti-pluralistischen katholische Nation“ und einen „konfessionellen Staat“ als Ziel.

Der Bericht des Justizministeriums stellt klar, dass die FBI-Mitarbeiter bei der Erstellung des Memos auf voreingenommene und nicht verifizierte Quellen zurückgriffen, darunter Publikationen des linken Southern Poverty Law Center, und religiöse Lehren auf unzulässige Weise mit gewalttätigem Extremismus vermischten. Interne Überprüfungen bestätigten später, dass das Produkt nicht den analytischen Standards entsprach, den Erste Zusatz zur US-Verfassung (Religions- und Meinungsfreiheit) missachtete und den Eindruck erweckte, das FBI ermittle aufgrund religiöser Zugehörigkeit.

Nachdem das Memo im Februar 2023 öffentlich bekannt geworden war, ordnete die FBI-Zentrale dessen Rücknahme und Löschung an. Dennoch arbeiteten Mitarbeiter weiter an überarbeiteten Versionen, und die Beteiligten erhielten positive Leistungsbewertungen. Die Führung des FBI-Büros Richmond verteidigte das Produkt. Der Bericht des Justizministeriums bewertet dies als „minimales Korrekturhandeln“ und als Versagen, die politische Instrumentalisierung staatlicher Behörden zu verhindern.

Attorney General Todd Blanche erklärte: „Dieses Justizministerium wird eine Instrumentalisierung der Bürokratie nicht dulden, welche die Aktivitäten, die im Ersten Verfassungszusatzes geschützt sind, unterdrückt.“ Die Personen, die das Memo entwickelt haben, sind nicht mehr in der Abteilung. Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Instrumentalisierung unter der vorherigen Administration werde fortgesetzt, kündigte Blanche an. FBI-Direktor Kash Patel ergänzte: „Eine Instrumentalisierung wird bei diesem FBI nie toleriert werden.“

 


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