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Eines Tages wird der Beweis erbracht werden, dass du nicht Gott bist

18. August 2012 in Buchtipp, keine Lesermeinung
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Meine Herren, seid ehrlich mit euch selbst! Die katholische Kirche lehrt, dass wir die 'Neigung zur Sünde' in uns haben – das Verlangen zu rebellieren. Leseprobe jeden Samstagabend aus 'Männer sind anders' von Larry Richards


Pittsburgh (kath.net) Vor Jahren sah ich im Fernsehen eine der neuen Sendungen, in der Tom Cruise von Barbara Walters interviewt wurde. Es hörte sich ungefähr so an:
„Tom“, wandte sich Barbara Walters an ihn.
„Ja, Barbara?“, erwiderte Tom Cruise.
„Sie waren doch katholisch, nicht wahr?“
„Ja, das stimmt.“
„Und was geschah dann? Jetzt sind Sie doch Scientologe. Können Sie uns erklären, wie das kam?“

„Ja klar, Barbara“, sagte Tom. „Christen und Katholiken müssen immer die Regeln von jemandem befolgen. Bei den Scientologen stellen wir unsere eigenen Regeln auf.“
Tom Cruise dachte, er sei cool, aber er war kein bisschen cooler als Adam und Eva, als sie damals dachten, sie könnten wie Gott sein. Wer ist Tom Cruise, dass er festlegen kann, was richtig und was falsch ist? Und wer sind wir?

Viele Menschen stellen ihre eigenen Regeln auf, weil wir alle gerne unabhängig sind. Wenn wir der Meinung sind, etwas sei richtig, dann muss es ja richtig sein. Wenn wir der Meinung sind, etwas sei falsch, dann muss es ja falsch sein. Was tun wir in diesem Fall? Wir versuchen, Gottes Platz einzunehmen. Wir sagen damit: „Ich will auf niemanden hören. Ich bin Gott. Ich entscheide.“ Wenn wir in unserem Leben Gottes Position einnehmen, machen wir uns selbst zu Gott, und wir huldigen unserem Willen, anstatt Gott zu gehorchen.


Ein solches Verhalten bedeutet nicht, ein Mann zu sein, es bedeutet, ein Schwächling zu sein. Das ist Stolz und Hochmut. Es ist ein Trugschluss. Wir vergessen, dass wir nicht einmal den nächsten Atemzug tun können, ohne dass Gott sagt: „In Ordnung, ich lasse dich diesen nächsten Atemzug tun.“ Wir sind total abhängige Geschöpfe. Du kannst Gott spielen, solange du willst, aber eines Tages wird der Beweis erbracht werden, dass du nicht Gott bist.

Im Buch Genesis heißt es weiter: „Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden“ (Gen 3,6). Jede Sünde enthält alle drei dieser Komponenten. Sie enthält etwas Gutes, etwas Wünschenswertes und auch etwas Angenehmes.

Wir wählen immer das, von dem wir meinen, dass es gut sei. Wir wollen das Gute tun. Wir sündigen, weil wir es tun wollen. Wir wählen das scheinbar Gute für uns. Wir haben ein Bedürfnis zu sündigen.

Meine Herren, seid ehrlich mit euch selbst! Die katholische Kirche lehrt, dass wir die „Neigung zur Sünde“ in uns haben. Dies wird auch Konkupiszenz oder die Neigung zum Bösen genannt. Diese Neigung tragen wir in uns – das Verlangen zu rebellieren.

Als Erstes beinhalten viele Sünden eine Art Genuss, eine Art Gier. Es gibt viele Arten von Gier oder Lust: sexuelle Lust, Gier nach Geld, Gier nach Besitz. Sobald du dieser Neigung nur ein bisschen nachgibst, öffnest du gewöhnlich die Tür, um dieser Gier ganz zu verfallen. Du weißt, dass du eine Entscheidung triffst und mit den Konsequenzen leben musst.

Als Erstes bewirkt die Sünde, dass sie uns von Gott entfernt. So einfach ist es. Die Sünde tötet uns. Die Sünde tötet uns immer. Gott ist kein Lügner!

Als Zweites macht uns die Sünde zu ihrem Sklaven. Jesus sagt: „Das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde“ (Joh 8,34). Wenn du nicht glaubst, dass du ein Sklave der Sünde bist, dann versuche, ihren Sog aus eigener Kraft zu stoppen. Auch wenn du dies in gutem Glauben versuchst, wirst du feststellen, dass deine Sünde dich beherrscht – und du zum Sklaven wirst.

Als Drittes bewirkt die Sünde, dass du dich unrein fühlst. Sie verletzt deine Seele. Du fühlst dich innerlich schuldig. Jeder hat ein Gewissen; es ist ein Geschenk Gottes. Zum Beispiel weiß jeder, dass es etwas Böses ist, seine Kinder zu töten. Jeder Mensch weiß dies, auch wenn es uns nie beigebracht wurde, auch wenn wir nie eine Katechismus-Stunde besucht oder nie zuvor in der Bibel gelesen haben. Auch ein Heide oder ein Ungläubiger weiß es. In deinem Inneren sagt dir etwas: „Ich werde meine Kinder beschützen und sie nicht töten.“


Larry Richards
Männer sind anders
Die Bibel gibt Auskunft.
(Originaltitel: Be a man! - Becoming the man God created you to be)
Verlag Media Maria, 2012
239 Seiten
ISBN 978-3-9814444-1-4
€ 16,40

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