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‘Abtreibung ist Sünde’

19. April 2019 in Prolife, 4 Lesermeinungen
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Bischöfe von Südkorea bedauern die Entscheidung des Verfassungsgerichtes das Abtreibungsverbot aufzuheben.


Seoul (kath.net/ Fides)
Die Bischöfe von Südkorea äußern "tiefes Bedauern" über das Urteil des Verfassungsgerichts, das das bisher geltende Abtreibungsverbot aus dem Jahr 1953 für rechtswidrig erklärt. In einem historischen Urteil, das am gestrigen 11. April erlassen wurde, entschied das Verfassungsgericht, dass das Verbot der freiwilligen Schwangerschaftsunterbrechung im Land verfassungswidrig ist. Nach dem Gesetz können Frauen wegen Abtreibung mit einer Geldstrafe belegt werden. Ausnahmen gibt es in Fällen von Vergewaltigung und Inzest oder bei Gesundheitsrisiken. Der Gerichtshof hat festgestellt, dass das Gesetz bis Ende 2020 neu formuliert werden soll.


"Das Urteil des Verfassungsgerichts widerspricht den grundlegenden Recht auf Leben des Fötus, eines Geschöpfs, das sich nicht selbst verteidigen kann", heißt es in einer vom Vorsitzenden der Koreanischen Bischofskonferenz, Bischof Igino Kim Hee-jung unterzeichneten Erklärung. "Damit wird die Verantwortung für eine ungewollte Schwangerschaft allein auf Frauen übertragen, wodurch Männer zu Unrecht dieser Verantwortung enthoben werden“, heißt es in der Erklärung weiter.

"Abtreibung ist Sünde, denn es bedeutet, dass man aus irgendeinem Grund ein unschuldiges Leben im Mutterleib tötet: Dies ist die Lehre der katholischen Kirche, die eine solche Praxis niemals rechtfertigen kann", heißt es in der Erklärung der Bischofskonferenz.

Die Bischöfe weisen darauf hin, dass "die katholische Kirche in Korea Frauen und Männern, in der Not oder im Schmerz, der Versuchung der Abtreibung zu widerstehen, weiterhin Unterstützung und Beistand bieten wird, damit sie zur Geburt und zum Leben ‚Ja‘ sagen können". Darüber hinaus heißt es: "Die Türen der Kirche bleiben Frauen offen, die an seelischen, geistigen und körperlichen Wunden leiden und aufgrund von Abtreibung Versöhnung und Heilung brauchen".

Die Bischöfe bestätigen, dass die Kirche alles tun wird, um "das Leben zu unterstützen und zu fördern", und daran zu erinnern, dass "der Schutz des Lebens ab dem Zeitpunkt der Empfängnis in der Verantwortung aller Mitglieder unserer Gesellschaft liegt". Schließlich fordert die katholische Kirche in Korea "nachdrücklich die Gesetzgebungs- und Exekutivgewalt des Staates auf, Gesetze und Institutionen einzuführen, die Frauen und Männer unter schwierigen Umständen dazu ermutigen, das Leben statt den Tod zu wählen".

In Seoul demonstrierten nach dem Urteil des Verfassungsgerichts sowohl Befürworter als auch Gegner der Legalisierung von Abtreibungen.


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Lesermeinungen

 girsberg74 19. April 2019 
 

Die Sprache sollte schon stimmen - „Schwangerschaftsunterbrechung“?

In katholischen Kaffeekränzchen in Deutschland hat die Einsicht an Boden gewonnen, dass in einer Schwangerschaft nicht möglich ist, was mit einem Frühstück geschehen kann, nämlich dass man dieses unterbricht, um es später fortzusetzen.

Das richtige Wort dafür kennt man, es geht aber schwer über die Lippen. Selbst Bischöfe versuchen, um dieses Wort einen Bogen zu machen, hauptsächlich Hilfe und nochmals Hilfe in den Vordergrund stellen, was ja nicht falsch ist. Den eigentlichen Punkt aber, nämlich Sünde, wird nicht gerne genannt.

Den koreanischen Bischöfen ist zu danken, dass sie zu „Sünde“ Sünde sagen, zu schwerer Sünde sogar „schwere Sünde“!


2
 
 nicodemus 19. April 2019 
 

Adamo, ich habe von meinen deutschen Bischöfen,

über das T O T S C H L A G E N von
Kindern im Mutterleib wenig - fast nichts gehört!
Was ist die deutsche Bischofskonferenz?
Was ist das "ominöse" Sekretariat der Deutschen Katholiken?
Dank an die südkoreanischen Bischöfe!


2
 
 nicodemus 19. April 2019 
 

Adamo!


0
 
 Adamo 19. April 2019 
 

Die Koreanische Bischofskonferenz protestiert mit Bedauern!

Es ist nicht nur Sünde einen Menschen zu töten, sondern ein schwere Todsünde!

Was macht denn den Unterschied zwischen Tötung eines Erwachsenen und der Tötung eines Kindes im Mutterleib?

Oder die abscheuliche menschenverachtende Forderung der Jusos zur Tötung eines Menschen bis zum Zeitpunkt der Geburt?

Beide haben von der Empfängnis an eine Seele von Gott geschenkt bekommen und sind somit Kind Gottes.

Hat jemand schon einmal einen derartigen Protest von der Deutschen Bischofskonferenz zur Tötung eines Menschen im Mutterleib gehört?
Ich nicht!


3
 

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