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Zahl der Christen sinkt in Deutschland erstmals unter 50 Prozent!

28. Dezember 2021 in Deutschland, 35 Lesermeinungen
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Gunnar Schupelius in Berliner Zeitung: Kirchen seien daran selber schuld, weil sie stark einseitig politisieren. In der Corona-Zeit sehen Kirchen zu, wie ausgegrenzt wird


Berlin (kath.net)

In Deutschland sinkt zum Jahresende die Zahl der Christen, die es zumindest noch auf dem Papier sind, erstmals unter 50 %. Für Gunnar Schupelius, dem bekannten Kolumnisten der "Berliner Zeitung" seien für die Entwicklung die Kirchen auch selber dran schuld. Die Kirchen seien laut dem Journalisten stark einseitig politisiert und verschrecken damit einen Teil des Publikums. In seiner Kolumne schreibt er dazu: "Für evangelische Pfarrer zum Beispiel sind Themen wie der Schutz des ungeborenen Lebens, die Familie, eine christliche Leitkultur von untergeordneter Bedeutung. Wichtig sind ihnen Klimaschutz und eine „Willkommenskultur gegenüber Migranten“.  Diese Themen allein aber tragen für Schupelius nicht. Die Kirche ergreife ständig politisch Partei und es gäbe keine theologische Antworten auf die großen Fragen des Lebens.


Kritsch sieht der Kolumnist auch das Verhalten in der Corona-Zeit. Die Kirchen haben zugesehen, wie Sterbende allein gelassen wurden und hemmungslos ausgegrenzt oder ins Privatleben der Menschen eingegriffen wurde. 2020 haben die Kirchen nicht widersprochen, als die Gottesdienste verboten wurde, 2021 waren Kirchen mitbeteiligt, als Ungeimpfte vor die Tür gesetzt wurden. Besonders kritisiert Schupelius die EKD-Vertreterin Annette Kurschus, weil die sich für eine "Impfpflicht" aussprach und laut eigenen Aussagen "Impfverweigerer" nicht akzeptieren könne. "Sie sollte sich nicht wundern, wenn nun noch mehr Mitglieder die Kirche verlassen."


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