Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  2. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  6. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  7. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  8. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  9. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  10. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Kirche im Verfall
  13. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“

Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe

vor 4 Stunden in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Spitzen-Treffen zwischen Piusbruderschaft und Vatikan mit Roms Dialogangebot, falls die Traditionalisten auf Bischofsweihen verzichten, kommt als Antwort ein klares Nein


Rom/Bern  (kath.net/KAP) Kalte Dusche für den Vatikan aus dem Schweizer Hauptquartier der Piusbruderschaft. In einem ausführlichen Schreiben erteilt der Obere der Traditionalisten-Vereinigung, Davide Pagliarani, dem vatikanischen Angebot für einen neuen Dialog über theologisch-dogmatische Fragen eine Absage. Zugleich beharrt er auf dem 1. Juli als Termin für die Weihe neuer Bischöfe der Bruderschaft. Vorausgegangen waren Beratungen des fünfköpfigen Generalrats der Bruderschaft über ein Dialogangebot des vatikanischen Glaubenspräfekten, Kardinal Víctor Fernández.

Der Kardinal hatte Pagliarani am vergangenen Donnerstag überraschend im Vatikan empfangen. Unter der Bedingung, dass die Piusbruderschaft auf ihre für den 1. Juli angekündigten Bischofsweihen verzichten würde, bot Fernández ihnen einen Dialog über theologische Streitfragen sowie über einen künftigen kirchenrechtlichen Status an. Die Piusbruderschaft lehnt die meisten Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab und beharrt auf ausschließlich alte Formen des Gottesdienstes. Ihr gehören weltweit mehr als 700 Priester an, die meisten davon in Nordamerika und in Frankreich. In dem vom gesamten Generalrat unterzeichneten Schreiben begrüßt Pagliarani grundsätzlich die Einladung zu einer "lehrmäßigen Diskussion".


Er selbst habe eine solche bereits 2019 vergeblich vorgeschlagen. Allerdings könne er "weder die Perspektive noch die Ziele akzeptieren, in deren Namen das Dikasterium in der aktuellen Situation eine Wiederaufnahme des Dialogs vorschlägt". Das gelte auch für die von Fernández als Bedingung genannte Verschiebung des Weihe-Datums vom 1. Juli. Weiter heißt es in dem Schreiben: "Wir beide wissen im Voraus, dass wir uns auf lehrmäßiger Ebene nicht einigen können, insbesondere bezüglich der grundlegenden Orientierungen, die seit dem II. Vatikanischen Konzil eingeschlagen wurden." Dieser Dissens sei durch die lehrmäßigen und pastoralen Entwicklungen im Laufe der jüngsten Pontifikate noch vertieft worden. Nach jahrelangem Schweigen habe der Vatikan nun erst nach der Ankündigung neuer Bischofsweihen die Wiederaufnahme eines Dialogs angeboten.

Doch begleite "die ausgestreckte Hand der Dialogbereitschaft leider eine andere Hand, die schon bereit ist, Sanktionen zu verhängen". Die Androhung eines Schismas erzeuge einen Druck, der "schwer mit einem echten Wunsch nach brüderlichem Austausch und konstruktivem Dialog vereinbar ist". Am Ende seines Schreibens bittet Pagliarani den Glaubenspräfekten darum, die angekündigten Bischofsweihen der Traditionalisten doch noch zu dulden. Er schreibt: "Diese Bruderschaft bittet Sie lediglich, weiterhin jenes Gute für die Seelen tun zu können, denen sie die heiligen Sakramente spendet. (...) Die Bruderschaft kann die Seelen nicht im Stich lassen. Das Bedürfnis von Weihen ist ein konkretes kurzfristiges Bedürfnis für das Überleben der Tradition, im Dienst der heiligen katholischen Kirche."

Dieser "Weg der Nächstenliebe" sei in der gegenwärtigen Lage der einzig mögliche. Unterzeichnet ist der Brief von Pagliarani, Bischof Alfonso de Galarreta und Christian Bouchacourt, ferner von den beiden ehemaligen Generaloberen, Bischof Bernard Fellay und Pater Franz Schmidberger.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich , Alle Rechte vorbehalten

Symbolbild (c) KI,Gemini


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio vor 2 Stunden 
 

Dramatisch ...

Schaut man sich von Westeuropa die Gesamtsituation an: dramatisch! Wir haben um uns herum Bischöfe und Priester, durch deren unrechtmäßige Eigenwilligkeiten wir immer mehr zerrissen werden; durch die wir nicht mehr zur Heiligkeit angeleitet werden; wo wir Messfeiern erleben, die aufgrund ihrer immer kärglicher gestalteten Art keine Kraftquelle mehr für unseren Alltag sind; Gemeinden, in denen Bratwurst-Essen und Spiele-Nachmittage angepriesen werden, während von spiritueller Führung wenig zu erfahren ist - und auf der anderen Seite sind da die Piusbrüder, die offenbar die kath. Spiritualität fördern, die aber eher die endgültige Spaltung in Kauf nehmen, als stärkeren Dialog mit Rom zu wagen!? Herr, erbarme dich! Lasst uns beten, damit die kath. Kirche doch neu erstarkt, dass sind wir Christus und uns selber schuldig!


4
 
 dalet vor 2 Stunden 

Schwierige Lage

Die Piusbruderschaft ist auf dem Weg ins Schisma. Aber sie haben ja auch Recht: Rom hatte viel Zeit - seit der Bischofsweihe durch Levebvre und seit der Aufhebung der Exkommunikation - mit den Tradis in Dialog zu treten. Das hat man zwar getan, mal etwas mutiger und zuletzt nur noch halbherzig. Nun steht ein neuerliches Schisma im Raum und plötzlich bietet Rom den Dialog an, den es bisher verschlafen hat. Mithin ist "Wir beide wissen im Voraus, dass wir uns auf lehrmäßiger Ebene nicht einigen können" nicht unbedingt eine gute Voraussetzung für einen Dialog.

Rom ist unter Druck, die Piusbrüder sind es auch, aus jeweils unterschiedlichen Gründen. Könnte Papst Leo nicht einen Auftrag zur Weihe erteilen? Vielleicht sind die Weihekandidaten geeignet? Falls nicht, könnte das Dikasterium für die Bischöfe einen Kandidaten benennen, und man einigt sich - auf beiden Seiten gesichtswahrend - auf diese Weise? Nebeneffekt: Es würde nochmals Zeit für den Dialog gewonnen werden.


2
 
 Mensch#17 vor 2 Stunden 
 

Was man "offiziell" schreibt und was man sonst noch so denkt, aber nicht sagt!?

Wundert mich nicht. - Warum? Weil man von Seiten der Anhänger eines gewissen Herrn Levebvre (vormals Erzbischof der kath. Kirche) nicht ehrlich ist. Da gibt es die "Schauseite" zur Kirche hin und dann gibt es die diverse "Propaganda" zur Bindung der unterschiedlichen und oft schrägen Anhängerschaften (und Geldgebern) bis hin in den "Sedisvakanistischen" Bereich. Aufschlussreich war auch das Gehetze des früheren Nuntius in den USA, Herrn Viganò (vormals Erzbischof).

Von all diesen fragwürdigen Gruppierungen will man sich nicht lossagen! Nein, man will so fragwürdig weiterwursteln wie bisher. Es lebe die Heuchelei!

Es ist zu hoffen und zu beten, daß dieser schismatische Akt misslingt. (Aber leider verhindert der Herr nur selten einen geplanten Bankraub; und so auch nicht die Zerstörung der Katholizität durch Herrn Luther und die Anhänger des Herrn Levebvre!)

Man sollte dort genauso demonstrieren wie vor der Aula des sog. dt. "Synodalen Weges"!


1
 
 Heiligenverehrer vor 2 Stunden 
 

Verwunderlich....

ist die Basta-Mentalität in den Kommentaren dieses Forums, ohne einmal zu berücksichtigen, was die Piusbruderschaft für die Tradition und den Glauben bisher getan hat. Sie ist quasi die Lebensversicherung, das bereit stehende Atemgerät, für anderen traditionellen Gemeinschaften. Unter Papst Franziskus zeigte sich ja, dass ein Atemzug genügte, traditionellen Gemeinschaften den Stecker zu ziehen. Dass das Gleiche unter Papst Leo nicht zu erwarten ist, ist recht wahrscheinlich und tröstlich! Eine Einigung wäre das Ideal gewesen, jetzt muss man mit den Realitäten leben.


2
 
 Triceratops vor 3 Stunden 
 

Ich habe noch immer nicht verstanden,

Wozu die Piusbrüder überhaupt eigene Bischöfe brauchen. Andere kirchliche Sondergemeinschaften kommen doch auch ohne eigene Bischöfe aus. Die wenden sich halt an die zuständigen Diözesanbischöfe. Ich bin sicher, dass es unter den erlaubt geweihten Bischöfen etliche gibt, die der Bruderschaft im Notfall unter die Arme greifen würden, wenn es um das Spenden von Sakramenten (Firmung, Priesterweihe) geht. Werden diese Bischöfe von den Piusbrüdern etwa nicht als gültige Bischöfe anerkannt? Oder was könnte sonst der Grund sein?


1
 
 Bilbo B. vor 3 Stunden 
 

Demutsfrage?

Vielleicht fehlt es da massgeblichen Verantwortlichen innerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius X. an Demut? So zeichnet sich auf dem linken Strassengraben der selbstzerstörerische Synodalismus ab und auf der extrem rechten Seite eine weitere Absplitterung ins Schisma.


6
 
 Stefan Fleischer vor 3 Stunden 

Was zu erwarten war.

"Wir beide wissen im Voraus, dass wir uns auf lehrmäßiger Ebene nicht einigen können, insbesondere bezüglich der grundlegenden Orientierungen, die seit dem II. Vatikanischen Konzil eingeschlagen wurden."
Das war von Anfang an die Haltung der Piusbruderschaft. Daran scheiterten alle bisherigen Bemühungen um eine Einigung. Doch die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche kann Vielfalt in lehrmässigen Fragen nicht dulden. Das würde die Wahrheit ihrer Lehre relativieren. Es bleibt wohl nichts anderes übrig als ein Ende mit Schrecken (ein Schisma). Es sei denn, es geschehe ein Wunder und die verlorenen Söhne der Kirche kehrten zurück zu ihrer und unserer «mater et magistra». Das gilt für all schismatischen Tendenzen in unserer Kirche, ob sie nun am traditionellen oder am progressiven Rand angesiedelt sind.


6
 
 Jothekieker vor 3 Stunden 
 

Sturrköpfe

Mit etwas Flexibilität hätte es noch Chancen auf eine Abwendung des Schismas gegeben. Aber sie wollten wohl nicht.


4
 
 verkuender vor 3 Stunden 
 

Wie erwartet!

Wundert sich jemand? Nein! Weihbischof Elegantis Text war eine brillante Einschätzung der zu erwartenden Entwicklung. Heute wissen wir, dass sie völlig korrekt und realistisch gewesen ist.

Die Piusbrüder haben schon einmal die ausgestreckte Hand des Papstes ausgeschlagen, wie sehr dieser Affront Benedikt XVI. verletzt hat ist bekannt. Gute informierte Kreise ließen schon letzte Woche durchblicken, wie seitens der Piusbrüder nach einem anderen Gesprächspartner verlangt wurde.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche lässt sich nicht erpressen! Weihen mit Datum anzukündigen, egal wie Rom euch entscheidet, zeigt den fehlenden Respekt dieser Herren vor dem Papst. Die Entscheidung, den Weg des Schismas zu gehen, war wohl längst gefallen.

Bleibt zu beobachten, auf wessen Seite die Anhänger der Bruderschaft sich positionieren. Römisch-katholische Kirche und Hl. Vater oder lieber auf die außerhalb der Kirche.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  6. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  7. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  8. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz