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Linksliberale Theologen meinen : Opposition gegen Franziskus ist Opposition gegen II. Vaticanum

28. April 2022 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
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Etwa siebzig Geistliche und Theologen, darunter die Kardinäle Maradiaga, O’Malley und Cupich, nahmen an einer Konferenz in Chicago teil.


Chicago (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Am 25. und 26. März fand an der Loyola Universität in Chicago eine Konferenz mit dem Titel „Papst Franziskus, Vaticanum II, und der Weg in die Zukunft“ statt, an welcher ungefähr 70 Geistliche und Theologen teilnahmen.

Unter den Veranstaltern waren theologische Institute des Boston College, der Loyola Universität und der Fordham University sowie das liberale katholische Magazin National Catholic Reporter (nicht zu verwechseln mit dem zu EWTN gehörenden National Catholic Register).

Die Konferenz war nicht öffentlich zugänglich. Teilnehmen konnte nur, wer von den Veranstaltern eingeladen wurde.

Zu den Teilnehmern gehörten mit Kardinal Sean O’Malley, dem Erzbischof von Boston und Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, dem Erzbischof von Tegucigalpa (Honduras), zwei Mitglieder des Kardinalrates von Papst Franziskus. Weitere prominente Teilnehmer waren Erzbischof Christophe Pierre, der päpstliche Nuntius in den USA, Kardinal Blase Cupich, der Erzbischof von Chicago und Kardinal Joseph Tobin, der Erzbischof von Newark.


Laut der Berichterstattung des National Catholic Reporter versuchten die Referenten, darunter Kardinal Maradiaga und der Theologe Massimo Faggioli von der Villanova University, zu zeigen, dass die Opposition gegen Papst Franziskus ihre Wurzeln in einer Opposition gegen das II. Vatikanische Konzil habe. Faggioli lobte Papst Franziskus für seine Wiederentdeckung des Geistes des II. Vaticanums als wesentlichen Bestandteil der Mission der Kirche und stellte diese in Gegensatz zur Rezeption des Konzils durch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Er betonte, dass der Geist des Konzils nur teilweise in den Dokumenten seinen Niederschlag gefunden habe. Man dürfe nicht nur die Buchstaben der Dokumente beachten sondern den Geist des Konzils ernst nehmen und die beiden nicht trennen oder gegeneinander ausspielen.

Scharfe Kritik an der Veranstaltung übte Raymond Arroyo, Moderator der Sendung „The World Over“ auf EWTN. Ein Hauptthema der Konferenz sei laut National Catholic Reporter der Einfluss finanzkräftiger konservativer Sponsoren auf katholische Bewegungen und Medien gewesen. Der National Catholic Reporter hat in diesem Zusammenhang wiederholt EWTN attackiert.

Arroyos Gast Robert Royal bezeichnete die bei der Konferenz herrschende Ansicht als zweifelhafte Interpretation des II. Vatikanischen Konzils, welche an die 1970er Jahre erinnere. Es sei eine Empfindlichkeit bei einigen der wichtigsten Unterstützer von Papst Franziskus sichtbar geworden. Die Debatte um die richtige Interpretation des Konzils dauere an. Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die selbst am II. Vaticanum teilgenommen hätten, interpretierten es anhand der Dokumente. Die auf der Konferenz in Chicago geäußerten Ansichten erinnerten ihn eher an die 1970er Jahre, als alles offen zu sein schien, sagte Royal. Es gebe unterschiedliche Interpretationen des Konzils, räumte er ein, aber jedem der eine andere Ansicht als Franziskus vertrete, zu unterstellen er lehne das Konzil ab sei eine falsche Unterstellung, betonte er.

 

© Foto: Armin Schwibach

 


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Lesermeinungen

 Lemaitre 30. April 2022 
 

...

Ja, es ist schon interessant zu sehen, mit welchen pseudointellektuellen Argumentationen und Dialektiken die Befürworter eines nationalen Sonderwegs der Kirche in Deutschland ihre Meinungen durchprügeln wollen. Nationalismus als atheistisches Konstrukt ist immer schlecht, aber innerhalb der Kirche ist er der Untergang. Was geschieht, wenn sich Kirche und Politik zu nah aneinander befinden, kann man gerade in Russland beobachten.


0
 
 Zeitzeuge 28. April 2022 
 

Bereits vor der "Pastoralsynode" 1969/70 kam der berüchtigte

"Holländische Katechismus" heraus; damals griff
der Vatikan aber noch ein und Neuauflagen mußten
einen rechtgläubigen Nachtrag enthalten, eigentlich
hätte dieses Machwerk eingestampft werden müssen.

Natürlich kam ganz schnell eine deutsche Übersetzung heraus!

www.kathpedia.de/index.php?title=Holl%C3%A4ndischer_Katechismus


3
 
 Zeitzeuge 28. April 2022 
 

Deutscher Sonderweg, weil von den Bischöfen offiziell veranstaltet,

vergleichbar mit der Würzburger Synode, deren Beschlüsse bekanntlich aber fast zur Gänze nicht
umgesetzt wurden.

Vorbild im gewissen Sinne ist wohl das berüchtigte
holländische "Pastoralkonzil" von 1969, das viel
geistliches Unheil in den Niederlanden angerichtet
hat, 1979 wurden seine Beschlüsse von der NL-BK
quasi ad acta gelegt, vgl. Link!

www.kirche-und-leben.de/artikel/als-die-niederlaender-vor-50-jahren-das-zoelibat-abschafften/


3
 
 Chris2 28. April 2022 
 

@winthir

Ich erinnere mich an ein Interview mit Kardinal Lehmann nach einer Weltbischodssynode, indem er berichtete, andere Bischöfe zu "brennenden" Fragen in der Kirche angesprochen zu haben. Er sagte selbst, viele hätten nicht einmal verstanden, warum es ihm überhaupt geht. Themen wie ein "Frauenpriestertum" sind sicherlich vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet. Anderswo kennt man das Neue Testament offenbar noch besser...


2
 
 lajkonik 28. April 2022 
 

alter Hut

Diese Differenzierung zwischen Geist und Texten des Koziles ist doch ein uralter Hut und wird durch ständiges Wiederholen nicht sinnhafter.. Das erinnert an das sog. Konzil der Medien. Etwas origineller darf es schon sein.


2
 
 winthir 28. April 2022 

"Die Ideen der synodal Bewegten in Deutschland

sind noch nicht einmal originär,
sondern weltweit verbreitet", schrieb Zeitzeuge.

Warum wird dann oft von einem "Deutschen Sonderweg" gesprochen?


0
 
 Zeitzeuge 28. April 2022 
 

Exkurs: Die synodal Bewegten und ihre Zuarbeiter,

im Link ein Artikel von Prof.Dr. Rhonheimer,

der die von den Prof. Wolf und Unterberger

angeblichen historischen Quellen für ein

"doppeltes Lehramt" kritisch geprüft hat.

Das Resultat ist beschämend für die beiden

Genannten.

Prof. Wolf ist der "Star-Kirchenhistoriker"

der Medien und wurde 2003 mit dem Leibniz-

Preis ausgezeichnet, der mit 1,55 Millionen

EUR dotiert war! Im vergangenen Jahr bekam

er den "Siegmund-Freud-Preis" für "wissenschaftl.

Prosa"!

Quellenkritik lernen die betreffenden Studenten

eigentlich schon im 1. Semester........ .

de.catholicnewsagency.com/story/theologe-rhonheimer-quellen-belegen-these-vom-doppelten-lehramt-in-keiner-weise-10683


1
 
 Katholik 28. April 2022 

Link zum Vortrag von Massimo Faggioli

Wer einen der Quellentexte lesen möchte...

www.ncronline.org/news/opinion/opposition-pope-francis-rooted-rejection-vatican-ii


2
 
 si enim fallor, sum 28. April 2022 
 

Tja, das sollten diese Theologen Batzing und den Synodalen Weg erklären

Bazting und der Synodale Weg sind also gegen das Zweite Vatikanische Konzil, weil sie die Empfehlungen von Papst Franziskus in Form eines Briefes ignoriert und missachtet haben und wegschauen, wenn Bischof Eterovic, Apostolische Nuntius in Deutschland, sie auf ihre Irrwege weiterhin und wiederholt hinweist.

Dasselbe gilt für die Beschlüsse der Glaubenskongregation. Die der Synodale Weg sowie einigen Bischöfen ignoriert haben.
Der Papst Franziskus hat sie zugestimmt, bevor sie offiziell wurden.

Und sie stehen auch im Opposition zu Papst Franziskus und dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wenn sie ignorieren dass Franziskus mehrmals erklärt hat, dass der Zölibat nicht abgeschafft werden kann.


2
 
 Marcus, der mit dem C 28. April 2022 
 

Mich wundert nur, ...

daß man nicht den Narrativ der Sünde gegen den Heiligen Geist bemüht, da manche Hofschranzen jeden Wind der Bergoglio entfährt als Wehen des Heiligen Geistes interpretieren.


2
 
 Zeitzeuge 28. April 2022 
 

Neomodernisten sind zu Papolatristen mutiert, die wissen nur zu gut,

daß die Konzilsväter niemals z.B. mehrheitlich

der "Ehebrecher-Kommunion", "Pachamamakult" im

Vatikan oder gewissen Teilen der "Abu Dhabi-

Erklärung" zugestimmt hätten!!

Bzgl. der leider teilweise ambivalenten Texte

des Vatikanum II sagte der em. Weihbischof

von Köln, Klaus Dick, in der DT 12/2015:

"Eine Frage war: Geben die Texte deutlich genug
wieder, worum es geht? Durch die Veröffentlichung
der Korrespondenz zwischen Karl Rahner und Herbert
Vorgrimler ist später deutlich geworden, daß
Formulierungen gebraucht wurden in der Absicht,
die Zustimmung der Konzilsväter zu erhalten, den
Text nachher aber ganz anders zu interpretieren.
Das hatte es wohl noch nie in der Kirche gegeben."

Wer so redet, wie die Teilnehmer der Konferenz
von Chicago will offenbar eine andere Kirche,
"Konzilskirche" nannte das Kardinal Benelli
(1921-1982)!

Zugespitzt gesagt: Die Ideen der synodal Bewegten
in Deutschland sind noch nicht einmal originär,
sondern weltweit verbreitet.


3
 

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