Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  9. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Fast der gleiche Glaube?

Linksliberale Theologen meinen : Opposition gegen Franziskus ist Opposition gegen II. Vaticanum

28. April 2022 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Etwa siebzig Geistliche und Theologen, darunter die Kardinäle Maradiaga, O’Malley und Cupich, nahmen an einer Konferenz in Chicago teil.


Chicago (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Am 25. und 26. März fand an der Loyola Universität in Chicago eine Konferenz mit dem Titel „Papst Franziskus, Vaticanum II, und der Weg in die Zukunft“ statt, an welcher ungefähr 70 Geistliche und Theologen teilnahmen.

Unter den Veranstaltern waren theologische Institute des Boston College, der Loyola Universität und der Fordham University sowie das liberale katholische Magazin National Catholic Reporter (nicht zu verwechseln mit dem zu EWTN gehörenden National Catholic Register).

Die Konferenz war nicht öffentlich zugänglich. Teilnehmen konnte nur, wer von den Veranstaltern eingeladen wurde.

Zu den Teilnehmern gehörten mit Kardinal Sean O’Malley, dem Erzbischof von Boston und Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, dem Erzbischof von Tegucigalpa (Honduras), zwei Mitglieder des Kardinalrates von Papst Franziskus. Weitere prominente Teilnehmer waren Erzbischof Christophe Pierre, der päpstliche Nuntius in den USA, Kardinal Blase Cupich, der Erzbischof von Chicago und Kardinal Joseph Tobin, der Erzbischof von Newark.


Laut der Berichterstattung des National Catholic Reporter versuchten die Referenten, darunter Kardinal Maradiaga und der Theologe Massimo Faggioli von der Villanova University, zu zeigen, dass die Opposition gegen Papst Franziskus ihre Wurzeln in einer Opposition gegen das II. Vatikanische Konzil habe. Faggioli lobte Papst Franziskus für seine Wiederentdeckung des Geistes des II. Vaticanums als wesentlichen Bestandteil der Mission der Kirche und stellte diese in Gegensatz zur Rezeption des Konzils durch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Er betonte, dass der Geist des Konzils nur teilweise in den Dokumenten seinen Niederschlag gefunden habe. Man dürfe nicht nur die Buchstaben der Dokumente beachten sondern den Geist des Konzils ernst nehmen und die beiden nicht trennen oder gegeneinander ausspielen.

Scharfe Kritik an der Veranstaltung übte Raymond Arroyo, Moderator der Sendung „The World Over“ auf EWTN. Ein Hauptthema der Konferenz sei laut National Catholic Reporter der Einfluss finanzkräftiger konservativer Sponsoren auf katholische Bewegungen und Medien gewesen. Der National Catholic Reporter hat in diesem Zusammenhang wiederholt EWTN attackiert.

Arroyos Gast Robert Royal bezeichnete die bei der Konferenz herrschende Ansicht als zweifelhafte Interpretation des II. Vatikanischen Konzils, welche an die 1970er Jahre erinnere. Es sei eine Empfindlichkeit bei einigen der wichtigsten Unterstützer von Papst Franziskus sichtbar geworden. Die Debatte um die richtige Interpretation des Konzils dauere an. Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die selbst am II. Vaticanum teilgenommen hätten, interpretierten es anhand der Dokumente. Die auf der Konferenz in Chicago geäußerten Ansichten erinnerten ihn eher an die 1970er Jahre, als alles offen zu sein schien, sagte Royal. Es gebe unterschiedliche Interpretationen des Konzils, räumte er ein, aber jedem der eine andere Ansicht als Franziskus vertrete, zu unterstellen er lehne das Konzil ab sei eine falsche Unterstellung, betonte er.

 

© Foto: Armin Schwibach

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Fast der gleiche Glaube?
  3. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  4. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  5. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  6. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  7. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  8. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  9. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  10. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  14. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  15. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz