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Die apostolische Reise in die Mongolei: Entscheidend ist es, das Gute zu erkennen und wahrzunehmen

6. September 2023 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Franziskus: Es hat mir gut getan, das mongolische Volk kennenzulernen, das seine Wurzeln und Traditionen pflegt, die Älteren respektiert und in Harmonie mit der Umwelt lebt. Das ist Katholizität: eine inkarnierte Universalität. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Als sie kamen und er den Eliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem Herrn sein Gesalbter. Der Herr aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz“ (1 Sam 16,6-7).

Fünfundzwanzigste Generalaudienz 2023, wieder auf dem Petersplatz. Der Papst wollte auf seine 43. Apostolische Reise in die Mongolei (31. August - 4. September 2023) zurückblicken.

Die katholische Gemeinschaft der Mongolei sei klein. Aber, wie wir eben in der Lesung gehört hätten: „Gott liebt das Kleine, er sieht nicht auf die äußere Erscheinung, sondern in das Herz (vgl. 1 Sam 16,7)“. Und wo man ihm mit einem demütigen und offenen Herzen begegne, könne er Großes vollbringen.

Das hätten die Missionare erleben dürfen, die vor gut 30 Jahren in die Mongolei aufgebrochen seien und mit ihrer gelebten Gottes- und Nächstenliebe ein glaubwürdiges und fruchtbares Zeugnis für das Evangelium gegeben hätten und weiterhin gäben.

So „war es für mich eine besondere Freude, eine kirchliche Sozialeinrichtung einzuweihen, die den schönen Namen ‚Haus der Barmherzigkeit’ trägt“. Dieser Name möge Programm sein – nicht nur für diese beachtliche lokale Initiative, sondern für alle Gemeinschaften in der Kirche, die ein Haus der Barmherzigkeit sein solle, wo alle Menschen mit Gottes Liebe konkret in Berührung kommen.

Ein Zeichen der Hoffnung sei auch das interreligiöse und ökumenische Treffen gewesen, das ganz im Zeichen einer offenen und wohlwollenden Begegnung mit dem Anderen gestanden habe: „Gemeinsam haben wir den Blick nach oben gerichtet auf der Suche nach dem Guten und mit dem festen Willen zu einer harmonischen Zusammenarbeit für das Wohl aller“.


Jene Gemeinschaft habe eine bewegende Geschichte. Sie sei durch die Gnade Gottes aus dem apostolischen Eifer einiger Missionare entstanden, die sich vor etwa dreißig Jahren aus Leidenschaft für das Evangelium in dieses Land begeben hätten, das sie nicht kannten: „Sie lernten seine Sprache und schufen, obwohl sie aus verschiedenen Nationen kamen, eine geeinte und wahrhaft katholische Gemeinschaft. Das ist in der Tat die Bedeutung des Wortes ‚katholisch‘, das ‚universal‘ bedeutet“. Aber es sei nicht eine Universalität, die homologiere, sondern eine Universalität, die inkulturiere: „Das ist Katholizität: eine inkarnierte Universalität, die das Gute dort ergreift, wo sie lebt, und den Menschen dient, mit denen sie lebt“. Auf diese Weise lebe die Kirche: „Sie bezeugt die Liebe Jesu mit Sanftmut, mit dem Leben vor den Worten, glücklich mit ihrem wahren Reichtum: dem Dienst am Herrn und an den Brüdern und Schwestern“.

So sei diese junge Kirche entstanden: im Gefolge der Nächstenliebe, die das beste Zeugnis des Glaubens sei. Das „Haus der Barmherzigkeit“ sei die Visitenkarte dieser Christen, „das aber auch jede unserer Gemeinschaften dazu aufruft, ein Haus der Barmherzigkeit zu sein: ein offener und einladender Ort, an dem die Nöte eines jeden Menschen ohne Scham mit der Barmherzigkeit Gottes in Berührung kommen können, die aufrichtet und heilt“. Das sei das Zeugnis der mongolischen Kirche, mit Missionaren aus verschiedenen Ländern, die sich als eins mit den Menschen fühlten und sich freuten, ihnen zu dienen und die Schönheiten zu entdecken, die es bereits gäbe. Diese Missionare seien nicht hingegangen, um Proselytismus zu betreiben. Sie hätten sich "inkulturiert".

„Ich konnte etwas von dieser Schönheit entdecken, auch indem ich einige Menschen kennenlernte, ihre Geschichten hörte und ihre religiöse Suche schätzen lernte“, so der Papst. In diesem Sinne sei er dankbar für die interreligiöse und ökumenische Begegnung am Sonntag. Die Mongolei habe eine große buddhistische Tradition mit vielen Menschen, die in der Stille ihre Religiosität aufrichtig und radikal lebten, indem sie selbstlos seien und ihre Leidenschaften bekämpften: „Denken wir nur daran, wie viele Samen des Guten im Verborgenen den Garten der Welt zum Sprießen bringen, während wir normalerweise nur den Lärm von fallenden Bäumen hören!“.

Entscheidend sei es, das Gute zu erkennen und wahrzunehmen. Stattdessen schätzten wir die anderen oft nur in dem Maße, wie sie unseren Vorstellungen entsprächen. Es wichtig, wie das mongolische Volk, den Blick nach oben zu richten, zum Licht des Guten. Nur so, ausgehend von der Anerkennung des Guten, könnten wir die gemeinsame Zukunft aufbauen. Nur indem wir den anderen wertschätzten, könnten wir ihm helfen, sich zu verbessern. Das geschehe mit einzelnen Menschen und auch mit Völkern. Andererseits tue Gott dies mit uns: „Er sieht uns wohlwollend, vertrauensvoll, mit dem Blick des Herzens an“.

„Ich war im Herzen Asiens“, so der Papst abschließend, „und es hat mir gut getan. Es ist gut, mit diesem großen Kontinent in einen Dialog zu treten, seine Botschaften zu verstehen, seine Weisheit, seine Art, die Dinge zu betrachten, Zeit und Raum zu erfassen, kennenzulernen. Es hat mir gut getan, das mongolische Volk kennenzulernen, das seine Wurzeln und Traditionen pflegt, die Älteren respektiert und in Harmonie mit der Umwelt lebt: Es ist ein Volk, das in den Himmel blickt und den Atem der Schöpfung spürt“. Wenn wir an die grenzenlosen und stillen Weiten der Mongolei dächten, sollten wir uns von der Notwendigkeit leiten lassen, die Grenzen unseres Blicks zu erweitern, damit wir das Gute im anderen sähen und unseren Horizont erweitern könnten.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Liebe Pilger deutscher Sprache, wenn Gottes Gnade auf ein offenes und bereites Herz trifft, ist alles möglich. Machen wir unser Herz weit für das Große, das Gott an uns und durch uns wirken möchte. Gott segne euch!

Die Pilger und Besucher aus Polen grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ich grüße herzlich die Polen, insbesondere die Pilger aus der Erzdiözese Krakau, der Diözese Bielsko, Tarnów und Kielce sowie aus der polnischen Gemeinde in Rom, die gekommen sind, um den Jahrestag der Heiligsprechung ihres Patrons und Schutzpatrons Polens, des heiligen Stanislaus, Bischof und Märtyrer, zu feiern, die vor 770 Jahren in Assisi stattfand.

Der heldenhafte und hartnäckige Hirte von Krakau starb unter dem Schwert des polnischen Herrschers, um sein Volk und das Gesetz Gottes zu verteidigen. Mit großem Mut und innerer Freiheit stellte der heilige Stanislaus Christus über die Prioritäten der Welt. Sein Beispiel, das nach wie vor aktuell ist, möge euch ermutigen, dem Evangelium treu zu bleiben und es in eurem familiären und gesellschaftlichen Leben zu verkörpern. Auf diese Weise werdet ihr klare Zeugen der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der brüderlichen Liebe sein. Ich segne euch von Herzen.

Foto (c) Vatican Media

 


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Lesermeinungen

 Fischlein 9. September 2023 
 

@Aquilinus

"Da wurde Papst Franziskus falsch beraten."
Leider nicht nur da. Die Botschaft an die katholische Jugend in Russland war noch tragischer.


0
 
 Zeitzeuge 6. September 2023 
 

....und so wird aus Mk 16,15-16 ein "seid alle nett zu- und miteinander,

ein Zeugnis für Christus sieht anders aus:

Apg 4,12
Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen."


3
 
 SalvatoreMio 6. September 2023 
 

Die Mongolei

Ich erinnere mich an einen Winter mit äußerster Kälte in der Mongolei (etliche Jahre her), so dass in den Steppen viel Vieh verhungerte. Es muss katastrophal gewesen sein. Es wurde auch mit Lebensmitteln aus Europa geholfen. - Aber das scheint nichts Einmaliges zu sein, wenn man nachforscht. Darum auch flüchten wohl viele Bewohner in die Hauptstadt, wobei neue Probleme auftauchen, weil die Leute nicht an ein solches Leben angepasst sind und die Gefahr von Verrohung droht.


2
 
 Aquilinus 6. September 2023 
 

In Harmonie mit der Umwelt lebt ...

Da wurde Papst Franziskus falsch beraten.
Die Hälfte der Einwohner der Mongolei lebt in der Hauptstadt. Im Winter ist es dort sehr kalt. Viele Menschen heizen mit Rohkohle.
Ulaanbaatar zählt zu den Städten mit der weltweit schlechtesten Luft. Siehe Link.

www.iqair.com/de/newsroom/ulaanbaatar-mongolia-worst-air-quality-october-2020


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