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Papst schreibt aus Anlass des 7. Oktober an Christen in Nahost

8. Oktober 2024 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Franziskus: Vor einem Jahr entzündete "Lunte des Hasses ist in einer Spirale der Gewalt explodiert"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Am Jahrestag des Angriffs der Hamas auf Israel hat Papst Franziskus einen offenen Brief an die Christen im Nahen Osten geschrieben. Darin erinnert er an den 7. Oktober 2023 und nennt ihn einen "traurigen Tag". Weiter heißt es in dem am Montag im Vatikan veröffentlichten Brief: "Vor einem Jahr wurde die Lunte des Hasses angezündet; sie wurde nicht gelöscht, sondern ist in einer Spirale der Gewalt explodiert."

Ebenso beklagt der Papst in dem Schreiben "die schändliche Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft und der mächtigsten Länder, die Waffen zum Schweigen zu bringen und die Tragödie des Krieges zu beenden. Weiter werden Blut und Tränen vergossen. Die Wut wächst, und mit ihr der Wunsch nach Rache."


Dank an Christen, die ausharren

Die christliche Minderheit im Kriegsgebiet sei in dieser Lage eine "kleine, wehrlose Herde, die nach Frieden dürstet". Zugleich dankt der Papst allen Christen, die dennoch im Heiligen Land ausharren: "Ihr lasst euch nicht von der Dunkelheit verschlingen, die euch umgibt, sondern ihr werdet im Heiligen Land zu Keimen der Hoffnung, weil das Licht des Glaubens euch dazu bringt, von der Liebe Zeugnis zu geben, während andere vom Hass sprechen."

Die Christen dürften nicht aufhören, Gott um Frieden zu bitten, so der Papst. Das Gebet und das Fasten seien "die Waffen, die unseren einzigen wahren Feind besiegen: den Geist des Bösen, der den Krieg fördert".

Gläubigen aller Religionen nahe

Weiter betont der Papst in dem Brief, er sei den Christen und "allen Menschen jeder Konfession und Religion nahe, die im Nahen Osten wegen des Wahnsinns des Krieges leiden".

Ausdrücklich betont er seine Verbundenheit mit den Menschen im Gaza-Streifen, für die er täglich bete. "Ich bin allen nahe, die ihr Zuhause verlassen müssen und herumirren, um den Bomben zu entfliehen". Israel und den Libanon erwähnt der Papst nicht explizit, schreibt aber an einer Stelle: "Ich bin bei euch, die ihr Angst habt, die Augen zum Himmel zu erheben, von wo Feuer herabregnet."

Weiter betont der Papst: "Ich bin bei euch, die ihr nach Frieden und Gerechtigkeit dürstet und euch nicht der Logik des Bösen ergebt, sondern im Namen Jesu eure Feinde liebt und denen Gutes tut, die euch hassen."

(Wortlaut des Papst-Schreibens, in engl. Sprache: https://www.vatican.va/content/francesco/en/letters/2024/documents/20241007-lettera-cattolici-mediooriente.html)

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Lesermeinungen

 Aventinus 10. Oktober 2024 
 

Am Tag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, 7.10. - ...

auf den auch das Marien-Ikonenbild mit Christuskind und brennender Kerze (davor Franziskus) zufällig(?) hinweist, schreibt PF, vermutlich ohne sich des Tages bewußt zu sein(?), bezeichnenderweise seine aufmunternden Zeilen an die ausharrenden Christen inmitten all dieser Feindseligkeiten. Mit einem Verweis auf die Bedeutung dieses 7.10.1571 von Lepanto damals und auch für uns Heutige hätte er seine wohlgesetzten Worte mit der Fürbitte um und der Gewißheit des befreienden Eintretens der Himmelskönigin gerade für alle Kriegsbedrängten verknüpft, gerade auch wieder in den heutigen Kriegswirren. 7.10. - es sieht so gesehen nicht gut aus für all die Agressoren an diesem besonderen Marientag.


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 Schillerlocke 8. Oktober 2024 
 

Keine Forderung

an die Araber im Gazastreifen, die israelischen Geiseln sofort freizulassen? Kein Wort zum Versagen der arabischen Bevölkerung im Gazastreifen und der Westbank, dass sie das vergangene Jahr nicht zu einem Volksaufstand gegen Hamas und PLO genutzt haben? Da sollte der Vatikan mutiger sein. Nie war die Gelegenheit günstiger, die beiden Regime zu stürzen und zum Teufel zu jagen. Einzig die Worte an die Christen im Nahen Osten sind wirklich angebracht.


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