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Kardinal Ambongo: Afrika ist offen für Diakonat der Frau als Dienstamt, nicht Weiheamt

24. Oktober 2024 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
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SECAM-Präsident bei Medienbriefing am Rande der Weltsynode: "Wir vertrauen auf die Kommission, die der Papst eingesetzt hat, um diese Fragen eingehend zu untersuchen"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Kardinal Fridolin Ambongo (Archivfoto) kündigte an, dass sich die afrikanische Kirche der Öffnung des Diakonats für Frauen nicht verschließen würde. Er begrüßt, dass Papst Franziskus die Frage nach dem Diakonat der Frau weiter untersuchen lässt, sagte der Präsident der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) auf Journalisten-Nachfrage bei einem Vatikan-Medienbriefing am Dienstag in Rom am Rande der Weltsynode. Jedoch seien davor einige Fragen zu klären, so der Kardinal.


Ambongo betonte, dass der Diakonat der Frau in der frühen Kirche ein Dienstamt und kein Weiheamt war. Am Anfang sei das Diakonat der Frau ein Dienst an der Gemeinschaft gewesen, der nichts mit dem Priestertum zu tun gehabt hätte. Im Laufe der Zeit habe sich das Wesen des Diakonats jedoch verändert und sei zur ersten Stufe des Priestertums geworden. Daher gelte es, die beiden Diakonate zu unterscheiden. "Wir vertrauen auf die Kommission, die der Papst eingesetzt hat, um diese Fragen eingehend zu untersuchen", hielt der Kardinal fest.

Wortführer der Kirche in Afrika

Die Frage nach der Rolle und Ämtern für Frauen spielte bei den Beratungen der Weltsynode immer wieder eine Rolle. Sie tagt noch bis kommenden Samstag im Vatikan. Dann soll die Versammlung nach fast vier Wochen Beratungen über ein Abschlusspapier mit Vorschlägen für den Papst abstimmen.

Ambongo gilt als die wichtigste Stimme der katholischen Kirche in Afrika. Der Erzbischof von Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) gehörte weltweit zu den Wortführern unter den Kritikern der Erklärung des Vatikans zum Segen für gleichgeschlechtliche Paare. Bei der Weltsynode vertritt er den Kontinent in der Kommission für die Ausarbeitung des Abschlussdokuments.

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