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„Alle Dämme sind gebrochen. Der Judenhass zeigt sich ganz ungeniert“

31. Juli 2025 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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„Jüdische Allgemeine“-Chefredakteur Philipp Peyman Engel warnt: „Ein antisemitischer Sturm wütet zurzeit durch Europa, wie wir ihn in der Intensität seit Jahrzehnten nicht erlebt haben: Die Antisemitismusstatistiken explodieren geradezu.“


Berlin (kath.net) „Ein antisemitischer Sturm wütet zurzeit durch Europa, wie wir ihn in der Intensität seit Jahrzehnten nicht erlebt haben: Die Antisemitismusstatistiken explodieren geradezu. Immer mehr Juden in Berlin erwägen, ihre Heimat zu verlassen. In Österreich werden Juden aus Restaurants und Campingplätzen geschmissen, bloß weil sie Israelis sind; in Frankreich wird ein Rabbiner verprügelt, in Spanien jüdische Jugendliche aus Flugzeugen geworfen, bloß weil sie auf Hebräisch singen. Wehret den Anfängen? Davon kann keine Rede sein! Stattdessen: Aber das Völkerrecht! Aber der angebliche Völkermord in Gaza! Das Maß ist voll. Es ist schon lange nicht mehr zu ertragen.“ Das schreibt Philipp Peyman Engel, der Chefredakteur der in Berlin erscheinenden „Jüdischen Allgemeinen“, in einem Essay.

Denn, so der Chefredakteur, „wussten Sie, dass Israel das einzige Land in der Geschichte ist, das – mit guten Gründen – die Bevölkerung jenes Landes ernährt, von dem es angegriffen wurde und gegen das es sich nun mit militärischen Mitteln zur Wehr setzen muss, um nicht erneut angegriffen zu werden und um die eigenen Staatsbürger, die als Geiseln genommen wurden, zu befreien?“


Auch fragt Engel: Oder „wussten Sie, dass viele der schockierenden Fotos, die zurzeit im Netz und in seriösen Medien zirkulieren, in Wahrheit keine unter Hunger leidenden Kinder zeigen, sondern Kinder mit unheilbaren Krankheiten?“

Zudem informiert er: „Wussten Sie, dass in diesen Tagen Hunderte Tonnen an Hilfslieferungen an der Grenze zu Gaza in der Sonne verrotteten, weil die Vereinten Nationen und andere Organisationen sie schlicht und einfach nicht abholten, zugleich aber die israelische Regierung lauthals anklagten, die Einwohner von Gaza auszuhungern? Wussten Sie, dass Ägypten die Grenze zu Gaza fast komplett abschottet und nahezu keine Hilfslieferungen ermöglicht?“

Engel schreibt seinen Essay auch aus konkreten politischen Anlässen. Er kritisiert, dass „Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Außenminister Johann Wadephul (beide CDU)“ es nicht müde würden, „die israelische Regierung öffentlich anzuzählen und an den Pranger zu stellen. Jerusalem zu kritisieren, auch scharf, ist ihr gutes Recht und immer wieder auch notwendig, wie bei jedem anderen Staat weltweit auch. … Doch immer öfter muss man sich fragen: warum diese komplette Einseitigkeit? Warum spricht die Bundesregierung neuerdings Israel das Recht ab, sich gegen die Hamas zur Wehr zu setzen? Warum blieben zudem über Wochen die Hinweise auf die grausamen Schicksale der israelischen Geiseln – unter ihnen übrigens mehrere deutsche Staatsbürger – in den Fängen der Hamas aus? Warum wird bis heute kein Druck auf die Hamas und ihre Unterstützer in Iran oder Katar ausgeübt, um endlich die restlichen Geiseln zu befreien und die Hamas zur Kapitulation zu bewegen?“

Im Grunde sei es „ebenso banal wie einleuchtend: Israel hat alles Recht der Welt, sich gegen den Terror der Hamas zur Wehr zu setzen. Alles Recht, die eigenen Staatsbürger, die von der Hamas verschleppt wurden, zu befreien. Alles Recht, künftige Angriffe zu unterbinden. Und alles Recht, künftig endlich in Frieden und in Freiheit mit seinen Nachbarn zu leben“.

Der lesenswerte Beitrag in der Jüdischen Allgemeinen“ in voller Länge:


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