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"And pray, and sing, and tell old tales…"

5. November 2024 in Kultur, 1 Lesermeinung
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Thomas Morus & Franziskus: In den Stücken von William Shakespeare spielen Heilige eine größere Rolle als gedacht.


London (kath.net / pk) Wer an Shakespeare denkt, bringt ihn nicht unbedingt mit Heiligen in Verbindung. Liest man seine Werke, so wird man überrascht feststellen, dass Heilige darin vorkommen oder Einfluss darauf hatten. Darauf wies Joseph Pearce in einem Beitrag für „Aleteia“ hin. Er nannte sechs Heilige, die Shakespeares Werk beeinflussten.

1. Thomas Morus. Shakespeare verfasste zusammen mit zeitgenössischen Dramatikern das Werk „Sir Thomas More“. Sir Thomas More (1478-1535) war ein englischer Staatsmann und Autor, der 1535 vom König als Hochverräter hingerichtet wurde, weil er sich weigerte, den geforderten Eid auf die königliche Oberherrschaft über die Kirche abzulegen. 1935 wurde er heiliggesprochen. Das Stück „Sir Thomas More“ war zu Lebzeiten Shakespeares wegen seiner pro-katholischen Perspektive verboten.

„Imagine that you see the wretched strangers, Their babies at their backs and their poor luggage, Plodding to the ports and coasts for transportation, And that you sit as kings in your desires, Authority quite silent by your brawl, And you in ruff of your opinions clothed; What had you got?” (aus: William Shakespeare, Sir Thomas More). 

2. Crispin. Der heilige Crispin, jener christliche Märtyrer, der Ende des 3. Jahrhunderts in Soissons starb, kommt in Shakespeares Historiendrama „Heinrich V.“ vor. Heinrich V. feuert in dem Stück seine Anhänger am Morgen der berühmten Schlacht von Azincourt an, die am Tag des heiligen Crispin (25. Oktober) im Jahr 1415 stattfand. Die Rede wird als St.-Crispins-Tag-Rede bezeichnet. 


„This day is called the feast of Crispian: He that outlives this day, and comes safe home, Will stand a tip-toe when the day is named, And rouse him at the name of Crispian. “ (aus: William Shakespeare, Henry V.)

3. Edward der Bekenner. Im Stück „Macbeth“ zeigt Shakespeare den heiligen Edward den Bekenner (Edward the Confessor, um 1004 bis 1066) als perfektes Beispiel für einen christlichen König. Edward war der vorletzte angelsächsische König von England und wurde 1161 heiliggesprochen. Shakespeare präsentiert ihn als einen König, der die Gabe der Krankenheilung hat – im Gegensatz zum bösartigen und wahnsinnigen Macbeth, den er als Beispiel eines machiavellistischen „Prinzen“ zeichnet und als Verkörperung des machiavellistischen schottischen Königs James I., der an der Macht war, als „Macbeth“ geschrieben wurde.

4. Franz von Assisi. Der berühmte italienische Heilige taucht in Shakespeares Stücken zumindestens andeutungsweise auf, erklärt Pearce. Er sei in der Darstellung von einigen heiligen Ordensmännern präsent, etwa bei Bruder Lorenz in „Romeo und Julia“, bei Bruder Franz in „Viel Lärm um nichts“, ebenso bei den Brüdern Lorenz und Patrick in der Komödie „Zwei Herren aus Verona“.

Im Stück „Maß für Maß“ kommen mehrere Franziskanermönche sowie Klarissenschwestern vor. Es sei das „wohl deutlichste katholische Stück Shakepeares“, meint Joseph Pearce. Geschrieben wurde es während einer kurzen Pause der Katholikenverfolgung nach der Thronbesteigung von James I. In diesem Stück tritt Isabella auf, eine heiligmäßig lebende Klarissen-Novizin, die mit den Figuren der Cordelia und Portia als „Ikone der idealisierten Weiblichkeit“ konkurriert.

Der heilige Franziskus selber sei in „König Lear“ fast „allgegenwärtig“, interpretiert Pearce. „Er ist in der heiligen Armut des Tom zu sehen, dessen Gesang einer franziskanischen Ballade seine Worte kontraintuitiver und paradoxer Weisheit begleitet, und er ist am dramatischsten präsent, wenn Lear auf der Heide seine Kleider ablegt, wobei die schamlose Nacktheit des Königs die des heiligen Franziskus nachahmt, der sich seiner Kleider entledigt, um der Welt seine Ehe mit Frau Armut zu verkünden.“

„Come, let’s away to prison. We two alone will sing like birds i’ th’ cage. When thou dost ask me blessing, I’ll kneel down And ask of thee forgiveness. So we’ll live, And pray, and sing, and tell old tales, and laugh At gilded butterflies, and hear poor rogues Talk of court news, and we’ll talk with them too— Who loses and who wins; who’s in, who’s out— And take upon ’s the mystery of things, As if we were God’s spies.” (aus: William Shakespeare, King Lear)

5. Robert Southwell. Einer der größten englischen Heiligen ist der eher unbekannte  Märtyrer Robert Southwell (1561-1595), der erst 1970 heiliggesprochen wurde. Er gehört zu den Vierzig Märtyrern von England und Wales, mit denen er einen gemeinsamen Festtag hat, den 4. Mai. Einer dieser Märtyrer war Edmund Campion, den der junge Shakespeare gekannt haben könnte. Southwell war Priester, Seelsorger und Autor, der Shakespeare künstlerische stark beeinflusste. In „Hamlet“ bildet Southwells Gedicht „Upon the Image of Death” den anspielungsreichen Hintergrund für die gesamte Friedhofszene.

6. Sankt Georg. Es gibt Hinweise darauf, dass Shakespeare am Sankt-Georgs-Tag geboren wurde und auch starb. Der Heilige Georg ist der Schutzpatron Englands. Es sei „sicher eine Fügung des Schicksals, dass Englands größter Dichter die Weltbühne am Fest des englischen Schutzpatrons betrat und sich am selben Tag endgültig verneigte“, schreibt Joseph Pearce.  


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