Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. So nicht, Mr. Präsident!
  6. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  9. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

Großbritannien - Priester kündigt an, er wird Pro-Sterbehilfe-Politiker die Kommunion verweigern

1. Juli 2025 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pfr. Ian Vane hatte liberaldemokratischen Parlamentarier noch vor Parlamentsabstimmung gewarnt, dass er ihm nicht mehr die Eucharistie reichen werde, falls er im Abstimmungsverhalten seinen „klaren Verstoß“ gegen kirchliche Lehre durchziehen werde


London (kath.net/pl) Ian Vane, Pfarrer der katholischen Kirche St. Joseph der Arbeiter in Dorking, hat dem liberaldemokratischen Abgeordneten Chris Coghlan die künftige Teilnahme an der Kommunion ausgesprochen, weil er am 20. Juni für das britische Gesetz zur Sterbehilfe gestimmt hatte. Coghlan wurde zwei Tage später während der Messe von der Kanzel herab namentlich genannt, nachdem das Land der Legalisierung staatlicher Sterbehilfe einen Schritt näher gekommen war. Darüber berichtete der „Catholic Herald“. Er teilte den Gemeindemitgliedern während der Messe mit, dass ihrem Abgeordneten die Kommunion aufgrund seines „Stimmverhaltens“ verweigert werde. Der Priester wiederholte diese Ankündigung bei einer späteren Messe mit etwa 150 Anwesenden, bei der Coghlan jedoch nicht anwesend war.


Pfarrer Vane hatte Coghlan noch vor der Abstimmung geschrieben und ihn gewarnte, dass sein „Ja“ ein „klarer Verstoß“ gegen die kirchliche Lehre wäre, ja sogar ein „Mordakt“, berichtete der „Catholic Herald“ weiter. Vane hatte weiter erklärt, dass eine solche Entscheidung Coghlan würde dazu bringen, „hartnäckig in der Sünde zu verharren“. Es würde „einen Skandal auslösen“,  ihm die Kommunion zu geben. 

Coghlan seinerseits bezeichnete das Vorgehen des Priesters als „empörend“ und reichte bei Bischof Richard Moth, Bischof von Arundel und Brighton, Beschwerde ein. Er behauptete, es handle sich bei Vanes Aktion um den Versuch, die Stimme eines gewählten Abgeordneten zu erpressen. Allerdings hatte sich auch Bischof Moth lautstark gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen und hatte die Katholiken seiner Diözese aufgefordert, ihren Abgeordneten schriftlich zu widersprechen. In einem Hirtenbrief hatte der Bischof geschrieben: „Anstatt – wie angedeutet – eine ‚Wahlmöglichkeit‘ zu bieten, wird dies möglicherweise erheblichen Druck auf Menschen ausüben, die sich in einer sehr schwierigen Lebensphase befinden, insbesondere auf ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.“ Auf X verurteilte Coghlan die öffentliche Rüge als „völlig respektlos“ und sagte, dass „meine private Religion weiterhin keinerlei direkte Relevanz für meine Arbeit als Abgeordnete haben wird“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  5. So nicht, Mr. Präsident!
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  10. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  13. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Sieg der „rebellischen Nonnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz