Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Kirche im Verfall
  8. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  15. THESE: Warum die UNO weg muss!

Katholischer Philosoph ausgeladen – ‚Erschießen werden wir ihn nicht ‘

6. Dezember 2025 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Gewaltandrohungen wurde der katholische Philosoph und Autor Sebastian Ostritsch von der Hochschule für Philosophie in München wieder ausgeladen.


München (kath.net/jg)
Der katholische Philosoph und Autor Sebastian Ostritsch sollte am 27. November sein neues Buch über die Gottesbeweise bei Thomas von Aquin im Licht der Kritik von Immanuel Kant an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München vorstellen. Auf Druck von Studenten wurde die Veranstaltung zwei Tage vorher abgesagt.

In den sozialen Netzwerken war vorher ein Aufruf zu Protesten gegen den Auftritt des angeblich „rechtsextremen Fundamentalisten“ Ostritsch verbreitet worden. Der Protest ging offenbar von Studenten der Hochschule für Philosophie aus, die um Verstärkung baten. „Bitte helft uns, indem ihr zu uns an die Hochschule kommt und Flagge und Gesicht zeigt! Wir schmücken die Hochschule und Aula mit Flaggen und Zitaten Ostritschs und bieten an, über Ostritschs gefährliche politische Agenda zu informieren“, war in dem Aufruf zu lesen.

Warum Ostritsch ein „rechtsextremer Fundamentalist“ sein soll und worin seine „gefährliche politische Agenda“ besteht, wurde nicht erklärt. Auf Anfrage von kath.net sagte Ostritisch, es sei um seine außerakademischen Publikationen gegangen, aber konkrete Vorwürfe seien ihm nie gemacht worden. 


Am Dienstag, den 25. November, gab es ein „moderiertes Gespräch“, zu dem die Leitung der Hochschule und die Studentenvertretung eingeladen hatten. Dabei sollten „bestehende Bedenken in einem sachlichen Rahmen“ besprochen werden. Die Hochschulleitung hatte zu diesem Zeitpunkt die offizielle Ankündigung und Werbung für den Vortrag von Ostritsch von ihrer Internetseite und den Wänden der Hochschule entfernt. 

Laut einem Bericht von Corrigenda, der sich auf einen Teilnehmer des Gesprächs vom 25. November beruft, wurde dabei von Studenten unverhohlen mit Gewalt gedroht. Sollte die Veranstaltung nicht abgesagt werden, werde sie „nicht ungestört“ ablaufen, kündigte ein Student an. Eine Studentin sagte in Richtung der Hochschulleitung. „Herr Ostritsch wünscht sich wie Charlie Kirk zu sein, wir können Sie aber beruhigen: Erschießen werden wir ihn nicht.“

Ostritsch sei aber ein „Menschenfeind“, er sei „rechtsextrem“, ein „Nazi“ und arbeite für „rechte Blätter“. Außerdem sei er in der Bibliothek des Konservatismus aufgetreten, wo auch schon andere rechte Personen aufgetreten seien, lauteten die Vorwürfe. Konkrete inhaltliche Kritik an Positionen, die Ostritsch vertritt, gab es nicht.

Die Professoren der Hochschule, die allesamt anwesend waren, hätten sich in der Diskussion defensiv verhalten, zwar auf die Wissenschaftsfreiheit gepocht und darauf verwiesen, sie wollten keine Zustände wie in den USA haben, wo politischer Druck auf Hochschulen ausgeübt werde, sagte ein Student gegenüber Corrigenda. Die Professoren hätten durchblicken lassen, dass sie die Einladung Ostritschs für einen Fehler hielten, meinte er.

Gegenüber der Tagespost gab die Leitung der Hochschule bekannt: „Angesichts der Begleitumstände innerhalb und außerhalb der Hochschule schien ein offener, akademischer Dialog nicht mehr möglich.“

Mittlerweile haben zahlreiche Journalisten, Publizisten, Hochschullehrer und Christen in unterschiedlichsten Positionen die Absage der Veranstaltung kritisiert, darunter Birgit Kelle, das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit und Prof. Riccardo Wagner (siehe Link). 

Der Vortrag von Sebastian Ostritsch konnte mittlerweile an einem anderen Ort in München nachgeholt werden, wie die Tagespost berichtet.

Sebastian Ostritsch ist promovierter und habilitierter Philosoph. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit schreibt er für  verschiedene katholische Publikationen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 10. Dezember 2025 
 

@Die Erinnerung

... nur mit dem Unterschied, dass die "Near Governmental Organization" DBK jetzt linke Ideologien statt Gottes Willen durchsetzt. Wobei "Durchsetzung" ein durchaus schillernd aussprechbarer Begriff ist.


0
 
 ottokar 9. Dezember 2025 
 

Genau dieser undemokratische Zeitgeist ist es ,vor dem die Trumpbehörden die Europäer warnen.


2
 
 Die Erinnerung 7. Dezember 2025 
 

Die katholische Kirche vor 1968 war sicher nicht die Mutter der Redefreiheit, nur trifft es jetzt die konservative Gegenseite.
Worauf man sich bei katholischen Institutionen weiterhin fest verlassen kann, ist ein autoritäres Vorgehen.


1
 
 tarsus 7. Dezember 2025 
 

kehren die 68er zurück?

ich fühle mich fast wie in den 68er des letzten Jahrhunderts versetzt. Da waren die Jesuiten auch dem Zeitgeist erlegen. Als Neffe eines Jesuiten bin ich noch mehr erschüttert, was z.Zt. in der Kaulbachstraße passiert, Der selige Pater Rupert Mayer routiert wahrscheinlich im Grab.


0
 
 Versusdeum 7. Dezember 2025 
 

@Herbstlicht

Jesuiten halt. Wann hat man von Vertretern dieses Ordens zuletzt etwas gehört, das der Stärkung und Klarheit im Glauben gedient hätte?


0
 
 Mr. Incredible 6. Dezember 2025 
 

was für ein feige Bande.

Ich kenne den EIngeladenen nicht. Aber gerade Philosophie-Studenten sollten keine gepflegte akademische Auseinandersetzung scheuen. So sind sie also nur ein weiteres vom Zeitgeist zerfressendes Konglomerat von Feiglingen. Ein Armutszeugnis für ihre Professoren ausserdem.


2
 
 Herbstlicht 6. Dezember 2025 
 

armselig!

Katholisch sein und noch dazu eher konservativ! -

Das genügt also schon und rechtfertigt eine Ausladung.
Welch ein Armutszeugnis der Hochschule!


5
 
 SalvatoreMio 6. Dezember 2025 
 

Mein unerfüllbarer Wunsch ...

Wenn möglich, müssten solche Studenten einer kath. Universität öffentlich und einzeln verpflichtet werden, ein Heilig-Geist-Lied vorzutragen, z. B. Nr.785 mit:"Weisheit, Verstand, göttlicher Rat, Starkmut, heilige Wissenschaft, Frömmigkeit, Gottesfurcht". Wer sich verweigert: Rauswurf!


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  2. Telegram-Gründer Pavel Durov: "Bleib wachsam, Spanien"
  3. Meinungsfreiheit auf katholisch
  4. Meinungsfreiheit in Gefahr
  5. „Vermeintliche Förderung der Meinungsfreiheit durch Einschränkung der Meinungsfreiheit“
  6. Asyl in den USA - Eine AfD-Influencerin fühlt sich in Deutschland verfolgt
  7. Frankreich: Gericht von Marseille gibt katholischen Filmemachern recht
  8. Kein Hassverbrechen: spanisches Gericht spricht zwei Priester und einen Journalisten frei
  9. Google gibt Zensur unter Biden zu
  10. US-Außenministerium verurteilt Prozess gegen Päivi Räsänen wegen Bibelzitat







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  10. Kirche im Verfall
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  13. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz