Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur

30. April 2026 in Schweiz, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Vorfall in der Zürcher Pfarrei Guthirt, bei dem Gottesdienstbesucher konsekrierte Hostien mit ihren Hunden teilten, sorgte in den vergangenen Monaten für Entsetzen unter Gläubigen. Jetzt hat das Bistum den Vorfall untersucht


Chur (kath.net/gem/rn)
Ein Vorfall in der Zürcher Pfarrei Guthirt, bei dem Gläubige konsekrierte Hostien mit ihren Hunden teilten, sorgte in den vergangenen Monaten für Entsetzen unter Gläubigen und für eine gründliche Untersuchung durch das Bistum Chur. Nun liegt das Ergebnis vor: Trotz des massiven Verstoßes gegen die eucharistische Ordnung sieht der Bischof von einer Exkommunikation ab.  Der Vorfall ereignete sich bereits am 4. Oktober 2025 während einer Tiersegnung. Aufgrund schlechten Wetters wurde die Zeremonie in die Kirche verlegt und mit einer Eucharistiefeier kombiniert. In deren Verlauf kam es zu einer Szene, die für viele Katholiken kaum fassbar ist: Drei Personen teilten Teile der Hl. Eucharistie mit ihren Hunden.  


Bischof Joseph Maria ließ den Vorfall umfassend prüfen, um die Umstände und vor allem die Absichten der Beteiligten zu klären. Im Zentrum stand die Frage, ob ein Sakrileg im Sinne des Kirchenrechts (CIC can. 1382 §1) vorliegt, was die automatische Exkommunikation zur Folge hätte.  Das Untersuchungsergebnis des Bistums fällt jedoch erstaunlich milde aus: Die Ergebnisse hätten „eindeutig gezeigt“, dass die beteiligten Personen nicht mit einer sakrilegischen Absicht gehandelt haben. Da dieser vorsätzliche Wille zur Schändung fehlte, könne man ihnen das schwere Vergehen eines Sakrilegs rechtlich nicht zur Last legen. Damit bleibt den Beteiligten die Tatstrafe der Exkommunikation erspart.

Auch wenn keine kirchenrechtliche Höchststrafe verhängt wurde, bezeichnet das Bistum den Vorfall als „höchst bedauerlich“. Um eine Wiederholung solcher Grenzüberschreitungen zu verhindern und das Sakramentsverständnis zu schärfen, hat Bischof Joseph Maria Konsequenzen für die Pfarrei gezogen: Er hat ein Klausurtreffen mit dem gesamten Team von Guthirt vereinbart, um die Geschehnisse aufzuarbeiten.  Kritische Stimmen innerhalb der Kirche bemängeln, dass die Untersuchung viele Fragen offen lasse und der Respekt vor der Eucharistie durch solche „Abklärungen“ weiter ausgehöhlt werde. In der Pfarrei Guthirt selbst dürfte das Thema noch länger für Diskussionsstoff sorgen, wie man die Heiligkeit des Altarsakraments künftig besser schützen will. 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Das Ende von Maria 2.0“
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  9. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  10. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  11. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  14. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz