Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  12. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  13. „Wir werden erwartet“
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Das Vermächtnis eines Sterbenden

26. April 2026 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die vier Versäumnisse des ehemaligen US-Senators Ben Sasse kurz vor seinem Tod: „Ich habe für die falschen Leute gelebt, Die Illusion der „Wichtigkeit“, Das Verbergen der eigenen Zerbrechlichkeit und die vertagte Dankbarkeit


Washington D.C. (kath.net/gem/rn) In den Hallen der Macht zählt meist nur der nächste Sieg, die nächste Schlagzeile oder das nächste Gesetz. Doch wenn das Leben zu Ende geht, verschieben sich die Prioritäten radikal. Das zeigt der bewegende Bericht von "Aleteia" über den ehemaligen US-Senator Ben Sasse (Republikaner), der angesichts einer unheilbaren Krankheit kurz vor seinem Tod sein Schweigen brach. 

Seine Botschaft an die Welt ist keine politische, sondern eine zutiefst menschliche: Eine Warnung vor den „vier großen Versäumnissen“, die das Leben am Ende leer erscheinen lassen können.

1. „Ich habe für die falschen Leute gelebt“

Eines der schmerzhaftesten Geständnisse des Politikers betrifft die Zeit, die er damit verbrachte, Menschen zu beeindrucken, die ihm letztlich nichts bedeuteten. Er beschreibt, wie er jahrelang nach der Anerkennung von Parteikollegen, Spendern und Fremden strebte, während er die Meinung derer, die ihn wirklich liebten, als „selbstverständlich“ voraussetzte. Sein Rat: Hören Sie auf, für die Galerie zu spielen, und fangen Sie an, für die Menschen zu leben, die an Ihrem Bett sitzen werden, wenn das Licht ausgeht.


2. Die Illusion der „Wichtigkeit“

Der Senator gab zu, dem Irrglauben erlegen zu sein, dass seine Arbeit unersetzlich sei. Er verpasste Geburtstage, Jubiläen und stille Momente im Kreis der Familie, weil er glaubte, die Welt würde ohne sein Eingreifen aufhören sich zu drehen. „Die Politik ging ohne mich weiter, kaum dass ich den Raum verlassen hatte“, reflektiert er, „aber die verpassten Momente mit meinen Kindern kommen nie wieder.“

3. Das Verbergen der eigenen Zerbrechlichkeit

In einer Welt, in der Stärke als die höchste Währung gilt, bereut es der Sterbende, seine Ängste und Zweifel stets hinter einer Maske der Unbesiegbarkeit verborgen zu haben. Er habe erst am Ende begriffen, dass wahre Verbindung zu anderen Menschen nur durch Verletzlichkeit entsteht. Indem er niemanden „hinter die Kulissen“ blicken ließ, blieb er trotz seines Ruhms einsam.

4. Die vertagte Dankbarkeit

Sein letztes großes Bedauern betrifft die Dinge, die er ungesagt ließ. Er habe die Dankbarkeit für das Leben selbst, für die Schönheit der Welt und für die kleinen Gesten seiner Mitmenschen auf ein „Irgendwann“ verschoben. „Wir warten immer auf den großen Moment, um glücklich zu sein, und übersehen dabei, dass das Leben aus den kleinen Zwischenräumen besteht“, so sein Fazit.

Die Beichte des Senators ist keine bittere Abrechnung, sondern ein hoffnungsvoller Appell: Es ist nie zu spät, die Prioritäten neu zu ordnen – solange man noch atmet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  3. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  4. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  5. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  6. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  7. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  8. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  9. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  10. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  11. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  12. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  13. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  14. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz