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Warum Mel Gibson sich entschlossen hat, ‚Die Passion Christi‘ zu drehen

13. April 2026 in Kultur, 1 Lesermeinung
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Filme über das Leiden und den Tod Christi waren nach Ansicht Gibsons stark entschärft.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Mel Gibson hat in einem Gespräch mit Pastor Greg Laurie für die Sendung „PRAISE“ des Senders TBN offen darüber gesprochen, warum er sich entschlossen hatte, den Film „Die Passion Christi“ zu drehen, berichtet Movieguide.org.

„Es gibt bei uns allen die Tendenz, dieses Ereignis und das Ausmaß des Opfers (Christi, Anm. d. Red.) als selbstverständlich hinzunehmen“, erklärte Gibson. „Und filmisch, besonders kinematografisch, wurde es meiner Meinung nach ziemlich stark entschärft, sodass es – ich weiß nicht – wirkungslos, kraftlos und nicht emotional wird.“

Gibson fuhr fort: „Ich wollte das Ausmaß des Opfers, das Christus gebracht hat, veranschaulichen. Deshalb hatte ich das Gefühl, dass ich einen solchen Film machen musste. Aus meiner eigenen Erfahrung und durch jahrelanges Nachdenken über die Passion Christi hat meine Vorstellungskraft Flügel bekommen. Und es gibt Schriften zu diesem Thema, die einem die schreckliche Realität vor Augen führen, wie schlimm es wirklich war.“


Ziel des 2004 veröffentlichten Films war es laut Gibson, den Zuschauern einen neuen Blick auf das Geschehen zu ermöglichen und eine theologische Perspektive einzubringen, die sie vielleicht zuvor noch nicht bedacht hatten: „Ich wollte das einfach auf Film bringen, um den Menschen vielleicht eine neue Sichtweise zu geben und eine theologische Perspektive hinzuzufügen, an die sie vielleicht noch nicht gedacht hatten.“

Bereits in einem Interview mit Diane Sawyer beim US-Sender ABC im Jahr 2004 hatte Gibson erklärt, dass seine eigenen persönlichen Kämpfe hinter der Entscheidung für den Film standen. „Ich glaube, ich bin einfach auf die Knie gefallen“, sagte er. „Ich habe einfach ‚Hilf mir‘ gesagt. Und dann begann ich, darüber zu meditieren. Das steht in den Evangelien. Ich habe sie alle noch einmal gelesen. Ich erinnere mich, dass ich Teile davon gelesen habe, als ich jünger war.“

Gibson betonte außerdem: „Schmerz ist der Vorläufer von Veränderung, und das ist großartig. Das ist die gute Nachricht.“

Heute kehrt Gibson in die Welt von „Die Passion Christi“ zurück. Bereits im Oktober 2025 hat er mit den Dreharbeiten zur Fortsetzung begonnen. Diese trägt den Titel „The Resurrection of the Christ“ (Die Auferstehung Christi) und soll 2027 in die Kinos kommen.

Drehbuchautor Randall Wallace berichtete in einer Folge des Podcast „Intersections“ wie das Projekt entstand: „Wir haben eines Abends nur zu zweit in Dallas zu Abend gegessen, und ich sagte: ‚Weißt du, was wir machen müssen? Die Auferstehung.‘“

Wallace erinnerte sich an Gibsons Haltung: „Eines der Dinge, die er zu mir sagte, war: ‚Das darf nicht um des Geldes willen sein, es darf nicht sein, um irgendjemandem etwas zu beweisen. Bei diesem Projekt müssen unsere Herzen rein sein.‘ In diesem Moment wusste ich, wie engagiert er war und dass das wirklich eine besondere Reise werden würde.“

 

Foto: Archivbild Mel Gibson und Jim Caviezel bei den Dreharbeiten zu „Die Passion Christi“ 

 


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