
Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!vor 3 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Papst antwortet Marx & Co. - Die Glaubenskongregation hat ein Schreiben aus dem Jahr 2024 veröffentlicht, in dem ein Vorschlag der Deutschen Bischofskonferenz für Segnungsrituale bei Paaren in „unregulären Situationen“ scharf kritisiert wird.
Rom (kath.net/gem/rn)
Die Glaubenskongregation hat heute ein Schreiben aus dem Jahr 2024 an Bischof Stephan Ackermann veröffentlicht, in dem ein Vorschlag der Deutschen Bischofskonferenz für Segnungsrituale bei Paaren in „unregulären Situationen“ scharf kritisiert wird. Laut dem Vatikan widerspricht das deutsche Handbuch den Vorgaben der Erklärung Fiducia supplicans.
In dem von Kardinal Víctor Manuel Fernández unterzeichneten Brief werden mehrere Verstöße gegen die kirchliche Ordnung angeführt. So besitze die Kirche nicht die Vollmacht, liturgische Segnungen zu erteilen, die einer Verbindung, die eine Ehe oder außereheliche sexuelle Praxis voraussetzt, eine Form von moralischer Legitimität verleihen. Fiducia supplicans schließe laut dem Schreiben jede Art von Liturgie oder Segen aus, der den Eindruck einer sakramentalen Segnung erwecken oder Verwirrung stiften könnte. Obwohl das deutsche Handbuch von „Spontaneität und Freiheit“ spricht, bietet es feste Formulare und Vorschriften für Musik und Gesang an, was einer unzulässigen „Para-Liturgie“ gleichkomme.
Die Veröffentlichung dürfte eine klare Antwort von Papst Leo an den Großteil der Deutschen Bischofskonferenz sein, die klar gegen römische Richtlinien agieren. Leo XIV. kritisierte die deutschen Entwicklungen zuletzt im April 2026 während einer Pressekonferenz und warnte davor, dass solche formalisierten Segnungen eher Uneinigkeit als Einheit stiften würden. Anlass für die Veröffentlichung dürfte auch das bekannt geworden Schreiben von Kardinal Reinhard Marx sein, in dem dieser in seinem Bistum die Segnung homosexueller Paare sowie geschiedener Wiederverheirateter offiziell erlauben wollte. 
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Lesermeinungen| | Jothekieker vor 3 Stunden | | | | Marx handelt unverantwortlich Ein Priester des Erzbistums München hat nun ein Problem, wenn sich ein Schwulenpaar bei ihm meldet und offiziell gesegnet werden will. Entweder handelt er gegen die Anweisung aus Rom oder gegen die Anweisung seines Bischofs.
Es wird Zeit, daß Kardinal Marx hier für Klarheit sorgt, notfalls durch seinen Rücktritt. |  5
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