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Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen

1. Mai 2026 in Familie, 13 Lesermeinungen
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Aktuelle Umfragedaten aus den USA legen nahe, dass die Ehe – besonders in Kombination mit Kindern – für viele Frauen heute einer der stärksten Prädiktoren für Glück, Sinn und Wohlbefinden ist.


Charlottesville (kath.net/jg)
Die bekannte Autorin Elizabeth Gilbert („Eat, Pray, Love“) hat kürzlich in einem Podcast mit Marie Forleo eine klare These aufgestellt: „Das Schlimmste, was eine Frau statistisch gesehen tun kann, ist, einen Mann zu heiraten.“ Verheiratete Frauen würden kürzer leben, weniger verdienen, unglücklicher sein und in fast allen messbaren Bereichen des Wohlbefindens schlechter dastehen als unverheiratete Frauen, behauptete Gilbert. Diese Aussage passt in eine breitere progressive Kritik an der Ehe, die vor allem Frauen als Verliererinnen darstellt. Neue Daten des Institute for Family Studies (IFS) zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild, schreiben Sophie Anderson und Brad Wilcox in einem Beitrag für die Internetseite des IFS.

Die General Social Survey (GSS) gilt als einer der zuverlässigsten sozialwissenschaftlichen Indikatoren in den USA. Eine neue Auswertung des IFS für Frauen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zeigt:

  • Verheiratete Mütter sind deutlich glücklicher als unverheiratete Frauen ohne Kinder.
  • In den frühen 1990er Jahren gab es bei linksliberalen Frauen noch keinen nennenswerten „Glücksvorteil“ für verheiratete Mütter. Bis 2024 hat sich dieser Vorteil jedoch auf 30 Prozentpunkte vergrößert. Linksliberale verheiratete Mütter sind also deutlich häufiger „glücklich“ oder „sehr glücklich“ mit ihrem Leben als ledige, kinderlose Frauen gleichen Alters.
  • Bei konservativen Frauen beträgt der Abstand 2024 etwa 20 Prozentpunkte – ebenfalls ein erheblicher Unterschied.

Betrachtet man alle vier Gruppen (verheiratete Mütter, verheiratete kinderlose Frauen, unverheiratete Mütter und unverheiratete kinderlose Frauen), zeigt sich ein klares Muster: Die Glückswerte verheirateter Frauen bleiben seit den 1990er Jahren stabil hoch. Unverheiratete Frauen hingegen verlieren an Boden. Besonders nach der COVID-Pandemie sind ledige, kinderlose Frauen die unglücklichste Gruppe unter den Frauen im erwerbsfähigen Alter. Keine andere Gruppe berichtet von weniger Glück und Lebenssinn als jene ohne unmittelbare Familie.


Entgegen Gilberts Behauptung leben verheiratete Frauen heute länger, verdienen im Durchschnitt mehr und berichten von einem höheren Sinn im Leben als unverheiratete Frauen. Auch andere Studien, darunter eine Umfrage des Wheatley Institute und des IFS aus dem Jahr 2025, bestätigen, dass verheiratete Mütter signifikant häufiger „sehr glücklich“ angeben als die Vergleichsgruppen.

Die Autoren der IFS-Studie, Alan J. Hawkins und Connie Huber, betonen, dass der Vorteil der Ehe für Frauen in den letzten Jahren sogar gewachsen ist – und nicht geschrumpft.

Die Forscher machen vor allem die digitale Revolution der letzten 15 Jahre dafür verantwortlich. Smartphones und soziale Medien haben echte, persönliche soziale Kontakte ersetzt und gleichzeitig angstbesetzte, negative Botschaften über die Welt verbreitet. Dies trifft besonders ledige, kinderlose Frauen hart, die weniger eingebettet in stabile Beziehungen und Familienstrukturen sind.

Verheiratete Frauen profitieren hingegen von mehr Gelegenheiten zu echtem sozialem Kontakt, körperlicher Nähe und sinnvoller Zeit mit Partner und Kindern. In einer zunehmend digitalen und vereinzelnden Welt wirkt die Familie als Puffer gegen Einsamkeit und Angst.

Interessant ist auch die öffentliche Wahrnehmung: Viele Menschen – darunter überraschend viele Frauen – glauben weiterhin, dass die Ehe vor allem Männern nutzt, Frauen aber schadet. In Umfragen stimmen deutlich mehr Befragte zu, dass verheiratete Männer mit Kindern besser dastehen als ledige, während bei Frauen dieser Glaube schwächer ausgeprägt ist. Die objektiven Glücksdaten widersprechen dieser Annahme jedoch zunehmend.

Die Aussage von Liz Gilbert und ähnliche narrative, die die Ehe als Fallstrick für Frauen darstellen, halten einer empirischen Überprüfung nicht stand. Im Gegenteil: Die Daten legen nahe, dass die Ehe – besonders in Kombination mit Kindern – für viele Frauen heute einer der stärksten Prädiktoren für Glück, Sinn und Wohlbefinden ist.

 


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