Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  8. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  14. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

London: Suizidbeihilfe-Gesetz wird erneut ins Parlament eingebracht

vor 3 Stunden in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Lebensschutzbischof" Sherrington: "Die katholische Kirche lehnt diesen Gesetzentwurf grundsätzlich ab und schließt sich vielen anderen Gläubigen und Nichtgläubigen an, die darauf hinweisen, dass wir diese Schwelle nicht überschreiten sollten"


London (kath.net/KAP) Die Unterstützer einer Zulassung von Suizidbeihilfe in England unternehmen im Parlament einen neuen Anlauf zum Beschluss eines entsprechenden Gesetzes. Die Labour-Abgeordnete Lauren Edwards wird den mit dem Auslaufen der Legislaturperiode im Frühjahr gescheiterten Gesetzesvorschlag am Mittwoch in identischer Form neu einbringen, berichten britische Medien. Ab September sollen die Abgeordneten des Unterhauses erneut darüber beraten. Sie könnten dabei auch den nur sehr selten eingesetzten sogenannten "Parliament Act" nutzen, um ein Veto im Oberhaus des Zwei-Kammern-Parlaments in London zu umgehen.

Das Unterhaus ("House of Commons") hatte im Juni 2025 mehrheitlich für eine Regelung gestimmt, durch die unheilbar kranke Erwachsene in England und Wales, deren Lebenserwartung weniger als sechs Monate beträgt, unter strengen Bedingungen Zugang zu Selbsttötungsmitteln bekommen sollen. Bei den anschließenden Beratungen in der zweiten Parlamentskammer, dem House of Lords, wurden für das Gesetz mehr als 1.200 Änderungsanträge eingebracht. Während Kritiker auf die zahlreichen Bedenken im Zusammenhang mit der Freigabe des Assistierten Suizids verwiesen, sprachen Befürworter des Gesetzes von einer bewussten Verzögerungstaktik.


Lebensschutzbischof "zutiefst enttäuscht"

Kritik an dem Vorhaben kommt unter anderem aus den Kirchen, die eine Freigabe der Suizidbeihilfe ablehnen und stattdessen auf Maßnahmen für eine bessere Palliativ- und Hospizversorgung pochen. Der "Lebensschutzbischof" der englischen Bischofskonferenz, John Sherrington, äußerte sich am Montag "zutiefst enttäuscht" darüber, dass das gescheiterte Gesetz erneut ins Parlament komme. "Die katholische Kirche lehnt diesen Gesetzentwurf grundsätzlich ab und schließt sich vielen anderen Gläubigen und Nichtgläubigen an, die darauf hinweisen, dass wir diese Schwelle nicht überschreiten sollten", betonte der Erzbischof von Liverpool zur geplanten Freigabe der Suizidbeihilfe.

Berufsverbände von Medizinern und Psychiatern hätten sich ebenso gegen das Gesetz ausgesprochen wie Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen, erklärte Sherrington. Die erneute Einbringung des Gesetzentwurfs bringe die Schwächsten in Gefahr, die in der Debatte vorgebrachten Bedenken seien nach wie vor ungelöst, so der Erzbischof. Der Gesetzentwurf untergrabe etwa die Gewissensfreiheit von medizinischem Fachpersonal und Pflegekräften und verpflichte Pflegeheime und Hospize zur Mitwirkung bei der Sterbehilfe, warnte Sherrington. Um unheilbar kranken Menschen zu helfen, sei vielmehr eine hochwertigen Palliativpflege und die angemessene Finanzierung von Hospizen nötig.

Kritik auch von anglikanischer Bischöfin

Auch die anglikanische Bischöfin von Newcastle, Helen-Ann Hartley, erklärte gegenüber der "Church Times" (Montag), dass die Probleme, die im April zum Scheitern des Gesetzesentwurfs geführt haben, weiterhin bestünden. Hartley, die selbst Mitglied des Oberhauses im Parlament ist, kritisierte zudem, dass das Gesetz nun in einem Verfahren ohne Einbeziehung des House of Lords beschlossen werden soll.
Der "Parliament Act" ermöglicht es dem Unterhaus, sich über das Oberhaus hinwegzusetzen, wenn die Abgeordneten in zwei aufeinanderfolgenden Sitzungsperioden einen identischen Gesetzentwurf beschließen. "Dies würde bedeuten, ein Verfahren anzuwenden, das noch nie für einen Gesetzentwurf dieser Art verwendet wurde, und gegen den Rat von Medizinern, Behindertenverbänden und die Bedenken all jener zu handeln, die sich eine sichere und praktikable Gesetzgebung wünschen", erklärte Bischöfin Hartley.

Die Labour-Abgeordnete Edwards betonte gegenüber der BBC, sie halte sich an die parlamentarischen Regeln. "Gesetze, die im Unterhaus verabschiedet werden, werden anschließend vom Oberhaus überarbeitet, aber dieses hat nicht die Möglichkeit, sie zu blockieren", sagte Edwards. Die Abgeordneten seien es Betroffenen schuldig, in der Frage zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto (c) Care Not Killing


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 girsberg74 vor 52 Minuten 
 

„nicht überschreiten sollten“

Fragwürdige Formulierung – zumindest in der deutschen Übersetzung !

„Sollten“ ist für Stellungnahmen, die signalisieren, dass man mit seiner Meinung verhandlungsbereit ist.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  5. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  8. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  9. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  10. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  13. Fünf Mythen über den Heiligen Geist
  14. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz