Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  7. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  8. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  11. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  12. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  13. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  14. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  15. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo

Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums

1. Juli 2026 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sr. Alessandra steigt zur Chefin der Entwicklungsbehörde auf, sie ist Don-Bosco-Schwester und lehrt als Professorin Wirtschaftswissenschaften - An ihrer Seite wird Kardinal Baggio als Pro-Präfekt stehen - Künftig drei Kurien-Präfektinnen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die Ordensfrau und Ökonomin Alessandra Smerilli (51) wird Chefin der vatikanischen Entwicklungsbehörde. Die Ernennung durch Papst Leo XIV. teilte der Vatikan am Dienstag mit. Ab dem 1. September ist die Italienerin die dritte Frau an der Spitze eines der insgesamt 16 Dikasterien der Kurie, die mit Ministerien vergleichbar sind.

Bereits seit 2022 ist Smerilli Vize der Behörde, die offiziell "Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen" heißt und sich mit Umweltschutz, Migration und humanitären Notsituationen befasst. Der bisherige Präfekt, Kardinal Michael Czerny, vollendet am 18. Juli sein 80. Lebensjahr und geht nach fünf Jahren in diesem Amt in den Ruhestand.

Als Pro-Präfekten stellt der Papst Kardinal Fabio Baggio (61) Smerilli zur Seite. Er ist bisher sogenannter Untersekretär der Behörde, genauso wie der slowakische Priester Jozef Barlas (41), der nun zum Sekretär aufsteigt.


Spannungen statt Synergien

Das Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen wurde 2017 von Papst Franziskus (2013-2025) gegründet und umfasst die früheren Aufgabengebiete der Päpstlichen Räte für Gerechtigkeit und Frieden, für Migranten und für Gesundheit. Ebenfalls integriert wurde der Rat "Cor unum".

Was Synergien schaffen sollte, führte zunächst zu Spannungen. Der Papst verlängerte die bisherige Leitung nicht und übergab sie an Czerny und Smerilli - ein damals historischer Schritt. Denn noch nie zuvor hatte eine Frau einen solch hohen Vatikanposten besetzt.

Zwei weitere Präfektinnen

Smerilli, die den Don-Bosco-Schwestern angehört und als Professorin Wirtschaftswissenschaften lehrt, ist mit ihrer neuen Ernennung die dritte Präfektin im Vatikan. Die italienische Ordensschwester Simona Brambilla (61) wurde Anfang 2025 zur Leiterin des Ordensdikasteriums ernannt, ebenfalls mit einem Pro-Präfekten an ihrer Seite. Im Juni ernannte der Papst die erste Laiin zu einer Präfektin: Die US-Amerikanerin Maria Montserrat Alvarado (39) soll ab November die Kommunikationsbehörde des Vatikans leiten.

(Website des Dikasteriums: www.humandevelopment.va)

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Papst Leo und Sr. Alessandra Smerilli (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Paddel 1. Juli 2026 

@anjali "weltlich"

Prinzipiell sehe ich das so wie Sie auch. Ordensfrauen sind für mich grundsätzlich, aber nicht ausschließlich auch die Geeigneteren. Allerdings finde ich den Begriff "Laie" oder "Weltchrist" der richtigere Ausdruck. "Weltlich" können auch Ordensfrauen und Priester usw. sein...


2
 
 Parcival 1. Juli 2026 
 

@Versusdeum - Historisch so nicht haltbar

Historisch ist diese Darstellung so nicht haltbar. Hier werden unterschiedliche Epochen und Rechtsverhältnisse miteinander vermischt. Ja, im Mittelalter gab es gewählte oder ernannte Bischöfe, die noch nicht sakramental geweiht waren und deshalb für Weihen oder Firmungen einen Weihbischof benötigten. Das hing mit den damaligen kirchen- und reichsrechtlichen Verhältnissen zusammen. Daraus folgt jedoch keineswegs, dass geistliche Vollmacht und Jurisdiktion erst durch das Zweite Vatikanische Konzil miteinander verbunden worden wären. Das ist kirchenhistorisch unzutreffend. Bereits lange vor dem Konzil unterschied die Kirche klar zwischen der sakramentalen Bischofsweihe und der kanonischen Sendung (missio canonica). Historische Sonderfälle des Mittelalters lassen sich nicht ohne Weiteres auf heutige kirchenrechtliche oder ekklesiologische Fragestellungen übertragen. Hier braucht es deutlich mehr historische Differenzierung.


6
 
 Versusdeum 1. Juli 2026 
 

Es gab offenbar lange Zeit auch einzelne "Bischöfe" ohne Weihe,

(@MPDE) denen ein "Weihbischof" zur Seite gestellt wurde. Wenn ich richtig informiert bin, waren das v.a. Adlige, die dadurch notfalls "Zuhause" die Regentschaft übernehmen, heiraten und die Stammlinie retten konnten. Wie hier neulich gesagt, wurde diese Trennung von geistlicher Vollmacht und weltlicher "Macht" erst im Vat II aufgehoben. Aber vielleicht haben wir hier einen Kirchenhistoriker, der das genauer erklären kann.


0
 
 MPDE 1. Juli 2026 
 

@Versus Deum

Äpfel und Birnen. Ein Sakrament auf der einen, ein reines Verwaltungsamt auf der anderen Seite. Das kann man nicht vergleichen. Und bitte erklären Sie mir, wie man die Leitungsvollmacht vom Bischofsamt trennen kann. Das geht nicht. Bischof ist Bischof, egal, wie man ihn nun nennt.


2
 
 Smaragdos 1. Juli 2026 
 

Schon wieder eine Frau? Muss das sein?

Da wundert es mich nicht, dass die Piusbruderschaft neue Bischöfe weiht. Die ist wenigstens nicht dem Feminismus verfallen.


1
 
 Versusdeum 1. Juli 2026 
 

Und was ist mit Pius?

Auch ihnen war hier (Artikel? Forum?) vorgeworfen worden, sie würden seelsorgliche und Leitungsfunktionen im Bischofsamt trennen, wie es bis zum II. Vatikanum möglich war, da sie sich als reine "Weihbischöfe" allein für die Seelsorge verstünden. Und jetzt wird eine sehr umstrittene Neuerung des letzten Pontifikats, die offenbar das gleichr tut, nicht nur nicht korrigiert, sondern sogar neue Fakten geschaffen! Und jetzt?


2
 
 Versusdeum 1. Juli 2026 
 

@anjali

Ich denke, "Ordensfrau" ist der schönere Ausdruck. Ansonsten gilt: Entweder ein Amt ist einem (Diakon oder) Piester vorbehalten, oder nicht (oder es hat gar nur ein gültig geweihter Priester entsprechende göttliche Vollmachten). Als ich einmal sehr zurückhaltend einen Priester darauf ansprach, dass eine Frau gepredigt hatte, pflaumte er mich beleidiht an: "Was wollen Sie, das war doch eine Ordensfrau!" und ließ mich stehen. Jesuit. Nichts verstanden. Setzen. Sechs.


3
 
 SpatzInDerHand 1. Juli 2026 

Das ist definitiv kein geistliches Amt und kann

selbstverständlich auch von einer Frau oder einem Laien ausgeübt werden. Ich habe Hoffnung, dass es sich hier auch nicht um eine inhaltlich im Glauben verirrte/verwirrte Person handelt, wie das in den sünodalen Ländern so gern gesehen wird... - treue Laien bzw. in diesem Fall treue nichtpriesterliche Ordensleute sind meines Erachtens herzlich eingeladen, an der Auferbauung des Leibes Christi fachkundig mitzuarbeiten. Gottes Segen für diese Ordensfrau!


7
 
 anjali 1. Juli 2026 
 

Kirchenführung

Na ja, wenn es jedenfalls Nonnen sind! Weltliche Personen in der Führung der Kirche finde ich nicht so gut.


2
 
 Cosmas 1. Juli 2026 
 

Passende Bekanntgabe am Tag der Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Ecône

Videant Consules...


3
 
 Patroklos 1. Juli 2026 
 

Bedenkliche Entwicklung

Es zeichnet sich immer mehr ab, daß, bei Wiederherstellung der "klassischen" äußeren Form, die kirchenpolitische und theologische Linie von Papst Franziskus in allem fortgeführt wird.
Zum konkreten Fall möchte ich nur die widersprechende Regelung im CIC can. 129 § 1 sowie den entsprechenden Artikel von Martin Grichting dazu (Link) erwähnen.
Alles scheint derzeit Platz in der Kirche zu haben- außer der (eigenen) Tradition. Eine bedenkliche Entwicklung.

www.kath.net/news/89196


8
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  8. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  9. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  10. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  11. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  12. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  13. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“
  14. Redemptoristenorden grenzt sich von "Transalpinen Redemptoristen" ab
  15. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz