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"Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"25. Juni 2026 in Jugend, 14 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
P. Elvir Tabaković war in Kroatien ein bekannter Fotograf und Abenteurer. Seine Bekehrung vor 15 Jahren hatte in kroatischen Medien für Aufsehen gesorgt. Jetzt wurde er von Kardinal Müller zum Priester geweiht!
Zagreb (kath.net/pl) Elvir Tabaković MSC (Missionare vom Heiligen Kreuz) wurde in der Herz-Jesu-Kirche des Priesterseminars im Zagreber Stadtteil Šalata zum Priester geweiht. Kardinal Gerhard Ludwig Müller, emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation, stand der Messfeier und der Weihe vor. An der Feier nahmen Priester von fünf Kontinenten teil, was der Weihe einen besonders internationalen und kirchlichen Charakter verlieh. Darüber berichtete das kroatische große private katholische Portal Bitno.
Zu Beginn seiner Predigt wandte sich Kardinal Müller auf Kroatisch an die Versammelten und betonte, dass sich bei der heiligen Weihe von Pater Elvir Tabaković „die ganze Kirche im Himmel und auf Erden freut“, da sie einen neuen Priester Jesu Christi empfängt. Im Hinblick auf die Gnade des Weihesakraments hob er hervor, dass Pater Elvir ein „unauslöschliches Siegel“ auf seiner Seele empfangen werde. Anschließend setzte er seine Predigt auf Englisch fort und deutete das Priestertum als sakramentale Gabe, die nicht aus menschlichem Vertrauen, sondern aus dem Ruf und der Sendung Christi hervorgehe, fasst „Bitno“ die Predigt zusammen.
An Pater Elvir gewandt erklärte der Kardinal, dass man auf den Ruf Christi nur mit der völligen Bereitschaft antworten könne, sein Leben den Gläubigen zu widmen – ganz nach dem Vorbild Christi, des Guten Hirten. Er erinnerte daran, dass das Priestertum kein Ort sei, um nach eigener Ehre, Macht, Privilegien oder einer Karriere im weltlichen Sinne zu streben, sondern vielmehr ein Ort des Dienstes an der Kirche und dem anvertrauten Volk Gottes. Unter Bezugnahme auf die Frage Christi an Petrus – „Liebst du mich?“ – sagte er zu Pater Elvir, dass Jesus persönlich zu ihm spreche: „Weide meine Schafe, weide meine Lämmer.“ Der priesterliche Weg, so fügte er hinzu, sei kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern der Weg des Kreuzes, der zur Auferstehung und zum ewigen Leben führe. 
Elvir Tabaković war 1986 in Kupres geboren worden und in Osijek aufgewachsen. Er studierte an der Päpstlichen Universität des Heiligen Thomas von Aquin – dem „Angelicum“ – in Rom; sein Lebensweg war geprägt von der Erfahrung einer Bekehrung, in deren Folge seine priesterliche Berufung heranreifte.
Tabaković hatte bereits früher mit „Bitno“ über seinen außergewöhnlichen Lebensweg gesprochen, das Webportal erläutert: Als einer der talentiertesten Fotografen seiner Generation und als Abenteurer bereiste Elvir die Welt; doch die Abenteuer, Partys und Ausflüge, an denen er teilnahm, erschienen ihm zunehmend bedeutungslos und langweilig. „Die Sache ist die: All diese Abenteuer, die ich erlebte, all diese Partys und das Ausgehen begannen, langweilig und öde zu werden. Ich hatte es satt, wollte mir das aber nicht eingestehen. Ich ging zum Kitesurfen, doch schon am dritten Tag langweilte ich mich. Ich begann, mir Fragen über die Zukunft zu stellen. Wie geht es weiter? Werde ich jemals zur Ruhe kommen?“
Dann begegnete er einer wichtigen katholischen Laienpersönlichkeit, Mijo Barada, er hatte einen großen Einfluss auf seine Bekehrung. Tabaković schilderte im Gespräch mit „Bitno“: „Ich traf ihn aus Neugier. Er sagte mir sofort, dass er nicht versuchen würde, mich von irgendetwas zu überzeugen. Ich sehnte mich danach, die Wirkung des Gebets zu sehen – dass jemand für mich oder für jemand anderen betet und ich erlebe, wie das Gebet funktioniert.“ Doch nach diesem Treffen sei er „in eine Reihe von Reisen eingebunden“ gewesen und habe keine Zeit gefunden, „für mich selbst zu klären, was ich da erlebt hatte. Dennoch begann ich aus eigenem Antrieb, bestimmte Arten von Sünden zu meiden. Ich hörte zum Beispiel auf zu fluchen. Es dauerte jedoch ein ganzes Jahr, bis sich all diese Erfahrungen für mich zu einem Ganzen fügten. Ich konnte diese Wahrheit schlichtweg noch nicht ‚ertragen‘ – so wie Jesus es zu seinen Jüngern gesagt hatte. Ich akzeptierte im Prinzip, dass die geistige Realität wahr ist, dass Gott existiert und kein strenger Richter, sondern wahre Liebe ist. Doch ich konnte mich noch nicht frei für eine Bekehrung entscheiden. Im Laufe des Jahres 2011 traf ich mich noch zweimal mit Mijo (…). Ich glaube, das dritte Treffen mit Mijo war entscheidend für meine Bekehrung. Danach begann ich, mich mit Jesus, den Heiligen und dem Glauben zu beschäftigen und darüber zu lesen.“
Für die geistliche Entwicklung von Tabaković spielte auch Medjugorje eine Rolle. „Bitno“ zitiert aus dem früheren Gespräch mit dem heutigen Neupriester: „Als Baby litt ich unter einer lang anhaltenden Gelbsucht. Die Situation war gefährlich; die Ärzte stellten eine sehr schlechte Prognose und befürchteten schwere Schäden an meinem Seh- und Hörvermögen, meinem Nervensystem usw. Eine Ordensschwester, die im Krankenhaus arbeitete, riet meiner Mutter, für meine Gesundheit ein Gelübde an die Muttergottes von Medjugorje abzulegen. Das war zu einer Zeit, als die Wallfahrten nach Medjugorje bereits begonnen hatten – ich bin 1986 geboren. Meine Mutter tat dies, und ich genas ohne bleibende Schäden. Heute glaube ich, dass die Muttergottes mich damals unter ihren Schutz nahm und dass ihre mächtige Fürsprache mich mein ganzes Leben lang begleitet hat. Diese Erkenntnis ihrer Gegenwart kam mir, als ich über Medjugorje las. Im Dezember 2011 reiste ich zum ersten Mal nach Medjugorje.“
Zwei Jahre nach seiner Bekehrung trat Elvir in den Orden der Missionare vom Heiligen Kreuz ein, durchlief die Ordens- und Priesterausbildung und wurde jetzt, 13 Jahre später, zum Priester geweiht.
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Lesermeinungen| | SarahK 1. Juli 2026 | | | | Lieber Lamwool, sie hätten auch laut lachen dürfen, ich habe es gerade ob meiner eigenen Arroganz getan. Ich kann gut über mich selbst lachen und es tut mega gut. :-))
So bleiben wir einfach als zwei treue Laien Gott und der Kirche verbunden, sie mit ihrer Meinung zum Artikel, ich mit meiner, wie war das Einheit in der Vielfalt. Und (!!!) ich muss am Algorithmus meines Gehirns arbeiten. Und Sie dürfen jetzt noch was antworten und ich antworte nicht zurück und schenke Ihnen das letzte Wort. ♥️ |  1
| | | | | lamwool 1. Juli 2026 | | | | Werte @SarahK,
ich musste schmunzeln über Ihre Vermutung (nicht lachen!!!). Nein, ich bin kein Priester, sondern habe Mechaniker gelernt und schliesslich Computernetzwerke bearbeitet, auch supported. Bin seit Kindheit am der Schöpfung interessiert, woher kommt DAS alles usw. UND ich ärgere mich über die vielen Ungerechtigkeiten und das Leid, das Menschen angetan wird. Mein Glaube an den Vater im Himmel und an Jesus Christus mag etwas anders sein, als Ihr Glauben. Sei's drum; ich achte ihn!
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Gruss |  0
| | | | | SarahK 30. Juni 2026 | | | | PS: Hat die Heilsarmee nicht protestantische Wurzeln? Just say‘n ;-))) |  0
| | | | | SarahK 30. Juni 2026 | | | | @lamwool, nein, danke Ihnen Es gehört zu meinem Beruf menschliches Verhalten und darin versteckte repetitive Fehler zu sehen um Verbesserungen im Ablauf zu generieren (heute mit Hilfe von AI), deswegen kann ich konkret von mir gegenüber getroffenen Aussagen darauf schließen. Also eher eine konkrete Wahrnehmung als Vermutung, das Problem ist die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Aber da ich tausende von Fehlern habe „who am I to judge“. Aber trotzdem danke, dass Sie geantwortet haben, Ihre Antwort hat aufgrund dessen was ich zu Anfang hier über mich schrieb die Konversation gut einordnen lassen Augenscheinlich sind Sie Priester, ich wünsche Ihnen Gottes Segen für ihr Wirken und zurück zum Artikel den fand ich nun echt nicht negativ :-) |  0
| | | | | lamwool 29. Juni 2026 | | | | Danke @SarahK, dass Sie mir geantwortet haben! Ich möchte Sie auch nicht mehr so lange 'in Anspruch nehmen'. Nur, ihr Satz
"Wenn ein Priester ein psychologisches Gespräch führt [...] dann tut er es leider meist aus Eigenliebe weil er sich zu wichtig nimmt."
ist mE. eher eine Vermutung.
Es muss ja nicht jedes Gespräch pychologisch sein
(zB. Sie mit ihrer Grossmutter), sondern einfach hilfreich. Aber das wissen Sie ja auch.
Zum Schluss noch das: In der Heilsarmee (bin kein Mitglied, aber ich achte deren Tun) gibt es einen 'Leitsatz' wenn ein Menschen um Hilfe, die drei 'S': Suppe, Seife, Seelenheil,.
Ich finde den klug: Leibliche Nahrung, Sauberkeit und dann von Christus erzählen!!
Gruss und Danke für die Konversation!! |  0
| | | | | SarahK 28. Juni 2026 | | | | @lamswool, ich weiß nicht ob meine erste Antwort durchgeht habe manchmal Probleme wegen meines VPNs,
was gerade in meinem Bistum manchmal komplett vergessen/missachtet wird, ist „Weide meine Schäfe, weide meine Lämmer.“ das bezieht sich ja nunmal auf die, die sich als Schaf sehen, sprich bereit zur Nachfolge sind. Und wir sind ja alle nicht gesund und brauchen den Arzt, sprich:
Der Priester hat eine besondere Verantwortung für diejenigen, die zur Kirche gehören und auf dem Weg der Heiligung sind:
Eucharistie feiern,
Beichte ermöglichen,
Glauben lehren,
geistlich begleiten,
vor Irrtum und Sünde warnen.
Gerade die Menschen, die im Stand der Gnade leben wollen, brauchen die Nahrung des geistlichen Lebens. Hat er dann noch Zeit für psychologische Betreuung oder sollte er diese dem Fachpersonal überlassen? Und wieder Nächstenliebe ist komplett nicht selektiv, und hier gehen die Schäfchen vor und die Frage habe ich ein potentielles Schaf vor mir oder jemand der keine Freunde hat, ändere ich was mit dem Gespräch oder fühle ich mich nur „gefragt“? |  0
| | | | | SarahK 28. Juni 2026 | | | | @lamwool, auch Hoppla, habe ihre Antwort erst gerade gelesen „Geht und macht alle Völker zu meinem Jüngern“ (Math), katholisch wäre das durch:
Feier der Eucharistie,
Spendung der Sakramente,
Verkündigung des Glaubens,
geistliche Leitung,
Fürbitte für die Gemeinde.
Ein Priester liebt seinen Nächsten am tiefsten, wenn er ihn zu Christus führt, ihm die Sakramente spendet, die Wahrheit verkündet und ihm hilft, das ewige Leben zu erlangen. Psychologische Unterstützung kann sinnvoll und manchmal notwendig sein, darf aber die eigentliche Sendung des Priesters nicht verdrängen oder ersetzen.
Wenn ein Priester ein psychologisches Gespräch führt was nicht auch zur zumindest langfristigen seelischen Umkehr führt und das erkennbar ist, dann tut er es leider meist aus Eigenliebe weil er sich zu wichtig nimmt. Ich sage nicht, dass ich es nicht verstehen kann, der Priester läuft da aber Gefahr seine eigentliche Order aufgrund mangelnder Umkehrbereitschaft des Schafes zu vergessen, wie sagt aber Paulus? „Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“ |  0
| | | | | lamwool 27. Juni 2026 | | | | Hoppla, das ist aber eine krasse Aussage @SarahK, "dass die Priester dafür da sind die Menschen in den Himmel zu führen und nicht ihre psychischen Belange zu klären. "
Soso. Dann lesen Sie mal die Bibelstellen (NT), wo von Nächstenliebe die Rede ist. Der Samariter und viele andere Stellen.
Dann sagen Sie mir, durch was und welches Tun ist der Priester in der Lage, 'die Menschen in den Himmel zu führen'.
Bitte geben Sie,oder andere, mir eine Antwort. |  0
| | | | | SalvatoreMio 26. Juni 2026 | | | | Permanente Kreuzigung @Christine: das lässt spontan denken an die frühen Märtyrer Roms, die in der Arena Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden und sich dennoch geehrt fühlten, dieses Lebensopfer für Christus darzubringen. - Wer denkt denn HEUTE noch so? - Und doch kennen wir das: wer einen Menschen sehr liebt, der ist bereit, für ihn sogar freudig und dankbar jedes Opfer auf sich zu nehmen. |  1
| | | | | SarahK 25. Juni 2026 | | | | @lamwool, verstehe nicht ganz was Sie meinen Ich sehe den Text nicht so negativ wie Sie und finde es eher wichtig, dass darauf hingewiesen wird, dass die Berufung zum Priester nicht eine Berufung zum Sozialarbeiter ist. In Deutschland wird irgendwie immer vergessen, dass die Priester dafür da sind die Menschen in den Himmel zu führen und nicht ihre psychischen Belange zu klären. Schreibt man in Deutschland 10 Emails zuviel über den Glauben an einen Priester fühlt der sich belästigt, schreibt man dass man in der Schule Probleme hat und gemobbt wird, bekommt man Aufmerksamkeit so in etwa. Ich habe gerade im Catholic Ireland gelesen, dass im Bistum Limerick viele Kirchen schließen weil die Gemeinden kein Geld haben, vielleicht muss das in D auch passieren damit der Priester seine Berufung wieder versteht. Aber da - zumindest im Norden - wurde auch in jeder Hl Messe die ich bisher besucht habe für Priesterberufungen gebetet. Bitten an das Allerheiligste Herz Jesu jetzt im Juni adressiert. |  3
| | | | | lamwool 25. Juni 2026 | | | | Seltsam finde ich es schon, wie der Priesterdienst hier beschrieben wird. Der Glaube an sich sollte doch eine Freude sein und keine wie hier beschrieben, furchtbare Last. Denn ist es nicht auch ein Dienst an den Menschen!!!! Ihnen Hoffnung und Beistand zu geben.
Mein Eindruck ist schon, dass obiges kaum zu einem Sturm auf das Priesteramt führen wird.
Ja, jetzt kommen die Hinweise 'nicht geeignet' usw. etc. Aber trotzdem...
Gruss aus der Hitze |  1
| | | | | Christine 25. Juni 2026 | |  | permanente Kreuzigung Ein spätberufener, wirklich guter Priester sagte mir erst kürzlich, daß es ihm ginge, als ob er nur noch am Kreuz angenagelt hängen würde, er jedoch gleichzeitig eine Freude in sich trüge, die alles irdische übersteigt.
Das ist das große Geheimnis des Kreuzes, die fruchtbare Vereinigung mit dem Erlösungsleiden Christi.. |  0
| | | | | Hängematte 25. Juni 2026 | | | | Solche Lebensgeschichten befähigen Priester zu einem besonderen Apostolat und das bringt Segen für viele Menschen. |  2
| | | | | Mariat 25. Juni 2026 | |  | Hr. Priester Tabakovi´c wünsche ich auf seinem Lebensweg, die Kraft, die Liebe, die Ausdauer - mit unserem Herrn, Jesus Christus, für seinen Dienst, an seiner Seite.
Er wurde geläutert; nun ist er ganz dafür bereit - für Jesus und die Seelen zu arbeiten.
"Vergelt´s Gott". |  4
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