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Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘

vor 3 Stunden in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Die Erklärung, mit der die Bischofsweihen gerechtfertigt werden sollten, sei nicht nur unehrlich, ihre Verlesung habe die Liturgie, auf deren genaue Einhaltung die FSSPX sonst großen Wert legt, verändert.


Écône (kath.net/jg)
Der katholische Autor und YouTuber Dr. Taylor Marshall hat auf X die Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) kritisiert und dabei auf einen Punkt während der Weiheliturgie hingewiesen. 

In der Liturgie ist vorgesehen, dass die Weihekandidaten gefragt werden, ob sie das Mandat des Papstes haben. Anstatt diese Frage zu beantworten, wurde eine kurze, vom Generaloberen der FSSPX verfasste Erklärung verlesen, welche die gegen den Willen des Papstes erfolgte Weihe rechtfertigen soll.

Hier setzt die Kritik von Dr. Taylor Marshall an. Die Erklärung sei nicht nur unehrlich gewesen, sondern habe die Liturgie, auf deren genaue Einhaltung die FSSPX sonst großen Wert legt, verändert.


„Die SSPX-Führer hätten die Wahrheit sagen sollen, als die Liturgie nach dem päpstlichen Mandat fragte, indem sie folgendes sagten: ‚Nein, wir haben kein apostolisches Mandat. Wir tun dies gegen den ausdrücklichen Willen von Papst Leo, weil wir recht haben und er unrecht‘“, schreibt er wörtlich.

Er fährt fort: „Stattdessen lasen sie von einem gerollten Pergament mit einem roten Band vor, als wäre es ein päpstliches kirchliches Dekret aus Rom.“

Dieses Vorgehen habe eine Welle der Missbilligung unter Katholiken hervorgerufen, die sonst der FSSPX wohlgesinnt seien, „weil dieses ‚Pseudo-Mandat‘ wie ein unehrlicher Trick wirkt, der während der Liturgie aufgeführt wurde. Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘“, schreibt er abschließend.

Dr. Taylor Marshall hat 12 Bücher veröffentlicht. Auf seinem YouTube-Kanal hat er 1,89 Millionen Abonnenten. Er ist ein engagierter Befürworter des Alten Ritus der Römischen Messe und verteidigt traditionelle katholische Positionen gegen progressive Ansichten.

 

Foto: Symbolbild

 

 


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Lesermeinungen

 lesa vor 1 Stunden 

Deo Gratias

@borromeo: Taylor Marshall redet mal so, mal so.
Aber Sie haben völlig recht. Wir müssen beten - für uns alle.
Bei aller Wertschätzung von Bischof Fellay - Es ist in den letzten Jahren die Verwirrung in der Kirche viel dichter geworden. Dementsprechend braucht es zunehmend Klarheit und Festigkeit. Aus den Predigten des jetzigen Generaloberen spricht tiefer Glaube, brilliante Intelligenz, theologische Durchdringung der Gegebenheiten in der Kirche
und der Zeitumstände. Wer Haare in der Suppe finden will und zuerst das zu Kritisierende sucht, wird immer fündig.
Es wird sich mit der Zeit zeigen, wie wichtig diese Bewegung ist, und man wird dankbar sein für den Mut, die Charakterfestigkeit und Treue zu Christus
der FSSPX.
Einige Teilnehmer aus journalistischen Kreisen und
langjährige für die Kirche arbeitende Priester fanden anerkennende Worte für dieses Fest, das bei glühender Hitze wochenlang unter brütender Hitze vorbereitet wurde.
Gott sieht alles. DEO GRATIAS:


1
 
 borromeo vor 2 Stunden 

Ja, ich muß zugeben:

Auf mich hat das auch wie ein billiger Trick gewirkt. Hier wäre Klarheit, Offenheit und Ehrlichkeit am Platz gewesen. Der Einschätzung von Taylor Marshall stimme ich daher zu.
Die Verwendung des Pergaments mit roter Schleife hat diesen Eindruck noch verstärkt.

Ich schreibe das so, obwohl ich das große Anliegen der Piusbruderschaft, die überlieferte Theologie und Liturgie fortzuführen, grundsätzlich schätze. Mit der Übernahme des Amtes des Generaloberen durch P. Pagliarani vor acht Jahren habe ich aber genrell eine Verschärfung des Tones gegenüber Rom und eine Verhärtung der Positionen festgestellt. Sein Vorgänger Bischof Fellay war milder und konzilianter. Möglicherweise deswegen ist er nicht wiedergewählt worden.

Es macht die Sache nicht besser, wenn gleichzeitig auch vom Vatikan ein knallharte Linie gefahren wird, wie spätestens jetzt zu erkennen ist.

Beten wir für alle Beteiligten und für die ganze Kirche.


1
 
 landpfarrer vor 2 Stunden 
 

"Apostolisches Mandat"

Ein solches "apostolisches+ Mandat wurde auch am 30. Juni 1988 am exakt gleichen Ort verlesen, bevor Erzboischof Lefebvre 4 Priester zu Bischöfen weihte. Der verlesene Text war damals offenbar auf Latein, diesmal wurde er in Französisch verlesen. Inhaltlich fällt auf, dass einige Formulierungen exakt oder nahezu gleich sind: Der Abfall vom Glauben der kirchlichen Autoritäten, der seit dem Konzil geschehen sei , das Zitat aus den Paulus-Briefen, das eine Abwendung vom Glauben vorhersagt etc.


1
 
 Parcival vor 2 Stunden 
 

Wenn die Liturgie nicht mehr bezeugen kann

Die Frage „Habetis mandatum Apostolicum?“ ist im Weiheritus keine bloße Formalität. Sie bezeugt, dass die Berufung eines Bischofs nicht aus eigener Vollmacht geschieht, sondern in der Communio mit dem Nachfolger Petri. Genau deshalb ist ihre Auslassung ekklesiologisch bedeutsam. Wenn ein Apostolisches Mandat nicht vorliegt, kann der Ritus die kirchliche Sendung nicht bezeugen, ohne die Wirklichkeit zu verfälschen. Wird an dieser Stelle eine eigene Erklärung eingefügt, tritt nicht das Mandat der Kirche, sondern die Selbstdeutung der Handelnden an seine Stelle. Damit wird sichtbar, worum es im Kern geht: nicht um eine bloße Rubrik, sondern um die Frage, wer in der Kirche zur Berufung eines Bischofs bevollmächtigt ist. Die Liturgie wurde hier nicht Trägerin der kirchlichen Wahrheit, sondern musste einer irregulären Situation angepasst werden. Gerade darin liegt die eigentliche Tragweite dieses Vorgangs.


3
 

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