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Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“

14. September 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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EB Moth: Zwar sollte man mit dem Begriff ‚Erweckung‘ vorsichtig sein, aber „wir sehen definitiv, dass immer mehr Menschen zum Glauben finden. Ich nehme auch in anderen Ländern ein Wachstum des Glaubens wahr. Ja, der Hl. Geist ist hier am Werk“


London (kath.net/pl) „Ich sehe tatsächlich auch viel spirituelles Licht um mich herum. Ich würde nicht sagen, dass wir völlig im Dunkeln tappen; es gibt viele wunderbare Beispiele christlichen Lebens. Das ist meiner Erfahrung nach immer so, doch sollte man mit dem Begriff ‚leise Erweckung‘ etwas vorsichtig sein. Ein Statistiker würde beispielsweise sagen: ‚Ja, wir haben in den letzten drei oder vier Jahren einen Anstieg der Taufen zu Ostern beobachtet. Warten wir es noch etwas ab.‘ Nichtsdestotrotz sehen wir definitiv, dass immer mehr Menschen zum Glauben finden. […] Ich nehme auch in anderen Ländern ein Wachstum des Glaubens wahr. Ja, der Heilige Geist ist hier am Werk, ganz bestimmt.“ Dies sagt Erzbischof Richard Moth, der neue Erzbischof von Westminster (London), im ausführlichen Interview mit Edward Pentin für den „National Catholic Register“ (NCR).

Moth verwies auf den „vielleicht etwas abgedroschenen Spruch: ‚Eine Herausforderung ist auch eine Chance‘“. Er glaube, dass hier etwas Wahres drinstecke, „besonders in der jetzigen Situation der Kirche. Ich spüre gerade eine Art Glücksmoment. Wie ich in meiner Predigt bei der Amtseinführung sagte, sucht die Welt um uns herum, und genau in diesen Raum treten wir jetzt. Wir waren immer schon da, aber ich denke, wir haben jetzt die Chance, diesen Raum, in dem die Menschen suchen, auf neue Weise und mit neuem Selbstvertrauen zu betreten.“


Gefragt nach einer Art Neuevangelisierung Englands erläuterte der Erzbischof: „Nun, wir beten absolut dafür. Man sieht das Wirken des Heiligen Geistes, und Gebete werden ganz gewiss erhört. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln. [Wir müssen] unsere Berufung aus der Taufe und die daraus erwachsenden Berufungen annehmen – sei es die Ehe, das Priestertum, das Diakonat oder das Ordensleben – und diese Berufungen voll und ganz leben. Wenn das geschieht, dann glaube ich wirklich, dass wir an einen Punkt gelangen, an dem die Mission der Kirche unaufhaltsam sein wird. Aber das braucht natürlich Zeit.“

Pentin fragte nach der Parlamentsabstimmung über Sterbehilfe, die zum Zeitpunkt des Interviews noch bevorstand. Der Erzbischof stellte dazu fest: „Wir haben stets betont, dass es sich hierbei um ein schlechtes Gesetz handelt. Diese Botschaft wird von den Bischöfen in allen Diözesen nachdrücklich vermittelt. Wir beten also dafür, dass das Vorhaben – wie schon in der Vergangenheit – scheitert. Es bleibt jedoch ein schlechtes Gesetz. Ich bin sicher, dass es – wie beim letzten Mal – viele Gelegenheiten geben wird: Gebetsstunden, eucharistische Anbetung, Rosenkranzgebete und Fürbitten in unseren Pfarrgemeinden – ganz gewiss.“

Auch in weiteren Fragen des Lebensschutzes seien die Stellungsnahmen der Bischofskonferenz „sehr eindeutig und über viele Jahre hinweg absolut konsequent“ gewesen.

Zu den Spannungen zwischen Befürwortern der verschiedenen Formen der Messe stellt Moth auf Pentins Frage hin fest: „Christus muss unbedingt im Mittelpunkt des Lebens eines jeden stehen.“ Er stimme „jenen zu, die sagen, dass wir in unseren liturgischen Feiern ein stärkeres Gespür für das Transzendente brauchen. Dem würde ich nicht widersprechen. Ich bin zudem der Meinung, dass dies auch im Rahmen der ‚Missa Normativa‘ durchaus möglich ist. […] In den letzten Jahren hat man ein wachsendes Interesse an der eucharistischen Anbetung sowie eine zunehmende Hingabe daran beobachtet. Dabei steht Christus ganz klar im Mittelpunkt, besonders bei jungen Menschen. Es gibt Bewegungen wie zum Beispiel ‚Youth 2000‘, die sich voll und ganz auf die eucharistische Anbetung konzentrieren. Das sind wunderbare, positive Aspekte des kirchlichen Lebens.“

Für die verfolgten Christen müsse man „stets beten und sie unterstützen. [Manchmal] muss dies im Stillen geschehen, denn wenn man zu viel Aufsehen erregt, verschärft sich die Verfolgung; man muss also sehr behutsam vorgehen. Es gibt vieles, das vielleicht ganz diskret erledigt werden muss. Aber ja, Verfolgung wird uns immer in unterschiedlichen Formen begegnen – mal ganz offensichtlich, mal sehr subtil –, doch sie ist immer da, und wir müssen täglich für die verfolgte Kirche beten.“

Archivfoto Erzbischof Moth (c) Katholische Bischofskonferenz von England und Wales


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Lesermeinungen

 edih 14. September 2026 
 

Neuevangelisierung

Tja liebe Bischöfe, dann tut mal was für die Neuevangelisierung, denn von nix kommt nix. Alles andere wäre vermessen. Gleiches gilt auch für sie BRD.


0
 
 lesa 14. September 2026 

Möge der Aufbruch Halt finden im wahren Glauben.

Damit dieser Aufbruch zu einer Erneuerung werden kann, muss die Kirche wieder auf die Geleise der Wahrheit gestellt werden, sonst verläuft er im Treibsand und erstickt in der schlechten Luft der Zweideutigkeit.
Kosmetische Maßnahmen tun`s nicht.

"Die Kirche und eine christliche Gesellschaft können nur neu aufgebaut werden aus einer totalen Einheit von von Lehre, Liturgie, Disziplin, Spiritualität und Moral. Das muss aus einem Guss sein … Sobald es aufgeteilt wird in Schubladen, sind wir verloren." (P. Fr. Schmb.)


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