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‚Ich hätte mir eine Visitation gewünscht’

13. April 2011 in Deutschland, 38 Lesermeinungen
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In einem Interview mit dem Donaukurier weist der ehemalige Augsburger Bischof erneut die schweren Vorwürfe gegen ihn zurück und kündigt an, weiter in der Neuevangelisierung tätig sein zu wollen


Fünfstetten (kath.net) „Ich habe mir gedacht, warum soll ich über die Berichte im Donaukurier schimpfen und gegen ihn zu Felde ziehen. Ich will mal mit denen selber reden, die müssen das ‚Monster Mixa’ auch mal kennen lernen.“ Das sagte der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa in einem langen Interview mit dem „Donaukurier“.

Mixa selbst hat das Gespräch mit der Zeitung gesucht. Der Grund dafür ist, dass er sich in der Neuevangelisierung weiterhin engagieren möchte, dafür aber das Vertrauen der Menschen notwendig ist, das er zurückgewinnen möchte. „Bischof bleibt Bischof, und so könnte ich als Wanderbischof wie im frühen Mittelalter wirken.“


Mixa betont, dass er nicht des Amtes enthoben wurde, sondern freiwillig und schweren Herzens auf das Amt verzichtet hat, um keine weitere Provokation auszulösen. Der Reihe nach nimmt er zu den Vorwürfen Stellung und weist sie zurück.

Etwa die Vorwürfe des Sonderermittlers der „Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener“ kann sich Mixa nach wie vor nicht erklären. „Das ist für mich die ganz große Frage, weil Knott (der Ermittler) auch keinen Einblick in die eidesstattlichen Erklärungen bekommen hat.“ Eine Ohrfeige sei etwas anderes als eine „Prügelstrafe“. Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs habe sich ja kurz darauf gänzlich aufgelöst.

Bei seinen jetzigen Predigten in Fünfstetten spielten die Vorwürfe der Vergangenheit allerdings keine Rolle. „Gar nicht, einfach aus dem Grunde, weil es nichts bringt, Aufräumarbeiten zu machen und Leute mit Dingen zu belasten, mit denen sie nichts zu tun hatten. Ich habe darüber im persönlichen Bereich und auch in der Öffentlichkeit nicht gesprochen.“

“Ich hätte mir eine Visitation gewünscht. Eine römische Stelle der Bischofskongregation hätte die ganze Sache untersuchen sollen. Die anderen haben die Möglichkeit gehabt, über die ganzen Vorkommnisse in Rom zu berichten. Ich hatte die Möglichkeit nicht, obwohl ich darum gebeten habe. Weil das nicht der Fall war, bin ich mit Rücksicht auf die Diözese Augsburg und das Ansehen der Kirche schweren Herzens vom Amt zurückgetreten.“ Zu den Vorwürfen, er habe ein Alkoholproblem, sagte Mixa: „Das ist nie und nimmer wahr.“



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