Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Es war einmal…

17. Juli 2014 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eines Tages lud der Papst den alten und weisen Journalisten ein, weil er auch mal mit ihm plaudern wollte. Der alte und weise Journalist glaubt nämlich nicht an Gott und das fand der Papst spannend. Gastbeitrag von Peter Winnemöller


Rom (kath.net/katholon.de) Es war einmal … in einem fernen Land im Süden, wo laut Goethe die Zitronen blühen. Dort lebte ein alter und weiser Journalist, der gerne mit allen Leuten plauderte. Und die Leute plauderten auch gerne mit ihm, denn er war ein kluger Mann und er hatte eine große und wichtige Zeitung, in die alle Menschen gerne reinwollten.

Eines Tages lud der Papst den alten und weisen Journalisten ein, weil er auch mal mit ihm plaudern wollte. Der alte und weise Journalist glaubt nämlich nicht an Gott und das fand der Papst spannend.

Nach dem Gespräch setzte sich der alte und weise Journalist an seine alte und rostige Schreibmaschine und schrieb auf, was der Papst ihm gesagt hatte. Weil er aber so alt und weise ist, braucht er sich nichts aufzuschreiben. Er hatte alles im Gedächtnis, was der Papst ihm gesagt hatte. Nun ist das aber so, daß alte Leute auch schon mal was verwechseln und sich nicht mehr ganz so gut an das erinnern, was sie gehört haben. Das störte aber den alten und weisen Journalisten nicht, er schrieb einfach auf, was ihm einfiel.


Als am nächsten Tag die große und wichtige Zeitung erschien rieben sich alle Leser verwundert die Augen. Das sollte der Papst gesagt haben?

Auch im Vatikan gibt es einen alten und weisen Journalisten, der aber keine große und wichtige Zeitung hat, nur ein kleines Büro in der Sala Stampa. Der alte und weise Journalist im Vatikan glaubt an Gott und war sehr empört über das was sein Kollege in der großen und wichtigen Zeitung geschrieben hatte. Das sagte er auch vielen anderen Journalisten.

Aber den anderen Journalisten gefiel viel besser, was der ungläubige alte und weise Journalist geschrieben hatte und ganz viele Journalisten in der ganzen Welt druckten das in ihrer Sprache in ihren Ländern in ihren Zeitungen.

Und weil ganz viele Menschen, die das lasen gar nicht glauben wollten, was da geschrieben stand, wollten sie wissen, was der Papst denn wirklich gesagt hat. Aber noch viel mehr Menschen wollten es eigentlich gar nicht so genau wissen.

Weil aber der Papst ein lieber und gütiger Mann ist, lud er den alten und weisen Journalisten immer wieder zum Gespräch ein und der alte und weise Journalist schrieb immer wieder einen Artikel über den Papst und was er so alles gesagt hat. Immer schrieb er aus der Erinnerung, weil:
Es gefällt mir, mich mit einem wichtigen Gesprächspartner auszutauschen und dann mit meinen eigenen Worten davon zu berichten, in der Hoffnung, damit nach bestem Können, was der Papst zu sagen hat. (Eugenio Scalfari, Originalton Franziskus in: Die Zeit Nr. 30, 17.7.2014)

Viele Menschen finden das ganz schlimm, weil der alte und weise Journalist ja gar nicht die Wahrheit schreibt, sondern nur das, was er für die Wahrheit hält. Manche sagen sogar er würde lügen. Das findet der alte und weise Journalist ganz schlimm, weil der doch ein linker ist und linke gar nicht lügen können.

Und so schrieb er noch ganz viele Artikel von ganz vielen Plauderstündchen mit dem Papst, dem das alles gar nichts ausmachte, was der Journalist über ihn schrieb, denn er war ja der Papst.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann plaudern sie noch heute, die beiden alten Männer, dort in Rom, der Papst und der alte, weise Journalist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus

  1. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  2. Basiert 'Traditionis Custodes' von Franziskus auf einer Lüge?
  3. Gemelli-Chefarzt: Papst Franziskus wäre fast gestorben
  4. "Nicht glücklich": Papst bedauert Äußerung zu Russland
  5. Papst tauft Kind in der Gemelli-Klinik
  6. Papst im Kongo eingetroffen
  7. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  8. Erneut keine Fasten-Exerzitien mit Papst und Kurie in den Bergen
  9. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  10. Vatikan: Papst stellt Live-Gottesdienste ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz