Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen
  2. 'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'
  3. Vatikan will neue Art des Papstamts vorschlagen
  4. Good News aus Europa – Die Jugend wählt nicht mehr grün
  5. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  6. Abschaffung des § 218? Ein Angriff auf Lebensrecht und Menschenwürde
  7. Bravo Giorgia!
  8. 'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'
  9. Amtsgericht Köln spricht Corona-Kritiker frei: Er hatte Attacken auf Impfskeptiker dokumentiert
  10. Der Grundton der Heiligen Schrift
  11. Peterson kritisiert ,Festival des Stolzes‘
  12. Wieder Aufregung um Papstzitat über Homosexuelle
  13. Donald Trump will ‚Seite an Seite’ mit Lebensschützern arbeiten
  14. Klarer Sieg für Kardinal Woelki im wichtigsten Verfahren gegen BILD!
  15. „Neuer Anfang“ wendet sich wegen Synodalem Ausschuss formell an Rom

Papst im Kongo eingetroffen

31. Jänner 2023 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus besucht während sechstägiger Afrikareise bis Sonntag auch den Südsudan -- Papst erinnert während Flug an das Leid afrikanischer Migranten


Konshasa/Rom/Juba  (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist zu einem mehrtägigen Besuch in der Demokratischen Republik Kongo eingetroffen. Am Dienstagnachmittag begrüßte ihn Ministerpräsident Jean-Michel Sama Lukonde auf dem Hauptstadtflughafen Ndjili in Kinshasa. Anschließend war der offizielle Empfang am Amtssitz von Präsident Felix Tshisekedi geplant. Dort wird der Papst am frühen Abend eine erste Rede vor Politikern, Vertretern der Zivilgesellschaft und Diplomaten halten. Wegen eines Knieleidens bewegt sich das 86-jährige Kirchenoberhaupt hauptsächlich im Rollstuhl. Es ist die 40. Auslandsreise von Franziskus und der erste Besuch eines Papstes im Kongo seit mehr als 37 Jahren.

Von Freitag bis Sonntag besucht Franziskus auch den Südsudan. Während seiner insgesamt sechstägigen Afrikareise will der Papst in den kommenden Tagen im Kongo wie auch im erst seit 2011 unabhängigen Südsudan für Frieden werben. Beide Länder leiden unter den Folgen jahrzehntelanger Konflikte und weiter andauernder Gewalt. Unmittelbar vor der Abreise aus Rom war der Papst Dienstagfrüh im Vatikan mit einigen Flüchtlingen aus dem Kongo und dem Südsudan in Begleitung des päpstlichen Sozialbeauftragten Kardinal Konrad Krajewski zusammengetroffen. Die aus den beiden Bürgerkriegsländern Geflüchteten, die inzwischen in Italien leben, werden vom Flüchtlingsdienst der Jesuiten "Centro Astalli" betreut, teilte der Vatikan mit.


Am Flughafen Rom-Fiumicino gedachte der Papst zudem am Denkmal des Massakers von Kindu der 13 italienischen Luftwaffen-Mitglieder, die 1961 während einer UN-Friedensmission im Kongo ermordet worden waren. Während des anschließenden mehrstündigen Fluges nach Kinshasa siebenstündigen erinnerte der Papst vor mitreisenden Journalisten an das Leid der Migranten. Viele seien "auf der Suche nach ein bisschen Wohlstand, ein bisschen Freiheit" umgekommen, sagte er. Von denen, die die Wüste durchquert und das Mittelmeer erreicht hätten, seien unzählige in Lager gesteckt worden und litten dort, so der Papst beim Überfliegen der Sahara.

Er rief zum Gebet für "all diese Menschen" auf. Franziskus bekräftigte zudem, er hätte gern während seines Kongo-Aufenthalts die Region Nord-Kivu im Osten des Landes besucht, könne aber wegen des Krieges nicht dorthin reisen. Ursprünglich wollte der Papst in der Provinzhauptstadt Goma an der Grenze zu Ruanda mit Opfern des anhaltenden Konflikts zusammentreffen. Aus Sicherheitsgründen findet die Begegnung am Mittwoch in Kinshasa statt. Der Kongo hat die größten noch bestehenden Regenwaldgebiete Afrikas, die wichtig für das Weltklima sind. Zugleich haben der Kampf um Rohstoffe und konkurrierende militärische Gruppen bis zu 5,5 Millionen Binnenvertriebene hervorgebracht, mehr als in jedem anderen Land Afrikas. Insbesondere Nord-Kivu ist sei Jahren Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und rivalisierenden bewaffneten Gruppen.

Am Mittwoch will Papst Franziskus auf einem Flugplatzgelände in Kinshasa eine Messe für Frieden und Gerechtigkeit feiern. Das Areal kann nach Vatikanangaben rund eine Million Menschen fassen. Danach ist in der diplomatischen Vertretung des Heiligen Stuhls die Begegnung mit Gewaltopfern aus dem Osten Kongos geplant. Die Demokratische Republik Kongo ist nach Algerien der zweitgrößte Flächenstaat Afrikas und das Land mit den meisten Katholiken auf dem Kontinent. Auf einem Gebiet, das etwa einem Viertel der Größe der USA entspricht, leben nach Schätzungen mehr als 100 Millionen Menschen, unter ihnen bis zu 45 Millionen Katholiken.

Am Freitag reist der Papst in die südsudanesische Hauptstadt Juba weiter. Dort will er sich nach eigenen Worten "dem Ruf der Menschen nach Frieden anschließen und zum Prozess nationaler Aussöhnung beitragen". Beim Besuch im Südsudan wird Franziskus vom anglikanischen Primas, Erzbischof Justin Welby von Canterbury, und dem Moderator der presbyterianischen Kirche Schottlands, Iain Greenshields, begleitet. Für den 86-jährigen Papst ist der Afrikabesuch die erste Auslandsreise im laufenden Jahr. Gesundheitliche Probleme hatten ihn im vergangenen Juli gezwungen, die schon damals geplante Afrika-Visite zu verschieben.

 

VIDEO von der Ankunft

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 31. Jänner 2023 
 

Ein paar Gedanken und Fragen dazu

- Aus Libyen, über das die meisten jungen Männer aus Afrika nach Europa gebracht werden, kommen praktisch überhaupt keine Migranten, obwohl das Land vom Bürgerkrieg zerrissen ist, während z.B. im friedlichen Gambia ganze Dörfer ohne junge Männer sind. Wie ist das zu erklären und warum soll das für die Zurückgelassenen Kinder und Frauen ein aus Sicht der Kirche erstrebenswerter Vorteil sein?
- Der deutsche Gründer und Chef der NGO-Schlepperorganisation "Lifeline" hat selbst bei Twitter zugegeben, dass er die Weißen (er nennt uns "Weißbrote") durch Zuwanderung überwinden will. Eine Kapitänin eines dieser Schiffe hatte bereits früher zugegeben, es gehe nicht um Seenotrettung, sondern um antifaschistischen Kampf. Wie stehen z.B. Marx (spendete mehrfach Geld der Kirche) bzw. der Papst dazu?
- Wann wird der erste Bischof/Papst öffentlich auch den Schutz der Eingeborenen in Europa fordern - angesichts lt. BKA-Zahlen z.B. zehntausender Sexualdelikte gegen Deutsche durch Migranten seit 2015?


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus

  1. "Nicht glücklich": Papst bedauert Äußerung zu Russland
  2. Papst tauft Kind in der Gemelli-Klinik
  3. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!
  4. Erneut keine Fasten-Exerzitien mit Papst und Kurie in den Bergen
  5. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  6. Vatikan: Papst stellt Live-Gottesdienste ein
  7. Papst Franziskus: Zölibat ist ein Geschenk und eine Gnade!

Afrika

  1. 20 Tote bei islamistischem Terror-Angriff auf christliches Dorf in Nigeria
  2. Terrorismus breitet sich im Norden Mosambiks aus
  3. Kein Ende im orthodoxen Kirchenstreit um Afrika
  4. Äthiopien: Kämpfe um Tigray eskalieren
  5. Mosambik: Katechet rettet „Schatz“ seiner Pfarrei vor einem Terroranschlag
  6. Afrikanischer Kardinal: Christen sollen gegen ‚Homo-Ehe’ rebellieren
  7. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt






Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen
  2. Vatikan will neue Art des Papstamts vorschlagen
  3. 'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'
  4. ,Schon am Tag von Carlos Beerdigung begannen wir Wunder zu sehen...‘
  5. Wieder Aufregung um Papstzitat über Homosexuelle
  6. 'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'
  7. Good News aus Europa – Die Jugend wählt nicht mehr grün
  8. Wenn Gott vollkommen gut ist, warum gibt es so viel Böses?
  9. Klarer Sieg für Kardinal Woelki im wichtigsten Verfahren gegen BILD!
  10. „Die Lukas-Ikone“: Der Urknall der christlichen Bilderwelt
  11. Bravo Giorgia!
  12. Peterson kritisiert ,Festival des Stolzes‘
  13. „Gehen Sie nur für ein paar Minuten!“
  14. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  15. „Neuer Anfang“ wendet sich wegen Synodalem Ausschuss formell an Rom

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz