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Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt

22. April 2026 in Chronik, 7 Lesermeinungen
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Kirchenoberhaupt gedenkt während Afrika-Reise seines vor einem Jahr verstorbenen Vorgängers und würdigt dessen Engagement sowie Nähe insbesondere zu benachteiligten und ausgegrenzten Mensche


Malabo/Rom (kath.net/KAP) Mit warmherzigen Worten hat Papst Leo XIV. seines Vorgängers Franziskus gedacht. Zum ersten Todestag des Argentiniers würdigte er am Dienstag dessen Engagement und Nähe insbesondere zu benachteiligten und ausgegrenzten Menschen. 

"Danken wir Gott für das große Geschenk, das er der Kirche und der Welt durch Franziskus' Leben gemacht hat", sagte Leo XIV. vor Journalisten auf dem Flug von Angola nach Äquatorialguinea, der letzten Station seiner elftägigen Afrikareise. Der im Alter von 88 Jahren verstorbene Franziskus habe viel hinterlassen durch sein Leben, sein Zeugnis, seine Gesten und seine Worte, betonte das aktuelle Kirchenoberhaupt.

Franziskus "in unseren Herzen lebendig"

Leo XIV. erinnerte vor allem an den Einsatz seines Vorgängers für eine universale Geschwisterlichkeit, die den gleichen Respekt für alle Männer und Frauen zu fördern versuche. Zudem sei Franziskus' Botschaft der Barmherzigkeit Gottes hervorzuheben.

Der damalige Pontifex hatte speziell zu diesem Thema ein außerordentliches Heiliges Jahr einberufen. Statt dieses "Jubiläum der Barmherzigkeit" mit Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom zu beginnen, eröffnete er es 2015 bei seinem Besuch in der Zentralafrikanischen Republik, unweit von Leos XIV. aktuellen Reisezielen. "Beten wir, dass er bereits die Barmherzigkeit Gottes genießt", so der Papst im Flugzeug. 


"Am ersten Jahrestag des Todes unseres lieben Papstes Franziskus bleiben seine Worte und Taten in unseren Herzen lebendig", schrieb Leo auch in einer Nachricht auf der Plattform X. "Wir tragen sein Erbe weiter, indem wir stets die Freude des Evangeliums und die Barmherzigkeit Gottes verkünden und Geschwisterlichkeit unter allen Menschen fördern."

"Danke für alles, Papst Franziskus!"

Auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni, die in ihrer bislang dreijährigen Amtszeit mehrere gemeinsame öffentliche Auftritte mit Papst Franziskus hatte, würdigte ihn auf der Plattform X. Dort veröffentlichte sie ein Foto, das sie im Sommer 2024 neben dem bereits schwer gehbehinderten Papst zeigt. Dazu schrieb sie neben vielen Dankesworten: "Er verstand es, mit einfachen Worten zur Welt zu sprechen. Damit erreichte er Glaubende und Nichtglaubende. (...) Ihn zu kennen, war mir eine Ehre, so wie seine Teilnahme am von Italien geleiteten G7-Treffen - das erste Mal nahm ein Papst teil - ein großartiges Geschenk war, das ich im Herzen behalte." Damit bezog sie sich auf das G7-Treffen im Juni 2024 in Apulien, bei dem Papst Franziskus eine Grundsatzrede zum Thema Künstliche Intelligenz hielt.

Franziskus bleibe eine Persönlichkeit, die die Gegenwart tief geprägt habe und deren Botschaft weiterhin aktuell sei, so Meloni weiter: "Danke für alles, Papst Franziskus!"

Am Abend Gedenkmesse in Santa Maria Maggiore

Papst Franziskus war 21. April 2025, damals der Ostermontag, im Alter von 88 Jahren in der Casa Santa Marta im Vatikan gestorben. In der Kapelle des Gästehauses wurde am Dienstag ebenso eine Gedenkmesse gefeiert wie im Petersdom. Die zentrale Gedenkfeier für den ersten Papst aus Lateinamerika findet am Abend in der Begräbniskirche Santa Maria Maggiore in Rom statt. 

Nach einem Rosenkranzgebet in der Nähe seines Grabs wird in der Kapelle mit der von Franziskus sehr verehrten Ikone "Salus Populi Romani" eine Gedenktafel in lateinischer Sprache enthüllt. Um 18 Uhr findet dann eine Heilige Messe statt, zu der zahlreiche Kardinäle erwartet werden. Bei dem Gottesdienst in Santa Maria Maggiore soll auch eine Botschaft von Papst Leo XIV. verlesen werden.

Zum 1. Todestag von Franziskus veröffentlichten die Vatikanmedien einen knapp halbstündigen Dokumentarfilm. Er ruft anhand von Archivbildern das Wirken des Papstes in Erinnerung, der die Barmherzigkeit und die Peripherien zu Schlüsselthemen seines Pontifikates machte und über die katholische Kirche hinaus beliebt war. Die Vatikan-Post brachte zum Todestag einen Sonderstempel heraus, der sein stilisiertes Porträt zeigt. Auch die italienische Post kündigte ihm zu Ehren eine Papst-Franziskus-Briefmarke an.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto: Papst Franziskus und sein zukünftiger Nachfolger Robert Kardinal Prevost in einer persönlichen Begegnung


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