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Vatikan: Bischöfe kennen Kirchenrecht zu wenig

26. Juli 2014 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Die Ahndung von sexuellem Missbrauch wird nach Auffassung des Vatikan oft durch unzureichende Kenntnisse der Bischöfe im katholischen Kirchenrecht behindert


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Die Ahndung von sexuellem Missbrauch wird nach Auffassung des Vatikan oft durch unzureichende Kenntnisse der Bischöfe im katholischen Kirchenrecht behindert. «Das Problem sind nicht so sehr die Instrumente, die zur Verfügung stehen, sondern eher ihre Kenntnis und korrekte Anwendung», sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem «Osservatore Romano» (Freitag). Oft gerieten Bischöfe «in Schwierigkeiten», weil sie nicht ausreichend über kirchliche Strafverfahren informiert seien. Seine Behörde arbeite seit fünf Jahren daran, das kirchliche Strafrecht «klarer und vollständiger» zu gestalten, um «wirksamere Instrumente» bereitzustellen.


Zugleich kündigte der Kardinal die Freischaltung einer neuen vatikanischen Internetseite zur Förderung kirchenrechtlicher Kenntnisse an. Von September an sollen Informationen zur gegenwärtigen Reform des Kirchenrechts und zur sonstigen Arbeit des Rates abrufbar sein.

Die Vatikanseite zum Kirchenrecht (ab September): http://www.delegumtextibus.va



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Lesermeinungen

  2. August 2014 
 

Rundumschläge

Rundumschläge sind hier nicht angebracht. Angesprochen sind wohl die Bücher 6 und 7 des CIC. In wie weit das jetzt Sache der Bischöfe in persona sein muss, Einzelkenntnisse zu besitzen, steht auf anderem Blatt. Die Einschaltung der (weltlichen) Strafjustiz sollte zeitlichen Vorrang haben. Es muss auch die unrichtige Beschuldigung konsequent verfolgt werden. Etwas mehr Nüchternheit und Sachlichkeit sollte auch hier herrschen. Auch jene Priester usw., die gesündigt haben, bedürfen im Übrigen der Barmherzigkeit, ein fundamentales Prinzip, auf das der Heilige Vater immer hinweist.


0
 
  28. Juli 2014 
 

der Hammer!

Zitat: "Die Ahndung von sexuellem Missbrauch wird nach Auffassung des Vatikan oft durch unzureichende Kenntnisse der Bischöfe im katholischen Kirchenrecht behindert."

das ist echt der Hammer! Zum Kaputtlachen! Wer soll das Kirchenrecht kennen, wenn nicht die Bischöfe in erster Linie?


0
 
 PPQR 26. Juli 2014 

Unkenntnis des Kirchenrechts?

Es ist kaum glaubhaft, dass die ungenügende Ahndung sexualisierter Gewalt durch Kleriker nur auf der Unkenntnis der Bischöfe in Rechtsfragen beruht.

Damit stellte der Vatikan doch den Offizialen und Gerichtsvikaren ein schlechtes Zeugnis aus und nicht den Bischöfen, die sich in diesen Fragen sowohl straf- wie kirchenrechtlich immer beraten lassen.

Allerdings entscheidet der Bischof letztverantwortlich über Umfang und Fortgang des Verfahrens.
Deshalb ist es viel wahrscheinlicher dass es auch ganz andere Gründe gibt, nicht alle Rechtsmittel auszuschöpfen.

Damit soll nicht unterstellt werden, dass solche Gründe per se gegen Kirchenrecht gerichtet wären. Aber die Gründe, warum ein Fall so und nicht anders entschieden wird, sollten schon - zumindest den Verfahrensbeteiligten - offen gelegt werden.
Einfach um allen Spekulationen von Anfang an einen Riegel vorzuschieben, aber auch um rechtlich falsche Entscheidungen (z.B. aus Befangenheit) des Bischofs zu vermeiden.


3
 
  26. Juli 2014 
 

Pro & Contra

@gebsy
BITTE BEICHTET BEI PRIESTERN, BEI DENEN ES EUCH GRÖSSTE ÜBERWINDUNG ABVERLANGT!

Genau das Gegenteil habe ich auf einer Exrezitien CD von Pfarrer Santan Fernandes aus Sankt-Ulrich gehört.
Was habe ich davon, wenn ich bei einem Pfarrer beichte, der eh Vorurteile gegen micht. Mein Sohn hat es sogar schon erlebt, das der Gemeindepfarrer das Beichtgeheimnis meines Sohnes im Religionsunterricht ausgeplaudewrt hat, vor allen andern Mitschülern. ich habe auch schon oft die Erfahrung gemacht, dass die Gemeindepriester dich danch behandeln, was man gebeichtet hat. Nein, das muss ich nicht mehr haben. Dann fahre ich lieber 650 km zu Exerzitien. Und beichte da!


9
 
 gebsy 26. Juli 2014 

Priester nach dem Herzen Jesu

bleiben nicht verborgen; sie werden von den Menschen gesucht, wir die sprichwörtliche Stecknadel.
Heute sind die Gläubigen gefordert, darauf zu vertrauen, dass das Sakrament nicht vom persönlichen Zustand des Spenders abhängig ist.
BITTE BEICHTET BEI PRIESTERN, BEI DENEN ES EUCH GRÖSSTE ÜBERWINDUNG ABVERLANGT !


0
 
 Willner 26. Juli 2014 
 

Strafrecht!

Da wären Kenntnisse des ordinären Strafrechts angebrachter! Die Fälle gehören alle vor die weltliche Justitz und diese ... Priester umstandslos rausgeschmissen (von mir aus auch noch exkommuniziert).


3
 
  26. Juli 2014 
 

Sehnsucht nach heiligen Priestern

Die Sehnsucht einer Konvertitin nach heiligen Priestern
http://www.gabriele-kuby.de/buecher/heilige-priester/

@Wäller
Es gibt sehr viele Prister, welche heiligmäßig gelebt haben.
Denken Sie doch mal neben dem Pfarrer von Ars, an den Segenpfarrer Augustinus Hieber, Pater Pio,Segenspfarrer Bernhard Kunst, Segenspfarrer Franz Sales Handwercher um nur einige wnige zu nennen


10
 
 Stanley 26. Juli 2014 
 

@Wäller

Da muss ich Ihnen widersprechen. Es hat in der Kirchengeschichte eine ganze Menge heiligmäßiger Priester gegeben, so wie 2.TIM.3,1-5 sie beschreibt. Denken Sie doch nur an den heiligen Pfarrer von Ars, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch heute noch gibt es solche heiligmäßigen Priester. Sie wirken meist still im Verborgenen, an Orten, wo die öffentlichen Medien nicht hinkommen. Sie werden von der breiten Masse nicht wahrgenommen. Auch in Zukunft wird es solche Priester geben. Dafür sorgt der Heilige Geist schon.


14
 
 Wäller 26. Juli 2014 
 

@2.TIM. 3,1-5

Solche Priester hat es noch nie gegeben, gibt es nicht und wird es nie geben. Sie sind Menschen "wie du und ich".
Es mag vielleicht sein, dass sich einige wenige dafür halten.


2
 
 2.TIM. 3,1-5 26. Juli 2014 
 

Gute Hirten

Ein heiligmäßiger Priester lebt jeden Tag die vollkommene Hingabe seiner Person, jeder Faser seines Wesens, an Christus, der Haupt und Hirte der Herde ist, zu jeder Zeit und an jedem Ort.
Es gibt leider zu wenig solche "Gute Hirten" die Ihre Berufung nicht nur als "Job" ansehen.


14
 

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