Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Zwei besondere Tücher und die wichtigste Frage unseres Lebens

16. Dezember 2014 in Interview, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der bekannte Buchautor Paul Badde betont im kath.net-Interview über das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Manoppello: „Zwei Bilddokumente aus dem Grab Christi erzählen aus der Stunde Null der Christenheit!“


Manoppello (kath.net) Das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Manoppello „erzählen – in einzigartiger Bilderschrift! – von der Menschwerdung Gottes, von seiner Passion, seinem Tod und seiner Auferstehung“. Dies erläutert der Buchautor und Journalist Paul Badde (Foto) im kath.net-Interview über die beiden geheimnisvollen Tücher. „Die beängstigend große Krise der Kirche mit ihrer dramatischen Entleerung unserer Gotteshäuser“ wurzle vor allem in der „Implosion des Glaubens an die wirkliche Auferstehung Christi von den Toten“, betont der seit Jahren in Italien lebende frühere Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Welt“.

kath.net: Warum noch ein Buch zu den Grabtüchern Jesu? Ist nicht schon alles dazu gesagt?

Paul Badde: Das Gegenteil ist der Fall. Das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Manoppello beginnen in unseren Tagen gemeinsam zu sprechen wie nie zuvor.

kath.net: Was sagen sie denn gemeinsam?

Badde: Dass wahr ist, was Christen seit 2000 Jahren glauben. Die Tücher erzählen – in einzigartiger Bilderschrift! – von der Menschwerdung Gottes, von seiner Passion, seinem Tod und seiner Auferstehung.

kath.net: Aber machen das nicht in allen Sprachen schon längst die vier Evangelien und eine große Zahl von Zeugen?

Badde: Lange haben sie das getan – und sie tun es auch immer noch bei einer großen Zahl von Christen. Gleichzeitig wagen gerade in Deutschland aber selbst viele gute Theologen es kaum noch, öffentlich das leere Grab Christi am Ostermorgen für wahr zu halten. Dieser Glaube gilt seit Rudolf Bultmann mehr oder weniger als erledigt und „unwissenschaftlich“. Diese Verwerfung ist längst zu einem neuen Dogma des Unglaubens geworden, mit dem zahlreiche Professoren seit Jahrzehnten junge Priesterkandidaten ausbilden. Es ist eine Verneinung von innen her, die das christliche Credo seit langem aushöhlt.

Die beängstigend große Krise der Kirche mit ihrer dramatischen Entleerung unserer Gotteshäuser wurzelt vor allem in dieser Implosion des Glaubens an die wirkliche Auferstehung Christi von den Toten.

kath.net: Wäre aber – um mit Bultmann zu sprechen - das Leben und die Lehre Christi nicht auch ohne dieses letzte Wunder reich genug?

Badde: Auf keinen Fall. Nur die Auferstehung beglaubigt Jesus als Messias und als Gottes Sohn. Die Auferstehung ist das Beglaubigungswunder seiner Messianität schlechthin. Seiner Göttlichkeit. Seiner barmherzigen Allmacht.


Nur von daher wissen wir, dass wir ihm ganz und gar trauen dürfen. Dass wir ihm etwa auch wirklich glauben dürfen, dass er in der Eucharistie leibhaftig gegenwärtig ist. Dass wir den Evangelien trauen dürfen wie Kinder ihren Eltern trauen. Dass es keine Märchen sind. Dass Christus tatsächlich der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Und so weiter.

Die Auferstehung Christi aus dem Reich des Todes ist der Dreh- und Angelpunkt unseres gesamten Glaubens.

kath.net: Und was fügen die Tücher aus dem Grab dem hinzu?

Badde: Nichts und alles. Sie zeigen Jesus einmal als Toten in dem großen blutigen Grabtuch in Turin und einmal als Lebenden in dem zarten Schweißtuch in Manoppello, mit letzten Spuren seiner Marter, doch geheilt. Beide Tücher gehören zusammen!

Nachdem Generationen evangelischer wie katholischer Exegeten die Texte der Evangelien also quasi dekonstruiert haben, sehen wir deshalb in diesen Tüchern plötzlich, am Beginn des neuen Jahrtausends: Vom Tod Jesu am Kreuz und seiner Auferstehung erzählen nicht nur die vier Evangelien, sondern auch diese beiden Bilddokumente aus dem Grab Christi. Aus der Stunde Null der Christenheit! Keine Predigt kann heute den Glauben an die Auferstehung Christi von den Toten glaubwürdiger befestigen.

kath.net: Papst Franziskus wird am 21. Juni 2015 zum Grabtuch Christi nach Turin pilgern.

Badde: Ja, wie Papst Benedikt XVI., der am 2. Mai 2010 nach Turin gepilgert ist, und schon am 1. September 2006 nach Manoppello. Vor seiner Reise nach Turin im Juni pilgert Papst Franziskus im nächsten Januar aber zunächst in die Philippinen, zur größten christlichen Nation Asiens. Und ausgerechnet von dort wird der Pilgerstrom nach Manoppello seit einem Jahr auf geheimnisvolle Weise täglich größer. Vielleicht steckt ja der heilige Johannes Paul II. dahinter.

Die Filippinos kommen zu dem Schweißtuch Christi jedenfalls wie die Hirten auf dem Feld, die sich auf die Nachricht der Engel unverzüglich zur Krippe aufmachten, um die Quelle der Freude der ganzen Welt mit eigenen Augen zu erblicken. Darum habe ich mein neues Buch auch als einen Pilgerführer gestalten lassen, der in jedes Handgepäck passt.

kath.net: Aber wissen die Pilger nach Turin und Manoppello nicht sowieso schon seit langem, wohin sie sich aufmachen?

Badde: Das kann ich so nicht sagen. In Manoppello zum Beispiel lerne ich täglich dazu. Es ist ja auch ein Lernen über die Augen. So wird zum Beispiel ein kleiner Film, den ich zu Ostern über das Schweißtuch Christi gemacht habe, bei kathTube Tag und Nacht von immer mehr Menschen angeschaut. Jetzt steht er da auf Platz 8, Tendenz steigend. Es werden einfach immer mehr. Ähnlich ging es mir bei einem neuen Film über Pater Domenico da Cese, der das Schweißtuch als erster vor Jahrzehnten in Manoppello entdeckte. Vieles daran war mir ganz und gar neu.

Diese Filme bilden aber jeweils nur Kapitel meines neuen Buches ab. Denn ich bin ja eigentlich kein Filmemacher, sondern zuerst und zuletzt ein Autor.

kath.net: Wird Papst Franziskus auch bald einmal nach Manoppello pilgern?

Badde: Das müssten Sie ihn selber fragen. Er ist ja täglich für Überraschungen gut.

Am letzten Freitag hat mich im Petersdom jedenfalls sehr fasziniert, wie zärtlich und überzeugend er am Festtag Unserer Lieben Frau von Guadalupe von jener „nicht von Menschenhand geschaffenen“ Ikone Mariens sprach, die in Latein-Amerika als eine Art fünftes Evangelium begriffen wird.

Dieses Bilddokument ruht seit 1531 in Mexiko auf dem Agavenmantel eines indianischen Witwers, mit dem Maria zur „großen Missionarin wurde, die das Evangelium in unser Amerika brachte“, wie Papst Franziskus sagte. Auch dieses heilige „Bild“ ist – wie die Lichtbilder auf den Grabtüchern Christi in Turin und Manoppello – so wunderbar unerklärlich, dass es nicht anders als eine eigene Neuschöpfung Gottes begriffen werden kann.

kath.net: Was käme Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie die Botschaft der Grabtücher in einem Satz zusammenfassen müssten?

Badde: Heute vielleicht dies: Licht und Leben. Ewiges Licht und ewiges Leben. Sehen Sie, Albert Camus hat einmal gesagt, die wahre philosophische Frage sei die Frage nach dem Selbstmord. Das ist natürlich blühender Unsinn. Diese Frage beantworten heute – und übrigens recht unphilosophisch – die gruseligen Todesagenten der so genannten „Sterbehilfe“ quasi nebenbei.

Die wichtigste Frage unseres Lebens ist die nach dem Tod.

Und in diesen beiden Tüchern sehen wir, dass Christus, der in Bethlehem in einem Stall geboren wurde, diese Frage in einer Grabhöhle in Jerusalem endgültig beantwortet hat. Hier hat er den Tod für immer überwunden – für uns alle, zum ewigen Leben.

kath.net-Buchtipp
Die Grabtücher Jesu in Turin und Manoppello
SUDARIUM ET VESTES
Von Paul Badde
Taschenbuch, 180 Seiten
2014 Wolff Verlag Berlin
ISBN 978-3-941461-30-7
Preis 14,90 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Baddes Bilder - DAS MENSCHLICHE ANTLITZ GOTTES im Heiligen Schweißtuch von Manoppello


Titelblatt des Buches


Foto Paul Badde (c) Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Badde

  1. 21 Märtyrer
  2. Christus ist auferstanden. Gott sei Dank und Halleluja!
  3. Das Abbild Jesu in zwei Tüchern
  4. Ohne Judentum steht das Christentum auf tönernen Füßen
  5. Heimat ist komplizierter
  6. Ja, wir hatten ein Halbes für das Ganze gehalten
  7. Das ist die Geschichte eines Engels
  8. Christus ist auferstanden. Resurrexit vere
  9. Ursprung der Welt und Ursprung der Geschichte
  10. Er hat das Licht der Welt gesehen und spiegelt dieses Licht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz